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09.02.2012
Speiser ist nicht nur auf
eisigen Abwegen
Winter ist’s - und damit eigentlich Ruhezeit für einen
Bahnsportler. Nicht so bei Richard Speiser: „Ich
unterstütze, wie schon im vergangenen Jahr, meinen
Freund und Eisspeedway-Pilot Thomas Wiest.“ Schmunzelnd
und augenzwinkernd fügt Speiser hinzu: „So schnell
geht’s: Vom Vize-Weltmeister zum Mechaniker!“ In
Weissenbach wurde Thomas Wiest übrigens Dritter, beim
WM-Vorlauf in St. Johann harrte der Dietmannsrieder als
Reservefahrer aus und kam einmal zum Einsatz.

Neben der Mechaniker-Tätigkeit schreibt Richard Speiser
an seiner Diplom-Arbeit, führt Gespräche mit Sponsoren
und verhandelt mit diversen Clubs: „Ich möchte in diesem
Jahr in jedem Fall wieder Speedway-Liga fahren. Wo das
sein wird, steht derzeit noch nicht sicher fest.“ Ganz
nebenbei laufen auch die persönlichen Vorbereitungen:
„An jedem Montagabend bin ich beim Supermoto und halte
mich damit fit.“ Vergangenen Montag setzte das Training
etwas verspätet ein: Speiser wurde von der Stadt
Memmingen für herausragende, sportliche Leistungen
geehrt.

05.12.2011
Speiser auch beim DMSB
ausgezeichnet
Die große Familie des Automobil- und Motorradsport ist
am vergangenen Samstag in Frankfurt zusammengekommen. 80
Sportlerinnen und Sportler und Vertreter von Rennteams
konnten DMSB-Präsident Torsten Johne und dessen
Präsidiumskollegen dabei für besondere Verdienste
auszeichnen. Langbahn-Team Weltmeister Richard Speiser
war einer von ihnen. Es war Speisers dritter
Team-WM-Titel - und zum dritten Mal war der 24-jährige
Börwanger nach Frankfurt zur Gala der Meister geladen.
„Leider war Sebastian Vettel wegen anderer
Verpflichtungen auch dieses Jahr nicht mit dabei“,
bedauerte Speiser. Dennoch wähnte sich Deutschlands
erfolgreichster WM-Pilot in illustrer Gesellschaft:
Neben Speisers Nationalmannschaftskollegen Stephan Katt
und Jörg Tebbe feierten unter anderem auch die Top drei
der DTM, Martin Tomczyk, Mattias Ekström und Bruno
Spengler und mit Hans-Jürgen Abt (Team Audi Sport Team
Abt Sportsline), Axel Randolph (AMG Mercedes) und Ernst
Moser (Audi Sport Team Phoenix) die Vertreter der
erfolgreichen Teams ihre Erfolge und nahmen die
begehrten Glaspokale entgegen. Jenen Sportlern, die im
nun zu Ende gehenden Jahr um Punkte und Pokale gekämpft
haben und das entscheidende Quäntchen besser als andere
waren, galt Johnes Anerkennung. Neben Moto2-Weltmeister
Stefan Bradl, Motocross-Champion Ken Roczen und Formel 1
Weltmeister Sebastian Vettel hob der DMSB-Präsident vor
rund 300 geladenen Gästen auch die
Langbahn-Team-Weltmeister Stephan Katt, Richard Speiser,
Martin Smolinski und Jörg Tebbe als eine von wenigen
hervor: „Bereits zum fünften Mal in Folge wurde unsere
Mannschaft Weltmeister - und das so überlegen wie nie
zuvor!“

Sie wurden aus der Kategorie Bahnsport bei der
Meisterfeier des Deutschen Motorsportbundes
ausgezeichnet: Die Langbahn-Team-Weltmeister Richard
Speiser, Stephan Katt und Jörg Tebbe (vorne von links)
sowie Stefan Brandhofer (hinten rechts) und Daniel Eibl,
die Deutschen Meister in der Seitenwagenklasse
28.11.2011
Richard Speiser auf dem
Titelblatt der aktuellen Ausgabe von Bahnsport-Aktuell

21.11.2011
100 Gäste feiern mit Richard
Speiser eine erfolgreiche Saison
Der Langbahn-Vize-Weltmeister und Team-Weltmeister lud -
und über 100 Gäste kamen. Stephan Katt, Jörg Tebbe,
Bernd Diener, Matten Kröger, Gerd Riss und viele andere
Bahnsport-Piloten gaben Richard Speiser bei dessen
WM-Feier die Ehre. Und selbstverständlich nutzte Speiser
seinen ganz persönlichen Saisonabschluss auch, um
zahlreiche Weggenossen und Unterstützer ins Gasthaus
Adler nach Unterthingau zu laden. Beim nächtlichen
Bierkistenrennen siegte Dani Bacher. Im Melkwettbewerb
unterlagen die Süddeutschen den Nordlichtern, im Einzel
stand Jörg Tebbe am Ende ganz oben. Bei der Feier bis in
die frühen Morgenstunden kamen auch die
Bahnsportfachgespräche und die Unterhaltung nicht zu
kurz. Bilder und Videos sind in der Gallery vorzufinden.
10.11.2011
Vize-Weltmeister Speiser erhält
Sonderehrung
Vize-Weltmeister in der
Langbahn-Einzelweltmeisterschaft, zum dritten Mal in
Folge Team-Weltmeister: Richard Speiser gehörte 2011 zu
den besten Piloten in der Langbahn-Szene. Für seine
beiden Titel wurde der Börwangener am vergangenen
Wochenende im Rahmen der Feierlichkeiten der
Süddeutschen Bahnmeisterschafts-Veranstalter in
Herxheim/Pfalz vor 250 Fahrerkollegen, Fans und Gästen
in der Kategorie „besondere Erfolge“ ausgezeichnet. In
der süddeutschen Bahnmeisterschafts-Wertung reichte es
in der Internationalen Soloklasse hingegen „nur“ zu
Platz vier. „Mit Herxheim, Wolfegg und Melsungen habe
ich 2011 lediglich drei Rennen bestritten, die für die
Süddeutsche Bahnmeisterschaft angerechnet werden“,
erklärte der 24-Jährige. Die Konkurrenz verzeichnete
deutlich mehr Einsätze. Ob sich an der Anzahl der
SBM-Rennteilnahmen und damit der Möglichkeit, häufiger
zu punkten im kommenden Jahr etwas ändern lässt,
vermochte der AMC Memmingen Pilot noch nicht zu sagen.
In Herxheim jedenfalls machte Speiser deutlich, dass er
2012 auch die kürzeren Speedwaybahnen wieder deutlich
verstärkter in Angriff nehmen will. Gratulieren konnte
Richard Speiser allerdings seinen Memminger
Clubkameraden Tommy Kunert und Sandro Wassermann. Mit
seinem Beifahrer Markus Eibl holte sich der neunfache
Seitenwagen-Europameister Kunert zum wiederholten Mal
den Sieg in der SBM-Wertung der Kategorie Internationale
Lizenz Seitenwagen. Sandro Wassermann siegte in der
Kategorie Junioren B.
Auch zu lesen auf
www.speedweek.de
27.10.2011
Es war erneut meine beste
Saison - zum dritten Mal in Folge
Sportler des Jahres als Clubfahrer des AMC Memmingen,
zum dritten Mal Team-Weltmeister mit der
Langbahn-Nationalmannschaft und als Krönung
Vize-Weltmeister in der Langbahn-Einzel-WM: Richard
Speiser hat 2011 einiges an Erfolgen eingefahren. Mit
allem war der 24-jährige Börwanger dennoch nicht
zufrieden. Im Interview erzählt Speiser von den Höhen
der Saison, seinem Verbesserungspotenzial und seinen
Zielen 2012.
Frage: 2009 Neunter der Weltmeisterschaft als
WM-Neuling, 2011 Vize-Weltmeister. Wie siehst du selbst
diesen Aufstieg in die WM-Spitze?
Speiser: Es freut mich natürlich ungemein, wie
diese Saisons über die Bühne gegangen sind. Schon mit
dem dritten Platz im vergangenen Jahr hat sich für mich
ein Traum erfüllt. Dass es 2011 nun zum Vizetitel
gereicht hat, war einfach nur fantastisch. Gepunktet
habe ich, wie auch schon im Jahr zuvor, nicht durch
spektakuläre Grand Prix Siege, sondern durch Konstanz.
Bei den sechs WM-Läufen hatte ich nur einen einzigen
technischen Ausfall und war fünf Mal im Finale der sechs
Punktbesten.
Frage: 2010 Dritter, 2011 WM-Zweiter: Lautet die
Losung nun Weltmeister 2012?
Speiser: Ich wäre nicht Rennsportler, wäre es
nicht mein Ziel, Weltmeister zu werden. Allerdings darf
man auch nicht vermessen sein: Ein solcher Titel lässt
sich nicht einfach nur planen und umsetzen. Es braucht
auch sehr viel Glück dafür und alles muss passen. Ich
denke, ich habe in der Langbahn-WM eine gute Entwicklung
gemacht. Am Ende des Weges bin ich noch lange nicht. Ich
werde alles tun, was in meiner Macht steht, Weltmeister
Joonas Kylmäkorpi 2012 das Leben so schwer wie möglich
zu machen. Aber ich befürchte: Dieses Ziel verfolgen
auch andere. Beim Griff zu den Sternen muss man sich
Jahr für Jahr auch immer wieder eines bewusst machen: Im
Grunde genommen ist es auch schon perfekt, die WM unter
den Top fünf zu beenden - und die Saison unfallfrei zu
überstehen.
Frage: International warst du 2011 top. Bei der
Deutschen Meisterschaft lief es nicht ganz so optimal….
Speiser: Das ist richtig. In der Langbahn-WM
wurde ich Fünter, bei der
Speedway-Mannschaftsmeisterschaft mit Wolfslake
Vizemeister - und auf die Deutsche Speedwaymeisterschaft
habe ich verzichtet. Bei der Langbahn-DM in Herxheim war
ich einfach nicht schnell genug. Auf der kürzeren
Speedwaybahn war ich in diesem Jahr einfach zu selten
unterwegs. Vier, fünf Rennen reichen einfach nicht aus,
um dort mit den Großen des Sports mithalten zu können.
Aber immerhin lief es zum Ende der Saison besser: Beim
Goldenen Band in Olching konnte ich sogar einen fünften
Gesamtrang einfahren.
Frage: Wird es irgendwann eine Spezialisierung zu
Gunsten der Langbahn geben?
Speiser: Im Moment ist das nicht geplant. Ganz im
Gegenteil: Geht es nach mir, würde ich gerne wieder mehr
Speedway fahren. In Deutschland ist das nicht möglich.
Einsätze in ausländischen Ligen kollidieren leider sehr
oft auch wieder mit jenen in der
Langbahn-Weltmeisterschaft. Man wird sehen. Derzeit
laufen die Gespräche mit den Sponsoren. Ich strebe
jetzt, nach Ende meines Studiums, eine Profikarriere an.
Es ist aber noch nicht sicher, ob sich dies auch
realisieren lässt.
Frage: 25 Rennen und 40000 Kilometer hast du
hinter dich gebracht. An was erinnerst du dich ganz
spontan beim Gedanken an die Saison 2011?
Speiser: Dass wir dieses Jahr zwar in Norwegen,
Dänemark, Finnland, Schweden, England, Holland,
Frankreich und Deutschland zu Renneinsätzen gewesen
sind, die Saison trotzdem wahnsinnig schnell, für mich
schon fast zu schnell, wieder vorbei gewesen ist.
Frage: Geht der Sommersportler nun in die ruhige
Winterpause?
Speiser: Winterpause: ja! ruhig: nein! In den
kommenden Wochen stehen zahlreiche Ehrungen an, meine
Diplomarbeit muss diesen Winter geschrieben werden und
man unterschätzt den Aufwand und die Vorlaufzeit, den
und die es braucht, um die neue Saison wieder
vorzubereiten. Trotzdem soll jetzt noch Zeit sein, um im
Freundes- und Verwandtenkreis die Vize-Weltmeisterschaft
und meine dritte Langbahn-Team-WM auch gebührend zu
feiern.
19.09.2011
Artikel auf Motorsport Aktuell
- Speiser Vizeweltmeister hinter Kylmäkorpi
http://www.motorsport-aktuell.com/motorrad/bahnsport-speiser-vizeweltmeister-hinter-kylmaekorpi-4012164.html

19.09.2011
Artikel auf Speedweek - Richard
Speiser holt sich WM Silber
http://www.speedweek.ch/Bahnsport/news/21811/Richard-Speiser-holt-sich-WM-Silber.html
18.09.2011
Speiser holt sich WM-Silber
Dramatik pur: Richard Speiser machte es auch in diesem
Jahr spannend. Am Ende sicherte er sich beim sechsten
und letzen Langbahn-WM Grand Prix in Morizes/Frankreich
hinter dem Finnen Joonas Kylmäkorpi den
Vize-Weltmeistertitel. Was für ein Rennen! Was für eine
Dramaturgie! Zwölf Punkte trennten Richard vor dem
letzten Grand Prix vom Vize-WM-Titel. Zwei waren es am
Ende. Gleich im ersten Lauf musste Speiser zu Boden:
„Glen Phillips hat mich mitgerissen. Da dachte ich:
Jetzt ist alles aus!“ Der Engländer wurde
disqualifiziert. Speiser schaffte beim Rerun trotz
angeschlagenem Maschinenmaterial einen zweiten Platz.
Auch im zweiten Lauf konnte Speiser mit einem drittem
Rang punkten. Doch dann kamen die Vorläufe drei und vier
und damit auch die magere Ausbeute von nur einem Punkt:
„Ich hatte schlechte Startplätze, war eingezwickt und
immer, wenn ich außen zum Überholen ansetzen wollte,
habe ich aufgrund der Staubentwicklung nichts mehr
gesehen.“ Die acht erzielten Vorlaufpunkte genügten zwar
für das Halbfinale, der Einzug in den Lauf der besten
Sechs blieb Speiser aber definitiv versagt. Parallel
punkteten andere: Joonas Kylmäkorpi beispielsweise, der
bereits nach den Vorläufen endgültig als Weltmeister
feststand. Aber auch Stephan Katt, der Speiser noch vom
Thron des Vize-Weltmeisters hätte stürzen können. Katt
schrieb in seinem Semi hinter Theo Pijper vier Punkte,
Speiser im zweiten Halbfinale hinter Stephane Tresarrieu,
Dirk Fabriek und Mathieu Tressarieu deren zwei. Damit
war klar: Gewinnt Katt das Finale, gibt es ein Stechen
zwischen ihm und Speiser um die Silbermedaille. Der
Börwanger blieb im Endlauf erstmals in der laufenden
Saison außen vor und musste zuschauen: „Eine totale
Katastrophe und Anspannung pur!“ Sportlich fair wünschte
er seinem Neuwittenbeker Nationalmannschaftskollegen
dennoch viel Erfolg: „Ich hätte auch damit leben können,
wenn er den Grand Prix gewinnt. Der Ausgang so ist mir
natürlich lieber.“ Ausgerechnet Katt war es, der Speiser
2010 durch seinen Sieg in Marienbad und dem
entscheidenden Punkt weniger für Appleton schon zu
WM-Platz drei verholfen hat. Im WM-Finale 2011 fuhr der
Deutsche Langbahnmeister der Jahre 2010 und 2011 als
Vierter über die Ziellinie und profitierte noch von der
Disqualifikation Kylmäkorpis wegen Durchfahren des
Innenfelds. Der dritte Gesamtrang Katts im Finale sorgte
für Speisers siebten Himmel: „Ich bin einfach nur
glücklich über diesen Vize-WM-Titel.“ Mit fünf
Finalteilnahmen, einem zweiten, einem dritten, zwei
vierten, einem fünften und einem achten Rang punktete
der 24-jährige Börwanger sehr konstant - und schaffte
damit seinen bislang größten Erfolg in der
Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft.
Ergebnis Grand Prix 6 Morizes (A-Finale Wertung auf
den Plätzen eins bis sechs):
1. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 26 Punkte; 2. Theo
Pijper, Niederlande, 24; 3. Stephan Katt, Deutschland,
20; 4. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 20; 5. Dirk
Fabriek, Niederlande, 18; 6. Joonas Kylmäkorpi,
Finnland, 19; 7. Jerome Lespinasse, Frankreich, 12; 8.
Richard Speiser, Deutschland, und Aki Pekka Mustonen,
Finnland, je 10; 10. Richard Hall, Großbritannien, 10;
11. Herbert Rudolph, Deutschland, 9; 12. David Bellego,
Frankreich, 8; 13. Matten Kröger, Deutschland, 8; 14.
Josef Franc, Tschechien, 7; 15. Glen Phillips,
Großbritannien, 7; 16. Martin Smolinski, Deutschland, 7;
17. Jörg Tebbe, Deutschland, 7; 18. Andrew Appleton,
Großbritannien, 3.
WM-Endstand:
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 127; 2. Richard Speiser,
Deutschland, 103; 3. Stephan Katt, Deutschland, 101; 4.
Theo Pijper, Niederlande, 96; 5. Mathieu Tresarrieu,
Frankreich, 90; 6. Martin Smolinski, Deutschland, 83; 7.
Stephane Tresarrieu, Frankreich, 75; 8. Matten Kröger,
Deutschland, 73; 9. Herbert Rudolph, Deutschland, 70;
10. Dirk Fabriek, Niederlande, 59; 11. Jörg Tebbe,
Deutschland, 58; 12. Glen Phillips, Großbritannien, 53;
13. Josef Franc, Tschechien, 51; 14. Richard Hall,
Großbritannien, 50; 15. Andrew Appleton, Großbritannien,
48; 16. Jerome Lespinasse, Frankreich, 39; 17. Aki Pekka
Mustonen, Finnland, 37; 18. David Bellego, Frankreich,
23.
16.09.2011
Würdelos, unsportlich und
unfair
Es überrascht mich doch sehr, wie die Vorfälle des Grand
Prix in Vechta bewertet und mit welcher Aggression sie
geführt werden. Viele der Aussagen in den Fachmedien und
den Kommentaren von Robert Barth und Martin Smolinski
sind faktisch falsch. Daher möchte ich die Gelegenheit
nutzen, die Situation aus meiner Sicht zu schildern.
Tatsache ist, dass vor dem Finallauf ein Bahndienst
stattgefunden hat, der wohl offensichtlich nicht von den
Verantwortlichen aus vorgesehen war und der die Bahn
veränderte. Wer diesen Bahndienst veranlasst hat, weiß
ich nicht und kann dies auch nicht feststellen.
Jedenfalls musste es danach weitergehen. Widersprechen
möchte ich der Aussage, dass die Bahn unbefahrbar war.
Sie war anders, ja. Aber keinesfalls unbefahrbar. Uns
Fahrern wurde von Rennleiter Mario Trupkovic angeboten,
vor dem Finale eine Einführungsrunde zu fahren. Martin
Smolinski akzeptierte dieses Angebot nicht, nannte eine
Stelle im Reglement, drohte mit rechtlichen
Konsequenzen. Noch bevor in den Paragraphen geblättert
werden konnte, wurden die drei Minuten ausgerufen.
Smolinski war als Einziger gegen die Testrunde und
verhinderte sie. Nach seinem Sturz war er es, der er
sich über die Bahnverhältnisse beschwerte. Smolinski kam
in der zweiten Kurve zu Fall, als er versuchte, außen zu
überholen. Kylmäkorpi musste ebenfalls zu Boden, um
Smolinski nicht zu gefährden. Es ist klar definiert,
dass in einem solchen Fall der Lauf abgebrochen und der
Abbruchverursacher disqualifiziert werden muss.
Schiedsrichter Istvan Darago entschied meiner Meinung
nach richtig, indem er Smolinski nicht mehr zuließ. Ich
denke nicht, dass sich Darago von Jonas Kylmäkorpi
beeinflussen ließ. Ich kann auch nicht bestätigen, dass
die Äußerung, die Bahn sei zu gefährlich, vom
Schiedsrichter stammt. Fakt ist, dass es einen erneuten
Bahndienst gab. Vielleicht auch - aber dies ist eine
Mutmaßung meinerseits - weil noch genau jene Fahrer für
den Finallauf verblieben sind, die zuvor gerne eine
Einführungsrunde gehabt hätten. Definitiv falsch ist,
dass ich gedroht haben soll, dass ich nicht mehr fahre,
wenn Martin Smolinski noch einmal zugelassen wird. Ich
habe mich lediglich dahingehend geäußert, dass ich dann
Protest einlegen werde gegen eine meiner Meinung nach
unberechtigte Zurücknahme einer Entscheidung, die
möglicherweise durch eine Testrunde gar nie zu einer
hätte werden müssen. Ich bin lange genug in diesem
Sport, um zu wissen: Der Abbruchverursacher wird
disqualifiziert. Da gibt es kein Wenn und Aber - und
keinerlei Ausnahmen. Ich kann jeden Betroffenen
verstehen, der das in diesem Moment für sich nicht
akzeptieren kann oder will. Nur noch einmal: Es gibt
Regeln - und daran haben wir uns alle zu halten. Was die
Erinnerung an diese Tatsache mit „Smolinski ins Gesicht
gespuckt“ zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Verbale
Angriffe gegen Martin Smolinski gab es von meiner Seite
aus nicht. Auf welcher Schiene aber nun im Nachhinein
Aussagen getätigt werden, finde ich würdelos,
unsportlich, unfair und sehr schade. Von Sprüchen wie
dass wir eine „aufs Maul brauchen“ müssen Stephan Katt
und ich in diesen Tagen lesen. Für was? Wir haben nichts
entschieden. Nichts beeinflusst. Nichts getan. Und
niemanden gefährdet. Wir sind lediglich unserem Sport
nachgegangen. Im Laufe vieler Jahre haben wir gelernt,
Schiedsrichterentscheidungen zu akzeptieren. Ist es
falsch, dies auch von anderen zu erwarten? Traurig finde
ich den gesamten Zwist auch für den Veranstalter, der
meiner Meinung nach ein tolles Rennen organisiert hat
und für die Zuschauer, die deutlich länger ausharren
mussten, als es nötig gewesen wäre. Vechta hinterließ
leider einen bitteren Beigeschmack. Für diesen bin aber
nicht ich verantwortlich. Für den noch ausstehenden GP
in Morizes hoffe ich nun einfach, dass wir uns wieder
sportlich in Szene setzen können. Eine andere als diese
Bühne brauche ich nicht. Mit sportlichen Grüßen Richard
Speiser
12.09.2011
Speiser rückt dem Vize-WM-Titel
ein gutes Stück näher
Das Glück des Tüchtigen war Richard Speiser beim fünften
von sechs WM-Läufen in Vechta zur Seite. Trotz alles
anderem als einem optimalen Verlauf des Langbahn Grand
Prix wurde der 24-Jährige Börwanger Dritter und festigte
seine Position in der WM-Gesamtwertung.
In einem waren sich GP-Sieger Stephan Katt (Neuwittenbek)
und der Drittplatzierte Richard Speiser bei der
Pressekonferenz einig: „Das war heute wirklich eine
anstrengende Sache!“ Alles hatte der WM Lauf im
niedersächsischen Vechta mit Patzern der beiden
Nationalmannschaftsfahrern in den Vorrunden, Glück und
drohender Eskalation im Finale in sich. Am Ende aber
fand der fünfte Grand Prix für die beiden Deutschen ein
gutes und mehr als versöhnliches Ende.
Speiser begann mit einem zweiten Platz hinter Peppi
Rudolph und musste sich im zweiten Vorlauf hinter
WM-Leader Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und Martin
Smolinski (Olching) einreihen. Nach einem weiteren
dritten Rang im dritten Vorlauf hinter Kylmäkorpi und
Stephane Tresarrieu (Frankreich) fand sich Speiser im
vierten Rennen hinter Martin Smolinski und Stephan Katt
wieder. Smolinskis Ausfall bescherte dem Börwanger einen
zusätzlichen Punkt - und mit 14 Gesamtzählern eine nicht
allzu schlechte Ausgangsbasis für das Halbfinale. Hier
aber lief es schlecht für Speiser. Kurz vor der
Ziellinie wurde er noch von Peppi Rudolph abgefangen.
Platz fünf bedeutete einen einzigen Punkt als Ausbeute.
Das Finale der sechs Punktbesten schien in weite Ferne
gerückt. Dann aber trug auch die Konkurrenz des zweiten
Semis dazu bei, dass 15 Punkte genügten, um in den
Endlauf zu kommen. Ein Sturz Smolinskis Ende der ersten
Endlauf-Runde sorgte für einen Abbruch, dessen
Disqualifikation - und eine sehr emotional geführte
Diskussionen nach einem Bahndienst, der die
Bahnverhältnisse verändert hatte. „Es ist Sache des
Veranstalters, wie die Bahn präpariert wird - und es ist
eine Sache des Schiedsrichters, wie entschieden wird“,
sagte Speiser später bei der Pressekonferenz zu diesem
Thema. Katt entschied den Re-run für sich. Hinter
Kylmäkorpi als punktbestem Fahrer des Tages schoss
Richard Speiser ins Ziel. Er sicherte sich nicht „nur“
Rang drei, sondern auch drei weitere wichtige Punkte für
die Weltmeisterschaft, die am kommenden Samstag im
französischen Morizes endgültig entschieden wird.
Dass Joonas Kylmäkorpi in Sachen WM „durch“ sein dürfte,
ist auch dem WM-Zweiten Richard Speiser klar: „Er hat
nun 15 Punkte Vorsprung. Aber man sah auch heute:
Passieren kann viel!“ Stephan Katt als WM-Dritter und
einem Rückstand von zwölf Punkten hat Speiser schon ein
klein wenig vorab gratuliert: „Das wird schwierig, ihn
noch einzuholen. Aber ich gönne es Richi.“ Speiser
strahlte auf dem Siegerpodest und bei der
Pressekonferenz: „Ich habe heute ungemein Glück gehabt,
dass ich noch ins Finale reingerutscht bin. Hätte jemand
nach diesem Auftakt auf dieses Podestergebnis getippt,
er hätte eine Superquote gemacht!“
Grand Prix (Endlauf-Wertung):
1. Stephan Katt (Neuwittenbek), 21 WM-Punkte; 2. Joonas
Kylmäkorpi (Finnland), 28; 3. Richard Speiser (Börwang),
18; 4. Herbert Rudolph (Pilsting), 17; 5. Stephane
Tresarrieu (Frankreich), 21: 6. Martin Smolinski
(Olching), 17.
WM-Stand (nach fünf von sechs Läufen):
1. Joonas Kylmäkorpi (Finnland), 108; 2. Richard Speiser
(Börwang), 93; 3. Stephan Katt (Neuwittenbek), 81; 4.
Martin Smolinski (Olching), 76; 5. Theo Pijper
(Niederlande), 72; 6. Mathieu Tresarrieu (Frankreich),
70; 7. Matten Kröger (Bokel), 65; 8. Herbert Rudolph
(Pilsting), 61; 9. Jörg Tebbe (Dohren), 51; 10. Stephane
Tresarrieu (Frankreich), 49; 11. Glen Phillips
(Großbritannien), 46; 12. Andrew Appleton
(Großbritannien), 45; 13. Josef Franc (Tschechien), 44;
14. Dirk Fabriek (Niederlande), 41; 15. Richard Hall
(Großbritannien), 40; 16. Aki Pekka Mustonen (Finnland),
27; 17. Jerome Lespinasse (Frankreich), 27. 18. David
Bellego (Frankreich), 15.
05.09.2011
Podestplatz bei der DM bleibt
Vision
Mit einem sechsten Platz kehrte Richard Speiser von der
Deutschen Langbahnmeisterschaft in Herxheim zurück. In
der Weltmeisterschaft will Speiser seinen zweiten
Gesamtrang am kommenden Samstag festigen. So ganz will
die Deutsche Meisterschaft nicht zu Richard Speisers
Parkett werden. 2007 startete der damalige
Bahnpokal-Sieger und noch national fahrende Pilot mit
einem achten Platz verheißungsvoll in die Deutsche
Meisterschaft. 2008 und 2009 folgten zwei vierte Plätze,
2010 Rang fünf. „Ich will in diesem Jahr endlich aufs
Podest“, lautete die Ansage für die Deutsche
Meisterschaft 2011 am vergangenen Wochenende im
Herxheimer Waldstadion. Das wollten neben Speiser
allerdings auch noch andere. Der Börwanger begann seine
fünfte Deutsche Meisterschaft mit einem zweiten Platz
hinter Titelverteidiger Stephan Katt. Es folgten ein
dritter Rang hinter Martin Smolinski und Herbert Rudolph
und erneut ein zweiter Platz hinter Katt. Mit elf
Vorlaufpunkten rangierte Speiser vor den Halbfinals auf
Rang fünf - und besaß noch alle Möglichkeiten, um die
persönliche Zielsetzung tatsächlich umzusetzen. Aber
auch im dritten Aufeinandertreffen des Tages musste
Speiser Stephan Katt den Vortritt lassen.
Nationalmannschaftskollege Jörg Tebbe schob sich sogar
noch zwischen Katt und Speiser. 14 Punkte genügten zwar,
um in den Endlauf der besten Sechs zu kommen. Die
Podestplätze waren aber zu jenem Zeitpunkt bereits für
andere reserviert. Daran änderte auch der Ausfall im
Finale („Der Vergaser hat gestottert und ich hatte
gefühlte drei Kilo Dreck auf der Brille und keine
Sicht“) an fünfter Stelle liegend nichts mehr. „Das war
heute zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut.
Ich war einfach nicht schnell genug“, zog Speiser
selbstkritisch Bilanz. Weiter sagte der dreifache
Langbahn-Team-Weltmeister: „Die Spitze im deutschen
Langbahnsport ist einfach so dicht: Wenn da nicht alles
passt, bist du weg!“ Dennoch: Sich unterkriegen lassen
oder gar den Kopf in den Sand stecken will Richard
Speiser jetzt nicht. Am Samstag geht es in Vechta in die
fünfte Runde der Langbahn-Weltmeisterschaft, in der
Speiser derzeit als Zweiter bester Deutscher und erster
Verfolger von Joonas Kylmäkorpi ist: „Vechta ist eine
andere Bahn, dort sind wieder andere Voraussetzungen.
Natürlich werde ich leistungsmäßig zulegen müssen.“
Letzteres werden mit Sicherheit auch jene beiden tun,
die am Sonntag in Herxheim den nationalen Titel unter
sich ausmachten: Stephan Katt als Deutscher Meister und
Martin Smolinski als Vizemeister liegen zehn
beziehungsweise elf Punkte in der WM-Wertung hinter
Speiser. Auch sie haben ihre Ambitionen auf Platz eins
oder zwei in der Weltmeisterschaft noch nicht
aufgegeben.
Ergebnis Deutsche Meisterschaft Herxheim:
1. Stephan Katt, Neuwittenbek, 23 Punkte, 2. Martin
Smolinski, Olching, 19, 3. Matten Kröger, Bokel, 19, 4.
Herbert Rudolph, Pilsting, 18, 5. Bernd Diener,
Gengenbach, 15, 6. Richard Speiser, Börwang, 14, 7. Sirg
Schützbach, Baindt, 12, 8. Jörg Tebbe, Dohren, 11, 9.
Nadine Frenk, Kuhardt, 11, 10. Marcel Dachs, Weingarten,
8, 11. Christian Hülshorst, Lüdinghausen, 7, 12. Robert
Baumann, Emstek, 7, 13. Daniel Rath, Teterow, 4, 14.
Keijo Bünning, Scheeßel, 3, 15. Manfred Knappe,
Traunstein, n3, 16. Ronny Stüdemann, Kletzin, 2, 17.
Stephan Diener, Gengenbach, 1, 18. Bernd Dinklage,
Werlte, 1.
29.08.2011
Grasbahn-EM: Nicht in Speisers
Sinne
Mit einem 15. Rang kehrte Richard Speiser von der
Grasbahn-Europameisterschaft in Skegness/Großbritannien
zurück. Den Blick richtet der dreifache Team-Weltmeister
nun auf die Deutschen Langbahnmeisterschaft am kommenden
Wochenende in Herxheim. „Es war so gar nicht meine Bahn
- und auch nicht mein Tag“, gestand Richard Speiser am
Sonntagabend. Hatte sich der 24-jährige Börwanger in
Hertingen eine Woche zuvor noch souverän für das Finale
der 18 besten Grasbahnpiloten Europas qualifiziert, so
lief auf dem 800 Meter Oval in Skegness/Großbritannien
nicht mehr sehr viel. Mit zwei fünften, einem sechsten
und einem vierten Platz und vier Punkten als Ausbeute
fand sich Richard Speiser im C-Finale um die Plätze elf
bis 16 wieder - in illustrer Gesellschaft mit
Langbahn-WM-Piloten wie Stephan Katt oder Stephane
Tresarrieu! „Ich bin schon im Training in ein Loch
reingekommen und beinahe gestürzt. Dabei habe ich mir
die linke Schulter gezerrt“, erklärte Speiser. Daran lag
es aber nicht alleine: „Mir hat es dann auch an Kraft
gefehlt. Und ich bin mit dieser Bahn mit ihren Tiefen,
Unebenheiten und Sprüngen nicht klar gekommen.“ Mit
einem fünften Platz im C-Finale hinter Stephan Katt,
Rodney Mc Donald, Ales Dryml und Stephane Tresarrieu und
damit Gesamtrang 15 hakte Speiser die
Europameisterschaft ab: „Tja, schade. Aber es werden
wieder EM-Finals kommen, bei denen man erneut angreifen
kann. In diesem Jahr lief die EM einfach nicht.“
Europameister wurde Speisers
Langbahn-Nationalmannschaftskollege Martin Smolinski vor
dem Niederländer Jannick de Young und Andrew Appleton.
Für Richard Speiser gilt es nun, nach vorne zu schauen.
Am kommenden Sonntag steht die Deutsche
Langbahnmeisterschaft in Herxheim/Pfalz auf dem
Programm: „Ich hoffe, dass ich da wieder meine übliche
Leistung abrufen kann und aufs Treppchen fahre.“ Die
Verletzung sollte bis dahin auskuriert sein. Auf der
1000-Meter-Bahn in Herxheim trifft Speiser auf einige
Mitfavoriten: Immerhin stellt Deutschland mit sechs
Grand Prix Piloten die größte Zahl an Fahrern einer
Nation, die allesamt unter den Top neun der Welt
platziert sind. Allerdings war Herxheim schon einmal ein
gutes Pflaster für den jungen Motorsportler des AMC
Memmingen: Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren
schaffte er bei seinem erst zweiten
Langbahn-Einzel-WM-Einsatz den Sprung auf Platz drei -
und damit auch in die Langbahn-Weltspitze.
26.08.2011
Artikel auf Speedweek - Speiser
holt sich WM Titel Nummer 3
http://www.speedweek.ch/Bahnsport/news/21270/Team-WM-Speiser-holt-sich-WM-Titel-Nummer-3.html
23.08.2011
Speiser holt sich WM-Titel
Nummer drei
Mit der deutschen Nationalmannschaft sicherte sich
Richard Speiser aus Börwang am Sonntag im
niedersächsischen Scheeßel die
Langbahn-Team-Weltmeisterschaft. Zwei Tage zuvor
qualifizierte sich der 24-Jährige in Hertingen für das
Grasbahn-Europameisterschaftsfinale am kommenden
Sonntag. Die Anspannung, der Druck war abgefallen.
Richard Speiser hatte gerade gemeinsam mit den
Nationalmannschaftskollegen Stephan Katt und Martin
Smolinski die Ziellinie passiert, Deutschland erneut die
Langbahn-Weltmeisterschaft gesichert und den Helm
abgenommen. Ein Fernsehteam hielt dem noch völlig außer
Atem befindlichen Motorsportler im schwarz-rot-goldenen
Kombi ein Mikrofon unter die Nase: „Woher kommt diese
Dominanz der Deutschen?“ „Weil wir einfach gut sind“,
antwortete ein Freude strahlender Richard Speiser.
Selbst das „gut“ war heftig untertrieben. 56 Punkte
hatte sich die deutsche Nationalmannschaft in den
Vorläufen gegen die Niederlande, Frankreich, Finnland,
Großbritannien und Tschechien geholt - 56 Punkte von 60
maximal möglichen. Der Einzug ins Finale der beiden
punktbesten Teams war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Dennoch hat die Team-Weltmeisterschaft laut Team-Manager
Josef Hukelmann ihre Tücken. „Im A-Finale geht es
sozusagen bei Null wieder los.“ Will heißen: Die
Siegernation des Tagesfinales ist Weltmeister, ganz
unabhängig davon, was zuvor erreicht worden ist oder
auch nicht. Während Jörg Tebbe als Teil des deutschen
Quartetts im Finale nicht eingesetzt wurde, ging es für
Speiser, Katt und Smolinski um alles oder nichts. Katt
und Speiser schossen gemeinsam an die Spitze, Smolinski
setzte sich hinter sie. Finalgegner Niederlande hatte
nicht den Hauch einer Chance, auch nur an einem
deutschen Fahrer vorbeizuziehen. „Die Absprachen haben
super funktioniert und das war hier in Scheeßel Paar-
und Teamfahren, wie es fast schon legendär ist“, meinte
Speiser später. 4000 Zuschauer verfolgten die
Siegesfahrt des deutschen Teams auf dem Eichenring. Für
Deutschland war es der fünfte Titel in Folge, für
Richard Speiser Titel Nummer drei nach 2009 und 2010. Am
Freitag zuvor ging es für Speiser (noch) nicht um Titel,
dafür aber ums Weiterkommen in der
Grasbahn-Europameisterschaft. Sechs EM-Plätze für das
Finale am kommenden Sonntag in Skegness/Großbritannien
mussten in Hertingen ausgefahren werden. Das Ziel war
für den Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008
klar: „Die Quali muss geschafft werden!“ Mit zwei
Laufsiegen und zwei dritten Plätzen schaffte Speiser
ungefährdet den Einzug ins Tagesfinale und stand damit
bereits als Qualifikant für Großbritannien fest. Im
A-Finale ließ sich der Börwanger aber auch Platz drei
nicht mehr nehmen und fuhr sich damit hinter Stephan
Katt und Theo Pijper aufs Podest. Prognosen für das
Finale wollte Speiser nicht wagen: „Es sind genügend
dabei, die Europameister werden können. Da entscheidet
die Tagesform.“

Ergebnis Team-Weltmeisterschaft:
1. Deutschland
(Stephan Katt, Richard Speiser, Jörg Tebbe, Martin
Smolinski)
56 Punkte plus 12 im A-Finale
2. Niederlande
(Jannick de Jong, Sjoerd Rozenberg, Mark Stiekema,
Jeffrey Woortman)
38 Punkte plus 3 im A-Finale
3. Großbritannien
(Paul Cooper, Andrew Appleton, Glen Phillips, Mitch
Godden)
36 Punkte plus 8 im B-Finale
4. Tschechien
(Josef Franc, Ales Dryml, Richard Wolff, Pavel Ondrasik)
35 Punkte plus 7 im B-Finale
5. Frankreich
(Stephane Tresarrieu, Mathieu Tresarrieu, Jeorme
Lespinase, Theo di Palma)
34 Punkte plus 8 im C-Finale
6. Finnland
(Akki-Pekka Mustonen, Rene Lehtinen, Simo Pulli)
26 Punkte plus 7 im C-Finale
Ergebnis Grasbahn-EM-Semifinale Hertingen:
1. Stephan Katt, Deutschland, 2. Theo Pijper,
Niederlande, 3. Richard Speiser,Deutschland, 4. Enrico
Janoschka, Deutschland, 5. Mark Stiekema, Niederlande,
6. Glen Phillips, Großbritannien, 7. Christian
Hülshorst, Deutschland, 8. Davi Bellego, Frankreich, 9.
Jaroslav Polyuhovich, Ukraine, 10. Daniel Rath,
Deutschland, 11. Bernd Diener, Deutschland, 12. Philippe
Ostyn, Frankreich, 13. Henry van der Steen, Niederlande,
14. Nick Lourens, Niederlande, 15. Nadine Frenk,
Deutschland, 16. Dyfed Evans, Großbritannien, 17. Pavel
Ondrasik, Tschechien, 18. Karel Kadlec, Tschechien.
14.08.2011
Richard Speiser: „Jetzt wird’s
ernst!“
Am Freitag die Qualifikation für die
Grasbahn-Europameisterschaft, am Sonntag die
Langbahn-Team-Weltmeisterschaft und gute Chancen auf
weiteres, goldenes Edelmetall: Für Motorsportler Richard
Speiser geht es am kommenden Wochenende in die heiße
Phase der Saison. In der Einzel-WM liegt der 24-jährige
Börwanger vor den beiden entscheidenden Grand Prix immer
noch auf Rang zwei. Die Nominierung für die
Team-Weltmeisterschaft steht. Dass der derzeit beste
Deutsche in der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft im
deutschen Nationalteam mit dabei ist, daran hatten nur
wenig Zweifel. „Trotzdem freue ich mich sehr darüber“,
sagt Richard Speiser: „Es ist einfach so, dass die
deutsche Spitze sehr eng beieinander ist. Da ist man
auch als aktueller WM-Zweiter nicht zwingend im Team.“
Team-Chef Josef Hukelmann aber hält große Stücke auf den
jungen Börwanger: „Richard Speiser hat sich unheimlich
gut entwickelt und er hält auch dem mentalen Druck
stand. Er ist ein cleverer Bursche, sehr überlegt und
weiß genau, was er macht.“ Die Team-Weltmeisterschaft
ist ein noch junges Kind des Motorsportweltverbandes FIM.
Böse Zungen behaupten, sie sei geradezu erschaffen für
die „Langbahn-Nation“ Deutschland. Viermal ging die
Mannschafts-Weltmeisterschaft bislang über die Bühne.
Viermal stand das deutsche Team am Ende ganz oben. 2009
und 2010 war Speiser bereits Teil des
Nationalmannschafts-Quartetts. 2010 gehörte er zu den
Punktegaranten auf dem Weg zum Titel. Nach 2008 wird die
Langbahn-Team-WM zum zweiten Mal auf deutschem Boden und
dieses Mal auf dem 1000-Meter-Oval im niedersächsischen
Scheeßel ausgetragen. Speiser: „Dort war im vergangenen
Jahr die Deutsche Meisterschaft, bei der ich als Fünfter
etwas enttäuscht war. Inzwischen komme ich aber auch auf
den langen Bahnen sehr gut zu Recht und bin
zuversichtlich, was die Team-WM betrifft.“ Letzteres
können der aktuelle WM-Einzel-WM-Zweite und seine
Mitstreiter Stephan Katt (Neuwittenbek), Jörg Tebbe (Dohren)
und Martin Smolinski (Olching) auch sein, wenngleich
Speiser weiß, dass am Ende auch Glück zum Titelgewinn
gehört: „Das liegt am Regelwerk der Weltmeisterschaft,
das eine Entscheidung im Lauf der beiden punktbesten
Teams und damit einem einzigen Rennen vorsieht. Da muss
wirklich alles passen.“ Gepasst hat bei Richard Speiser
2011 sicher vieles. Als einziger Pilot im
Einzel-WM-Fahrerfeld war er bei den bereits
ausgetragenen vier Grand Prix stets unter den besten
sechs und punktete konstant und kontinuierlich. 75 WM
Punkte bedeuten Platz zwei - und einen
Fünf-Punkte-Rückstand auf Weltmeister und WM-Leader
Joonas Kylmäkorpi (Finnland). Grand Prix Nummer fünf im
niederländischen Groningen musste wetterbedingt
gecancelt werden. Speiser: „Mit Vechta und Morizes
kommen jetzt zwei Bahnen, die mir liegen. Es wäre
einfach ein Traum, nach dem dritten WM-Gesamtrang 2010
nun in diesem Jahr noch etwas nachsetzen zu können.“
Noch bevor in den beiden Langbahn-Wettbewerben
Entscheidungen anstehen, muss sich der
Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008 allerdings
erst einmal in der Qualifikationsrunde der Grasbahn-EM
durchsetzen. „Weiterkommen Pflicht“ lautet dabei am 19.
August in Hertingen für Richard Speiser das Motto:
„Jetzt wird’s also ernst. Ich hoffe, dass der Ernst für
mich aber auch eine Portion Erfolg bereithält.“
14.07.2011
Langbahn-WM GP 4 - Richard
Speiser festigt seinen zweiten WM-Gesamtrang
Am Vorabend des französischen Nationalfeiertages
erkämpfte sich Motorsportler Richard Speiser im
südfranzösischen Marmande erneut ein Spitzenresultat.
Beim vierten Langbahn-WM-Lauf holte er sich hinter
Martin Smolinski die zweitmeisten Zähler und verringerte
damit auch die Differenz zu Weltmeister und WM-Leader
Joonas Kylmäkorpi. Es lief einfach prächtig auf dem von
vielen Piloten nicht gerade hoch geschätzten
Grasbahn-Oval im Marmande. Als WM-Zweiter war Speiser
nach Südfrankreich gereist - und mit einem Sieg und drei
zweiten Plätzen ließ der Börwanger in den Vorläufen
keinen Zweifel daran, dass er sich seine Position in der
Weltspitze auch nicht streitig machen lassen wollte.
„Ich war gut mit dabei - auch wenn die Starts dieses Mal
nicht so super waren“, sagte der 24-Jährige nach dem bis
in die tiefe Nacht hinein dauernden Rennen. Teilweise
kämpfte sich Speiser um drei bis vier Plätze nach vorne
und punktete wie in den Grand Prix eins bis drei
konstant. Gemeinsam mit Martin Smolinski lag Speiser
nach den Vorläufen mit 17 Punkten in Front. Wie sein
Kontrahent konnte auch er seinen Halbfinallauf gewinnen,
musste dann aber Smolinski die Wahl des Startplatzes im
Finale aufgrund der Majorität dessen besseren Plätze
überlassen. „Wer außen starten durfte, hatte praktisch
schon gewonnen“, erläuterte Speiser, der den Platz neben
Smolinski wählte und auf Risiko setzte. „Ich wollte
unbedingt gewinnen, habe eine andere Übersetzung gewählt
- und mich dabei verpokert.“ Smolinski schoss im Finale
der besten Sechs aus den Löchern. Auch Joonas Kylmäkorpi
und Mathieu Tresarrieu setzten sich vor den Piloten des
AMC Memmingen. Platz vier im Grand Prix war allerdings
nur ein kleiner Wermutstropfen. Mit 24 Gesamtpunkten war
Speiser zweitbester Punktesammler und konnte seinen
zweiten Platz in der WM-Wertung nicht nur festigen,
sondern sogar weiter zu WM-Leader Kylmäkorpi
aufschließen. Viermal musste Speiser gegen den schnellen
Finnen antreten. Zweimal konnte er am Mittwochabend das
Duell gegen den amtierenden Weltmeister für sich
enscheiden. Speisers Konstanz in der laufenden
Weltmeisterschaft spiegelt sich auch auf andere Weise
wieder: Er ist inzwischen der einzige Pilot im
WM-Fahrerfeld, der sich bei vier Grand Prix regelmäßig
unter den sechs Besten platzieren konnte.
Ergebnis 4. von sieben Grand Prix (Lauf der sechs
Punktbesten):
1. Martin Smolinski, Deutschland, 2. Joonas Kylmäkorpi,
Finnland, 3. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 4. Richard
Speiser, Deutschland, 5. Stephane Tresarrieu,
Frankreich, 6. Theo Pijper, Niederlande
Ergebnis WM-Wertung:
1. Martin Smolinski, Deutschland, 27 Punkte, 2. Richard
Speiser, Deutschland, 24, 3. Joonas Kylmäkorpi,
Finnland, 22, 4. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 21, 5.
Stephane Tresarrieu, Frankreich, 18, 6. Theo Pijper,
Niederlande, 16, 7. David Bellego, Frankreich, 15, 8.
Matten Kröger, Deutschland, 15, 9. Richard Hall,
Großbritannien, 14, 10. Stephan Katt, Deutschland, 13,
11. Andrew Appleton, Großbritannien, 9, 12. Glen
Phillips, Großbritannien, 7, 13. Jerome Lespinasse,
Frankreich, 6, 14. Josef Franc, Tschechien, 6, 15. Dirk
Fabriek, Niederlande, 6, 16. Herbert Rudolph,
Deutschland, 4, 17. Jörg Tebbe, Deutschland, 2, 18.
Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 1.
WM-Stand:
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 80 Punkte, 2. Richard
Speiser, Deutschland, 75, 3. Stephan Katt, Deutschland,
60, 4. Martin Smolinski, Deutschland, 59, 5. Theo Pijper,
Niederlande, 58, 6. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 56
Punkte, 7. Matten Kröger, Deutschland, 51 Punkte, 8.
Jörg Tebbe, Deutschland, 47 Punkte, 9. Herbert Rudolph,
Deutschland, 44 Punkte, 10. Andrew Appleton,
Großbritannien, 42 Punkte, 11. Richard Hall,
Großbritannien, 34 Punkte, 12. Glen Phillips,
Großbritannien, 33 Punkte, 13. Dirk Fabriek,
Niederlande, 33 Punkte, 14. Josef Franc, Tschechien, 30
Punkte, 15. Jerome Lespinasse, Frankreich, 25 Punkte,
16. Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 22 Punkte, 17. David
Bellego, Frankreich, 15 Punkte, 18. Stephane Tresarrieu,
Frankreich, 10 Punkte, 19. Richard Wolff, Tschechien, 6
Punkte, 20. Rene Lehtinen, Finnland, 2 Punkte.
11.07.2011
Langbahn-WM GP 3 - Speiser ist
erstmals Zweiter der WM
Das Glück des Tüchtigen hatte Langbahn-WM-Pilot Richard
Speiser am Samstag im finnischen Forssa zur Seite: Trotz
eines eher bescheidenen Auftritts beim dritten von
sieben Langbahn-WM-Läufen machte der Börwanger Boden gut
und schob sich vom dritten auf den zweiten
WM-Gesamtrang. Ihm kam dabei das schlechte Wetter zur
Hilfe. Seinen vierten Vorlauf hatte Richard Speiser
bereits absolviert. Ein fünfter Platz hatte ihn im
Klassement erst einmal weit nach hinten geworfen. Dann
allerdings kam der „große Regen“ im südfinnischen
Forssa, der eine Weiterfahrt unmöglich machte. „Meeting
over“ lautete das Ergebnis der Jury. Und da nur sechs
von 18 Piloten Punkte eines vierten Vorlaufes auf ihrem
Konto verbucht hatten, wurde diese kurzerhand wieder
gestrichen und eine Wertung nach drei Rennen
vorgenommen. Einen Laufsieg, einen zweiten Rang und
einmal Rang fünf und somit zehn Punkte lautete damit
Speisers Bilanz. Dass er damit am bisher
Zweitplatzierten Stephan Katt vorüber zog, hatte Speiser
vor allem Katts mehr als mäßiger Punktesammelaktion zu
verdanken. „Mit dem Rennen selbst war ich nicht so
zufrieden. Mit dem WM-Ergebnis allerdings bin ich es
schon“ sagte Speiser nach Rennende des ersten finnischen
Grand Prix. Woran das nicht zufriedenstellende Ergebnis
in Forssa genau lag, konnte der letzt jährige WM-Dritte
nicht sagen: „Ich war einfach zu langsam und habe nach
dem zweiten Lauf mein anderes Motorrad ausprobiert – ein
kompletter Schuss in den Ofen!“ Dennoch ist Speiser nun
nicht nur wieder bester Deutscher im 18-köpfigen
WM-Fahrerfeld, sondern erstmals überhaupt in seiner
Karriere Zweitplatzierter der WM. Zu Spitzenreiter
Joonas Kylmäkorpi trennen ihn sieben Punkte. „Jetzt
kommen „meine“ Bahnen“ freut sich Speiser, der sofort
nach dem Rennen in Finnland ins südfranzösiche Marmande
aufbrach, wo am Mittwochabend Grand Prix Nummer vier
über die Bühne gehen wird. Auf der recht schwer zu
befahrenden Grasbahn kam Speiser schon in den beiden
Vorjahren gut zurecht und sicherte sich dort wertvolle
Punkte.
Ergebnis Forssa:
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 14 Punkte, 2. Andrew
Appleton, Großbritannien, 13 Punkte, 3. Jörg Tebbe,
Deutschland, 11 Punkte, 4. Glen Phillips,
Großbritannien, 11 Punkte, 5. Richard Speiser,
Deutschland, 10 Punkte, 6. Matten Kröger, Deutschland,
10 Punkte, 7. Theo Pijper, Niederlande, 9 Punkte, 8.
Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 8 Punkte, 9. Josef Franc,
Tschechien, 8 Punkte, 10. Mathieu Tresarrieu,
Frankreich, 7 Punkte, 11. Herbert Rudolph, Deutschland,
7 Punkte, 12. Dirk Fabriek, Niederlande, 6 Punkte, 13.
Stephan Katt, Deutschland, 5 Punkte, 14. Martin
Smolinski, Deutschland, 3 Punkte, 15. Stephane
Tresarrieu, Frankreich, 2 Punkte, 16. Rene Lehtinen,
Finnland, 2 Punkte, 17. Jerome Lespinasse, Frankreich 2
Punkte 18. Richard Hall, Großbritannien, 1 Punkt.
WM-Stand (nach 3 von 7 GP):
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 58 Punkte, 2. Richard
Speiser, Deutschland, 51 Punkte, 3. Stephan Katt,
Deutschland, 47, 4. Jörg Tebbe, Deutschland, 44 Punkte,
5. Theo Pijper, Niederlande, 42 Punkte, 6. Herbert
Rudolph, Deutschland, 40 Punkte, 7. Matten Kröger,
Deutschland, 36 Punkte, 8. Mathieu Tresarrieu,
Frankreich, 35 Punkte, 9. Andrew Appleton,
Großbritannien, 34 Punkte, 10. Martin Smolinski,
Deutschland, 32 Punkte, 11. Dirk Fabriek, Niederlande,
27 Punkte, 12. Glen Phillips, Großbritannien, 26 Punkte,
13. Josef Franc, Tschechien, 24 Punkte, 14. Aki Pekka
Mustonen, Finnland, 21 Punkte, 15. Richard Hall,
Großbritannien, 20 Punkte, 16. Jerome Lespinasse,
Frankreich, 19 Punkte, 17. Stephane Tresarrieu,
Frankreich, 10 Punkte, 18. Richard Wolff, Tschechien, 6
Punkte, 19. Rene Lehtinen, Finnland, 2 Punkte.
26.06.2011
Speiser festigt dritten Rang in
der Langbahn-WM
Beim zweiten Grand Prix der Langbahn-Weltmeisterschaft
erzielte Richard Speiser (Börwang) mit 20 Punkten hinter
Weltmeister Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und gemeinsam
mit dem Niederländer Theo Pijper das zweitbeste
Ergebnis. Trotzdem der 24-jährige Motorsportler mit
diesem Resultat seinen dritten Rang in der WM-Wertung
halten und ausbauen konnte, war Speiser alles andere als
zufrieden: „Ich hätte hier durchaus gewinnen können.“
Die Voraussetzungen im norwegischen Forus waren bestens.
„Ich habe in der vergangenen Woche einen neuen Motor von
meinem Tuner Marcel Gerhard erhalten. Der war so
schnell, sauschnell, Wahnsinn!“ Problem nur: Bereits im
ersten Vorlauf explodierte das Aggregat in der letzten
Runde. Der Börwanger rettete drei Punkte ins Ziel,
musste aber fortan auf die Ersatzmaschine ausweichen,
die leistungstechnisch schon beim WM-Lauf in Marienbad
zu wünschen übrig ließ. Speiser punktete dennoch
konstant. Mit drei zweiten Plätzen und insgesamt 15
Punkten qualifizierte er sich als zweitbester Pilot in
die Halbfinals. Zu Gute kam ihm ein Ausfall seines
Konkurrenten und Nationalmannschaftskollegen Stephan
Katt (Neuwittenbek), der nach zwei Vorlaufsiegen und
einem zweiten Platz einen Ausfall zu verzeichnen hatte
und deshalb auf „nur“ 14 Zähler kam. Im Halbfinale
reihte sich Speiser hinter Katt und dem Niederländer
Dirk Fabriek ein. Der dritte Rang und weitere drei
Punkte genügten, um unter die besten Sechs und damit in
den Endlauf zu kommen. Speiser erwischte im Finale einen
geradezu phänomenalen Start: „Zwei Runden lang lag ich
in Front. Auf der Geraden war ich mit dem Ersatzmotorrad
aber einfach zu langsam.“ Pijper, Kylmäkorpi, Katt und
Jörg Tebbe (Dohren) musste der Börwanger in den beiden
letzten Runden passieren lassen. Durch Katts erneuten
Ausfall kurz vor Laufende belegte Speiser am Ende Platz
vier. Pech hatte auch Weltmeister Joonas Kylmäkorpi:
Nach vier Vorlaufsiegen und einem erneuten „Fünfer“ im
Halbfinale musste der Finne Theo Pijper das Finale und
damit den Grand Prix Sieg Theo Pijper überlassen.
Dennoch katapultierte sich der Finne mit 29 Punkten auf
Platz eins in der WM-Wertung. Richard Speiser konnte
seinen dritten WM-Rang auf der „supergeilen und extrem
überhöhten Bahn“ in Forus, auf der er Premiere feierte,
ausbauen. Mit 41 Punkten liegt er auf Tuchfühlung an die
Spitze hinter Kylmäkorpi (44) und Katt (42) auf WM-Rang
drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Jörg Tebbe
(34), Theo Pijper und Herbert Rudolph (jeweils 33).
23.06.2011
Artikel auf Speedweek:
http://www.speedweek.de/Bahnsport/news/20126/Speiser-Will-noch-weiter-nach-vorne.html
21.06.2011
Platz 2 für Speiser beim
internationalen Grasbahnrennen in Wolfegg
Zum dritten Mal hintereinander hat der Britte Mitch
Goddon das Wolfegger Grasbahnrennen in Wolfegg und damit
den Sieben Schwaben Cup gewonnen. Richard Speiser aus
Börwang belegte Rang zwei. Als die
schwarz-weiß-karrierte Flagge im Endlauf fiel, sah es so
aus, als hätte es für den aktuellen Langbahn-WM-Dritten
Richard Speiser gerade so gereicht. Dritter wäre er in
diesem Fall im Finale gewesen und hätte somit einen
Punkt mehr auf dem Konto gehabt, wäre da nicht ein
kleines Malheur geschehen. Über fünf anstatt vier Runden
ging der Endlauf. Und das Regelwerk besagt klar: In
diesem Falle zählt die Wertung nach der vierten Runde,
in der der 24-jährige Börwanger noch Vierte gewesen ist.
So ging der Gesamtsieg in der Internationalen
Lizenz-Solo-Klasse an Mitch Goddon, dem der dritte Sieg
in Wolfegg glückte. Dem Brite bedeutete er viel: „Ich
hatte in der letzten Zeit sehr viele Probleme. Mein
Vater starb vor drei Wochen. Ich bin aber heute auch
sehr glücklich. Sehr glücklich darüber, dass ich den
Leuten hier ein gutes Rennen zeigen konnte.“ Richard
Speiser erwies sich als Zweitplatzierter als fairer
Sportmann: „Wenn es so war mit der fünften Runde, war es
so. Ein klein wenig habe ich mich auch bei der
Startplatzwahl verpokert.“ Dritter wurde Christian
Hülshorst (Lüdinghausen).
TV Bericht unter:
http://www.tv-allgaeu.de/nachrichten/nachrichten/sendung/Sendung-allgaeu-sendung-montag-kw25-juni-TV-Allgaeu-Nachrichten-Montag-20-Juni;art133,3401
16.06.2011
Werbetrailer Grasbahnrennen
Wolfegg
http://www.regio-tv.de/video/138168.html
16.06.2011
Speiser dreht Wolfegg-Trailer
Der WM-Start ist geglückt - und nun wartet auf Richard
Speiser mit dem Grasbahnrennen in Wolfegg am kommenden
Sonntag das Heimrennen der Saison. Gemeinsam mit Sirg
Schützbach und Marcel Dachs hat der GP-Zweite des
vergangenen Wochenendes am gestrigen Mittwoch einen
Fernsehtrailer für Regio TV gedreht. Moderator Julian
Glonegger und Kameramann Fabian Dürr waren mit dabei,
als das Trio einige Runden auf der Bahn drehte. Im
Interview erzählte Speiser unter anderem über die
Schwierigkeiten der sehr eigenen Grasbahn in Wolfegg und
seine persönlichen Erwartungen für das Rennen.
Ausgestrahlt wird der Clip am Donnerstag, 16. Juni von
18 bis 1 Uhr im halbstündigen Turnus. Der Beitrag kann
ab Donnerstagabend auch unter
www.regio-tv.de
abgerufen werden. Bilder dazu
<<hier>>
16.06.2011
Video Langbahn Grand Prix 1
Marianske Laszne / CZ
http://www.ceskatelevize.cz/porady/10161678681-ms-na-dlouhe-ploche-dra
16.06.2011
Bilder Langbahn Grand Prix 1
Marianske Laszne / CZ
14.06.2011
Speiser startet mit Podestplatz
in die WM-Saison
Als Zweiter des Grand Prix Endlaufes und mit den
drittmeisten Punkten für die Weltmeisterschaftswertung
hat sich Richard Speiser nach einer gerade überstandenen
Viruserkrankung beim Langbahn-WM-Auftakt in Marienbad
eindrucksvoll zurückgemeldet. „Ich wusste im Vorfeld
nicht, wo ich stehe und habe mit dieser Platzierung
nicht gerechnet!“ Eifrig wurde in der vergangenen Woche
in der Werkstatt des Racing-Teams Speiser noch
gewerkelt: „Am Freitag habe ich einen neuen Motor meines
Tuners Marcel Gerhard erhalten. Auch Multiweltmeister
Gerd Riss gab mir einige Tipps mit nach Marienbad.“
Speiser ist sicher: „Ohne diese beiden wäre die Sache
nicht so gelaufen, wie sie gelaufen ist.“ Nach einer
Virusinfektion zu Beginn der Saison ist der WM-Dritte
des Vorjahres noch nicht so fit wie sonst zu dieser
Zeit: „Ich habe etwas Trainingsrückstand, der sich auf
der kräftetechnisch nicht ganz so schwierig zu
befahrenen 1000 Meter Bahn zum Glück nicht so stark
bemerkbar machte.“ Mit Marienbad verband der 24-Jährige
darüber hinaus im Vorfeld nicht unbedingt die besten
Erinnerungen. Im vergangenen Jahr fuhr Speiser dort beim
Saisonfinale sein schlechtestes Saisonergebnis ein und
musste sich zum dritten WM-Gesamtrang zittern. „Auch
nach dem Training am Pfingstsonntag war ich mir noch
nicht sicher, wo ich landen werde“, sagte Richard
Speiser nach dem Rennen zum diesjährigen WM-Auftakt. Das
„Wohlfühl-Gefühl“ stellte sich allerdings recht schnell
ein: Platz zwei hinter dem Franzosen Jerome Lespinasse
und vier Punkte ließen hoffen - auch wenn im zweiten
Lauf aufgrund technischer Probleme noch einmal auf den
älteren Motor und die deutlich schwächere Maschine
zurückgegriffen werden musste. Nach dieser
Zwei-Punkte-Fahrt beendete Speiser die Vorläufe Nummer
drei und vier jeweils als Zweiter - und stand als bis
dato drittbester Pilot im Halbfinale. Hinter seinen
Nationalmannschaftskollegen Matten Kröger und Martin
Smolinski reihte sich der Börwanger im Semifinale auf
Platz drei ein. 17 Punkte genügten, um ins Finale der
sechs besten Langbahn-WM-Teilnehmer einzuziehen. Dieses
war gleichzeitig ein nationales Stelldichein: Alle sechs
deutschen Piloten schafften die Qualifikation. Speiser
erwischte im Endlauf einen Traumstart. In der Startkurve
ließ er sich etwas nach außen treiben, um mit Stephan
Katt den bis dato Führenden in Schach zu halten. Innen
nutzte Martin Smolinski die Gunst der Stunde und
schlüpfte durch. Speiser folgte und gab Platz zwei bis
ins Ziel nicht mehr ab. „Ich bin sehr zufrieden damit“,
meinte ein mehr als glücklicher Richard Speiser im
Anschluss. Da für die WM-Wertung nicht das
Finalergebnis, sondern die gesammelten Gesamtpunkte
eines GP-Laufes zählen, ist Speiser nach dem ersten von
sieben Grand Prix mit 21 Punkten Dritter der laufenden
Weltmeisterschaft. 1400 Zuschauer erlebten in Marienbad
ein äußerst ausgeglichenes Fahrerfeld und gleichzeitig
deutsche Dominanz. Ob diese auch beim zweiten Grand Prix
am 25. Juni in Forus/Norwegen anhält, wird sich zeigen.
Richard Speiser betritt im hohen Norden motorsportliches
Neuland, sieht dies allerdings gelassen: „Ich weiß nur,
dass Forus wie in Marienbad eine schöne 1000 Meter-Bahn
ist. Ich werde das einfach auf mich zukommen und mich -
wie vor GP eins auch - nicht unter Druck setzen lassen.“
Endlauf: 1. Martin Smolinski, 2. Richard Speiser, 3.
Stephan Katt, 4. Herbert Rudolph, Ausfälle: Matten
Kröger und Jörg Tebbe WM-Wertung (nach einem von sieben
Grand Prix): 1. Stephan Katt (Neuwittenbek), 23 Punkte;
2. Martin Smolinski (Olching), 22, 3. Richard Speiser (Börwang),
21, 4. Herbert Rudolph (Pilsting), 19, 5. Matten Kröger
(Bökel), 17, 6. Jörg Tebbe (Dohren), 17, 7. Mathieu
Tresarrieu (Frankreich), 15, 8. Joonas Kylmäkorpi
(Finnland), 15, 9. Theo Pijper (Niederlande), 13, 10.
Josef Franc (Tschechien), 12, 11. Jerome Lespinasse
(Frankreich), 11, 12. Andrew Appleton (Großbritannien),
11, 13. Dirk Fabriek (Niederlande), 7, 14. Richard Wolff
(Tschechien), 6, 15. Stephane Tresarrieu (Frankreich),
5, 16. Aki-Pekka Mustonen (Finnland), 4, 17. Richard
Hall (Großbritannien), 2, 18. Glen Phillips
(Großbritannien), 2.
Info: Richard Speiser startet am Sonntag, 19. Juni
(13.30 Uhr) bein Grasbahnrennen des AMC Bad Waldsee in
der Alpenblick-Arena in Wolfegg-Wassers. Weitere
Informationen, Eintrittspreise und Anfahrtswege sind im
Internet unter
www.rennen-wolfegg.de
oder Facebook „Grasbahnrennen Wolfegg“ abrufbar.
06.06.2011
„Werde mich bei der WM nicht
unter Druck setzen“
Richard Speiser, Langbahn-WM Dritter 2010, startet am
kommenden Sonntag beim ersten Grand Prix der Saison in
Marienbad/Tschechien in die neue WM-Saison. Welche Ziele
der 24-jährige Börwanger verfolgt, warum es bei den
bisherigen Rennen noch nicht nach Wunsch lief und
weshalb der zweifache Langbahn-Team-Weltmeister die
Saison locker angehen möchte, erklärt Richard Speiser im
Interview.
Einige Rennen sind bereits gelaufen. Den Namen
Richard Speiser fand man bislang nicht in den
Siegerlisten. Was ist los?
Speiser: Eigentlich habe ich dieses Jahr früh mit der
Vorbereitung und dem Training begonnen. Dann allerdings
hat mich eine Viruserkrankung niedergestreckt. Ich war
nach zwei Läufen platt, hatte Probleme mit dem Kreislauf
und musste Medikamente einnehmen und zwei komplette
Wochen pausieren. Aus diesem Grund blieb mir nichts
anderes übrig, als auch zwei Rennen abzusagen, darunter
leider auch die Internationale Tschechische
Meisterschaft, die auf der GP-Bahn in Marienbad
ausgetragen wurde.
Am Vatertag gab es nun ein erstes großes Stelldichein
beim Traditionsrennen in Herxheim/Pfalz, am Sonntag ein
Grasbahnrennen in Bielefeld mit einem namhaften
Fahrerfeld. Wie ging es denn bei den jüngsten Rennen?
Speiser: In Herxheim war ich als Zehnter zwar mit dem
Endergebnis nicht zufrieden, aber glücklich, dass ich
durchfahren konnte und körperlich nicht das Gefühl
hatte, schlapp zu machen. Am Sonntag in Bielefeld konnte
ich einen Laufsieg und einen zweiten Platz verbuchen.
Danach ist mir einfach erneut die Kraft ausgegangen. Mit
einem vierten und einem fünften Rang habe ich es aber
immerhin ins Finale der sechs Punktbesten geschafft.
Nach der Krankheit und dem damit verbundenen
Trainingsrückstand ist das ja schon mal ein kleiner
Lichtblick.
Das hört sich nicht gerade nach optimalen
Voraussetzungen für den ersten WM Lauf am kommenden
Sonntag in Marienbad an…
Speiser: Das ist richtig. Ziel für mich ist es, so viele
Punkte wie möglich mitzunehmen. Wir haben in diesem Jahr
sieben Grand Prix, den Großteil davon auf
1000-Meter-Bahnen, auf denen ich mich fahrerisch einfach
noch verbessern muss. 2010 habe ich ja die meisten
WM-Punkte auf Grasbahnen geholt. Dennoch freue ich mich
auf den Start der WM-Saison. Ich werde das jetzt einfach
locker angehen und sehen, was dabei heraus kommt. Unter
Druck setze ich mich nicht.
Gerd Riss hat vor drei Wochen seinen Rücktritt
erklärt. Ist das positiv oder negativ für Sie als
Fahrer?
Speiser: Man könnte nun sagen: Ein Konkurrent weniger.
Ich persönlich meine aber: Gegen einen Multiweltmeister
wie Riss zu fahren, ihn eventuell auch noch zu schlagen,
das ist für einen jungen Fahrer schon etwas Besonderes.
Riss wird fehlen. Und dass er nun verletzungsbedingt
nicht mehr fahren kann und auf diese Weise aufhören
muss, ist schade.
Wie sieht es mit Ihren ganz persönlichen Saisonzielen
aus?
Speiser: Das ist im Moment sehr schwierig zu sagen. Was
die Weltmeisterschaft betrifft möchte ich natürlich
gerne wieder wie im Vorjahr unter die besten Drei
kommen. Betrachtet man die bisherige Saison, muss man
aber auch feststellen, dass einige sich anschicken, in
die Weltspitze vorzufahren und die Konkurrenz sehr
ausgeglichen ist. In der Deutschen Langbahnmeisterschaft
muss ein Podestplatz Ziel sein. Auch bei der Grasbahn-EM
will ich nach meinem vierten Platz im Vorjahr wieder ein
Wörtchen mitreden. Schwieriger wird es vermutlich auf
der kurzen Speedwaybahn: Viele Langbahnprädikatsläufe
fallen in diesem Jahr auf Termine, an denen auch die
Speedway-Bundesliga über die Bühne geht. Sehr oft wird
man mich deshalb auf der Kurzbahn nicht erleben können.
INFO: Richard Speiser stieg 2008 in die Internationale
Lizenz-Soloklasse auf und wurde in seinem ersten
I-Lizenz-Jahr Grasbahn-Vize-Europameister. 2009 startete
er erstmals in die Langbahn-WM und belegte den neunten
Gesamtrang. 2010 war Speiser als WM-Dritter bester
deutscher Fahrer. Gleichzeitig konnte er nach 2009 mit
der deutschen Nationalmannschaft zum zweiten Mal die
Team-Weltmeisterschaft gewinnen. Als Fahrer des AMC
Memmingen wurde Richard Speiser 2010 zum Sportler des
Jahres gewählt. In der Region zu erleben ist der
24-jährige Börwanger am 19. Juni beim Grasbahnrennen im
oberschwäbischen Wolfegg (zwischen Kißlegg und Bad
Waldsee).
Interview: Susi Weber mit Richard Speiser
03.06.2011
Nicht zu blöd zum Fahren
Beim Sandbahnrennen in Herxheim startete Richard Speiser
nach erfolgreich behandelter Viruserkrankung. Seine
Formkurve zeigt nach oben. Zwar verpasste der WM-Dritte
aus dem Vorjahr den Endlauf der Top-6, doch mit seinem
Abschneiden war der Allgäuer nicht unzufrieden: «Ich
habe gesehen, dass ich doch nicht zu blöd zum Fahren
war, wie ich fast schon gemeint habe. Meine
Schwächephase zum Anfang der Saison lag wirklich an der
Erkrankung!» Nach den ersten Rennen der Saison, bei
denen Speiser unerwartet schwach abschnitt, begab er
sich in ärztliche Behandlung. «Ich war das ganze Jahr
permanent erkältet. Bei den vier Rennen, die ich
absolviert habe, war ich spätestens nach dem zweiten
Lauf platt, und nach jedem Rennen war ich gleich wieder
krank. Also bin ich zum Arzt, er hat mir zwei Wochen
Pause verordnet. Die Rennen in Marienbad und Plattling
abzusagen war natürlich blöd, doch im Nachhinein war es
die richtige Entscheidung.» Die Viruserkrankung wurde
mit Antibiotika behandelt und nach erfolgter Rennpause
ist mit Speiser kurz vor dem WM-Start in Marienbad am
Pfingstsonntag wieder zu rechnen. Das Ziel für den
ersten Langbahn-GP formuliert der 24-Jährige, der
kommenden Sonntag noch beim Grasbahnrennen in Bielefeld
startet, kurz und knapp: «Besser als im Vorjahr
abschneiden!» Beim letzten GP der Saison 2010 gewann
Speiser als bester Deutscher 2010 die Bronzemedaille,
doch in Marienbad zeigte der Allgäuer mit lediglich
sieben Punkten seine schwächsten Leistung.
Quelle Text: www.speedweek.de
21.05.2011
Rennabsage
Hallo Fans, leider musste ich die Rennen fürs
Wochenende, Marienbad am Samstag und Plattling am
Sonntag krankheitsbedingt absagen. Es tut mir Leid für
die Fans und Veranstalter, aber ich habe mich mit meinem
Team lange beraten und sehe es als richtigen Schritt an
– auch wenn es mir sehr weh tut diese zwei Rennen
auszulassen. Die größte Priorität liegt natürlich auf
der Weltmeisterschaft die am 12.6. in Marienbad beginnt,
und ich muss schauen dass ich bis dahin zu 100% fit bin,
was die letzten Rennen leider nicht der Fall war. Ich
wünsche allen ein schönes Rennwochenende – wir sehen uns
bei den nächsten Rennen! Euer Richi
29.04.2011
Fa. Wössner neuer Partner
Das Speiser-Racing Team vertraut ab sofort
ausschließlich auf die geschmiedeten Hochleistungskolben
der Fa. Wössner. Die Fa. Wössner (www.woessner-kolben.de)
entwickelt, konstruiert und vertreibt Kolben höchster
Qualität für international bedeutende Motorenhersteller
und individuelle Auftraggeber aus dem aktiven
Motorsport. Der neu entwickelte Hochleistungskolben für
Speedway- und Langbahnmotoren wurden bereits seit dem
Winter - mit hervorragenden Ergebnissen - ausgiebig
getestet, und sorgen nun für die nötige Power in
Richard`s Bikes. Wir freuen uns auf eine gute
Zusammenarbeit!
15.04.2011
Startklar für die neue Saison
Nach zahlreichen Trainings auf den Speedwaybahnen in
Landshut und Cloppenburg und der Sandbahn in Mühldorf,
fühlt sich Richi bestens gerüstet für den Saisonstart,
der am Samstag auf der Speedwaybahn in Wolfslake
stattfindet. „So früh wie dieses Jahr konnte ich noch
nie mit dem Training beginnen, und so viele Runden
konnte ich bisher auch noch nie drehen. Letztes Jahr um
diese Zeit hatte ich nicht mal einen Motor zum fahren!
Alle Motorräder laufen super und sind optimal
eingestellt“, so ein hoch motivierter Richard Speiser.
Vorgestern (Mittwoch) wurden auf der Landshuter
Speedwaybahn noch die letzten Feinheiten an den
Langbahnmotorrädern vorgenommen, alle technischen
Neuerungen funktionieren wie gewünscht und schlagen sich
hoffentlich in guten Rundenzeiten nieder. Speiser: „Von
außen sieht man kaum Neuerungen, aber wir haben sehr
viel Arbeit in die Details gesteckt und viele
Kleinigkeiten noch weiter verfeinert und verbessert. Da
waren teilweise technisch aufwändige Dinge dabei, die
auch finanziell nicht ganz unriskant sind – aber es
funktioniert alles und die Arbeit hat sich somit
gelohnt.“
Am Sonntag geht es dann nach Schwarme, wo auf das
Speiser-Racing-Team eine bisher unbekannte 700m Grasbahn
wartet. Die nächsten Stationen sind Pocking am
Ostersonntag, Dingolfing am 1. Mai und Pfaffenhofen am
8. Mai.
Die weiteren Renntermine finden sie unter „Termine“
07.02.2011
Richard Speiser ist Memmingens
Sportler des Jahres
Insgesamt 388 Einzel- und Mannschaftssportler sind bei
der Sportlerehrung der Stadt Memmingen zu Ehren
gekommen. In der Kategorie Sportler des Jahres machte
Richard Speiser das Rennen. Erstmals trug der 23-Jährige
in der Stadt seines Vereines AMC Memmingen den Titel
davon: „Mich freut das riesig!“ Aus den Händen von
Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Sportreferent
Fritz Such konnte der Börwanger die Trophäe in Empfang
nehmen. AMC-Vorstandsmitglied Michael Bickel gratulierte
dem Langbahn-Team-Weltmeister und Drittplatzierten der
Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft und ließ das Jahr 2010
noch einmal Revue passieren: „Einem, der die Szene
aufhorchen ließ und von dem man sicher auch in den
kommenden Jahren noch hören wird.“ Erfolgreich vertreten
war der AMC Memmingen - neben Speiser - auch durch
Matthias Meggle (3. Platz Südbayerische Supermoto Trophy),
Sandro Wassermann (4. der DM, 2. der Bayerischen und 1.
der Schwäbischen Meisterschaften im Bahnsport 125
Kubikzentimeter) und Janina Würterle (5. der DM
Supermoto), die allesamt zu den geehrten Sportlern
gehörten.
03.01.2011
Der Sportler des Jahres wandelt
auf fremden Pfaden
Die Freude über die Wahl zum Sportler des Jahres in
Memmingen ist noch frisch und riesengroß. „Dass ich das
geschafft habe, ist supertoll und kam für mich sehr
überraschend“, sagt Richard Speiser,
Langbahn-Team-Weltmeister und Dritter der
Langbahneinzelmeisterschaft. Am Dreikönigstag wandelt
der 23-Jährige im österreichischen Weißenbach auf
fremden Pfaden und eisigem Terrain. Nein, die Sportart
will Richard Speiser nicht wechseln. Auch an eine
Ausdehnung seiner sportlichen Aktivitäten denkt der
Börwanger, der in diesem Jahr die internationale
Langbahnszene aufmischte, nicht. „Für mich sind die
Eiseinsätze eigentlich nur ein gutes Training und eine
Möglichkeit, auch im Winter zum Fahren zu kommen“, sagt
er. Von „Eisspeedway“ im eigentlichen Sinne des Wortes
will Speiser daher nichts wissen: „Eisspeedway wird mit
28 Millimeter langen Spikes und in Schräglage gefahren.
Das was ich mache, ist dann doch noch ein klein wenig
was anderes.“ Speiser hat sein Speedwaymotorrad mit acht
Millimeter langen Nägeln ausgestattet und driftet im
„sommerlichen Stil“ um das winterliche Oval: „In
Weißenbach werde ich am Donnerstag ein paar
Demonstrationsrunden drehen und meinen Freund Thomas
Wiest bei seinem ersten Eisrennen unterstützen. Ich
freue mich drauf und hoffe, die Fans auch.“ Freuen
dürfen sich die Fans mit Richard Speiser auch über eine
andere Tatsache: Erstmals wurde der 23-Jährige in der
Stadt seines Vereines AMC Memmingen zum „Sportler des
Jahres“ gewählt und reiht sich damit ein in die Galerie
der mehrfachen Bahnsport-Europa- und Weltmeister des
Vereines wie Robert Barth oder Tommy Kunert, denen diese
Ehre ebenfalls schon zuteil wurde. „Gerechnet habe ich
überhaupt nicht damit“, sagt Richard Speiser: „Im
Gegensatz zu den beiden bin ich ja nicht ortsansässig
und lediglich Vereinsmitglied. Aber die Wahl freut mich
ungemein!“ Gemeinsam mit der Leichtathletin Natalie
Wörner und den Fußballern des FC Memmingen wird Richard
Speiser am 31. Januar im Rahmen einer Feier in der
Dreifach-Sporthalle der Staatlichen Realschule geehrt
werden. Speiser hatte 2010 sein bislang erfolgreichstes
Jahr: Mit der deutschen Nationalmannschaft schaffte er
es zum zweiten Mal, Langbahn-Team-Weltmeister zu werden.
Daneben überraschte er mit sehr viel Konstanz und guten
Ergebnissen in der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft die
Fachwelt. Mit seinem dritten Gesamtrang war Speiser am
Ende auch bester deutscher Pilot in der seit Jahren von
deutschen Fahrern dominierten Langbahnszene.
Das Eisspeedwayrennen in Weißenbach beginnt am 6. Januar
um 13.30 Uhr (Training: 10 Uhr, Qualifikationsläufe:
11.30 Uhr). Am Start sind unter anderem die
Eisspeedwayasse und WM-Qualifikanten Franz Zorn (A), Jan
und Antonin Klatovsky (CS), Harald Simon (A), Günther
Bauer, Christoph Kirchner sowie Max Niedermaier (alle
D). Weißenbach am Lech ist über die A7 Füssen und die
Fernpassstraße zu erreichen (Ausfahrt Reute und über die
L 198).
30.12.2010
Speiser on ice
Die Eisspeedway-Saison konnte eröffnet werden. Von nun
an wird wieder fleißig auf der Eisbahn in Überbach
trainiert. Bereits gestern konnten mit speziellen
8mm-Spikes Sommer-ähnliche Bedingungen geschaffen
werden, und somit jetzt im Winter schon einige
Trainingsrunden absolviert werden. Bilder dazu finden
sie
<<hier>>
26.11.2010
Speiser Racing Team belegt
Platz 2 und 4 beim 3. Bierkistenrennen
Am 25.09.2010 fand
in Kaufbeuren, Speiser´s Heimatregion, das 3.
Bierkistenrennen der Aktienbrauerei Kaufbeuren statt.
Wieder traten vor einer großen Zuschauerkulisse trotz
zum Teil heftigem Regen 40 Fahrer mit motorisierten Bierkisten gegeneinander an.
Bereits zum letzt jährigen Bierkistenrennen hatte Sponsor MAHA AIP für Richi
so eine Bierkiste konstruiert. Leider konnte Richi
aufgrund einer Terminüberschneidung mit der
Qualifikation für die Langbahn WM 2010 nicht am
Bierkistenrennen teilnehmen, schickte jedoch Freund und
Mechaniker Mario Müller für ihn ins Rennen, der auf
Anhieb auf Platz 3 landete. Euphorisch machte sich
Sponsor MAHA AIP ans Werk für dieses Jahr eine weitere
Bierkiste zu entwickeln, um 2010 zwei Fahrer ins Rennen
schicken zu können. Der Lohn dafür blieb nicht aus -
Richi belegte Platz 2, Mario Müller Platz 4. Mit dabei
war auch das Team von Pro7 - Galileo, das eine Reportage
drehte.
19.11.2010
Deutschlands erfolgreichster
Bahnsportler erfährt Ehrung
2010 war das bislang titelreichste Jahr von Bahnsportler
Richard Speiser. Langbahn-Team-Weltmeister, Dritter der
Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft und somit bester
deutscher Pilot und Deutscher
Speedway-Mannschaftsmeister mit dem AC Landshut ist der
Börwangener geworden. Im oberbayrischen Inzell begann
bei der Süddeutschen Bahnmeisterschaftsfeier am
vergangenen Wochenende für den 23-Jährigen der
Ehrungsregen. Weitere Auszeichnungen wie beispielsweise
vom und beim Deutschen Motorsportbund (DMSB) werden
folgen. Dass Speiser in der Süddeutschen
Bahnmeisterschaft (SBM) seinem
Team-Weltmeisterschaftskollegen Martin Smolinski trotz
Punktgleichheit den Vortritt lassen musste und am Ende
Rang zwei belegte, liegt an den „Spielregeln“ der für
die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft
entscheidenden SBM-Wertung: Bei Punktgleichheit
entscheidet die Majorität der besseren Plätze.

02.11.2010
Bericht Speedweek - Ausgabe vom
26.10.2010
<<hier>>
26.09.2010
Beinahe hätte ich aufgehört
Turbulente und nervenaufreibende Wochen liegen hinter
mir! Zum Beispiel der letzte Grand Prix in Marienbad am
vergangenen Samstag. In Marienbad bin ich vorher noch
nie gefahren, und 1000-Meter-Bahnen gehören auch nicht
unbedingt zu meinen Favoriten. Aber ich hatte einen
Vorsprung von 16 Punkten auf den bis dahin viert
platzierten Mathieu Trésarrieu, und somit wäre ein
mittelmäßiges Ergebnis mit 14 Punkten aus dem ganzen
Rennen absolut ausreichend gewesen, um den dritten Platz
endgültig zu sichern. Trotzdem liefen die Vorbereitungen
noch mal auf Hochtouren, und Marcel Gerhard und Joachim
Kugelmann haben meine beiden Motoren in absoluter
Rekordzeit noch mal hundertprozentig überprüft und
vorbereitet. Das Training lief dann auch
vielversprechend, aber nach einer eher mageren
Punkteausbeute im ersten Lauf kam der Super-GAU: Ausfall
im zweiten Lauf auf Position 2 liegend – und das 100
Meter vor dem Ziel! Vier ganz wichtige Punkte waren
somit weg, und es ist nicht etwa ein Motor explodiert
oder ein Zahnriemen gerissen, sondern der Sprit ist
ausgegangen. Da der Tank aber vor dem Lauf randvoll war,
muss das komische gelb farbene Tschechen-Methanol durch
irgendeinen ungünstigen Zufall abgehauen sein – was
genau passiert ist, werde ich wohl nie erfahren.
Trésarrieu hatte auch keinen besonderen Tag, aber Andrew
Appleton kam punktemäßig immer näher! Im letzten Vorlauf
konnte ich ihm in einem heißen Duell noch einen
wichtigen Punkt abnehmen – welcher später meinen
kompletten WM-Platz entschied! Vor allem, weil ich wegen
des Ausfalls nicht mehr für die Semifinals qualifiziert
war und mein Punktevorsprung noch genau neun Punkte
betraf! Hätte Appleton das Semifinale und Finale
gewonnen, wäre mein WM-Rang 3 weggewesen – und er war an
diesem Tag richtig schnell unterwegs. Das ist ein
richtig bescheidenes Gefühl: Es geht um deine
Bronze-Medaille in der Weltmeisterschaft – aber du
kannst nichts mehr dafür tun. So blieb mir nichts
anderes übrig, als Stephan Katt und Peppi Rudolph – die
auch richtig schnell waren – zu motivieren, dass sie
mich in meinem indirekten WM-Kampf unterstützen und
Andrew doch bitte auf die Plätze verweisen sollen. Katt
hat es dann wirklich fertiggebracht, Appleton zweimal
mit einem Start-Ziel-Sieg auf den zweiten Platz zu
verweisen und mir damit die Bronzemedaille in der WM mit
einem (!) Punkt Vorsprung zu sichern. Natürlich nicht
ganz uneigennützig, hat er damit doch den Grand Prix
gewonnen und sich die von mir versprochene «groooosse»
Kiste Bier wirklich verdient. An dieser Stelle noch mal
ein großes Dankeschön und Gratulation von meiner Seite.
Im Finale war ich mehr aufgeregt, als wenn ich selbst
fahre, und hätte mir in der letzten Runde beinahe in die
Hose gemacht. Die Freude danach war umso größer! Die
gleiche super Teamleistung und dieselbe Spannung im
Finale hatten wir auch schon bei der Team-WM in Morizes:
Vor dem letzten Vorlauf hatten wir genauso viele Punkte
wie die Franzosen und traten auch gegen diese an. Wer
also den Vorlauf gewinnt, durfte zuerst die Startplätze
wählen – was an diesem Tag besonders wichtig war, da der
äußere Startplatz die anderen bei weitem überragte. Mit
Katt, Smolinski und mir waren die Franzosen aber
durchaus zu schlagen – bis dann Smolinski wegen einer
falschen Helmfarbe disqualifiziert wurde! Somit standen
wir zu zweit gegen drei Franzosen, mussten aber
unbedingt gewinnen. Nach zwei Bombenstarts lagen wir in
Führung, aber drei Franzosen lagen mir im Nacken – und
die waren genauso heiss auf den Sieg wie wir. Vor der
zweiten Kurve kam ein Franzose von innen und einer von
aussen – wobei mich der eine nach aussen und der andere
nach innen drücken wollte. Ich habe nur kurz das Gas
weggenommen und zwei Meter vor meinem Vorderrad haben
sich die beiden Landsleute gegenseitig vom Motorrad
runter gefahren. Den Wiederholungslauf zwei gegen zwei
konnten wir locker gewinnen und hatten die besten
Voraussetzungen fürs Finale. Bei der Team-WM zählen am
Ende nur die Punkte im Finale, somit war wieder alles
offen. Mit der gleichen Aufstellung wie zuvor sollten
wir auch diesen Lauf und damit die Weltmeisterschaft
gewinnen können. Doch kurz nach dem Start hörte ich es
an Smolinskis Bike böse krachen und sah ihn ausrollen!
Eine Katastrophe – wir waren schon wieder nur zu zweit!
Stephan Katt war nach einem Bombenstart in Führung, und
ich wusste, es liegt jetzt nur noch an mir. Nach vier
quälend langen Runden und einer kurzen Rechnung, ob mein
dritter Platz im Finale ausreicht, hatten wir es
geschafft und den WM-Titel wieder einmal gewonnen! Nun
steht noch das Ligafinale am 3. Oktober in Landshut aus,
laut Teamchef Georg Hack werde ich da auch die
Landshuter Weste überstreifen. Sicher sagen kann man das
aber erst, wenn ich am 3. Oktober ans Band rolle.
Insgesamt ist es eine wirklich grandiose Saison für mich
– und seit drei Jahren die erste ohne Verletzungspause!
Vor allem, wenn man bedenkt, wie die Saison für mich
begann: Nach drei kapitalen Motorschäden hatte ich eine
Woche vor Saisonbeginn keinen Motor und kein Geld mehr
in der Tasche und keine Ahnung, wie ich die Saison
bestreiten soll. Es ist nie bekannt geworden, wie kurz
ich davor war, dass ich den Stahlschuh an den Nagel
hätte hängen müssen, wenn mir nicht ein paar wirkliche
Freunde unter die Arme gegriffen hätten. Marcel Gerhard
und Joachim Kugelmann haben mir in kürzester Zeit
sauschnelle Motoren hervorgezaubert, und Freunde und
Sponsoren haben zusammengelegt, um mir das Material zu
bezahlen. Ich freue mich, dass ich allen, die immer an
mich geglaubt haben, mit einem dritten Platz in der WM
und einem zweiten Team-Weltmeister-Titel danken kann!
Ganz nach dem Motto «Nach der Saison ist vor der Saison»
beginne ich schon gleich mit der Vorbereitung für die
nächste Saison, damit nächstes Jahr vielleicht noch
besser wird – dass ich ein starkes Team hinter mir habe,
weiss ich ja jetzt. Mein Studium läuft übrigens auch
noch, sieben Semester habe ich neben dem Rennen fahren
schon abgeschlossen. Nächste Woche beginnt mein achtes
und letztes Theorie-Semester, danach folgt nur noch
meine Diplomarbeit. Das war eine Kurzfassung meiner
letzten Wochen, und ich hoffe, viele Fans beim
Ligafinale in Landshut zu sehen – wo wir hoffentlich
erneut den Titel feiern können!
20.09.2010
Speiser krönt Saison mit
WM-Bronze
Ein Wechselbad der Gefühle musste Richard Speiser beim
letzten Grand Prix durchlaufen. Mit 16 Punkten Vorsprung
auf Platz vier startete der 23-Jährige in den sechsten
Langbahn-WM-Lauf der Saison. Am Ende blieb ein winziges
Pünktchen übrig. Mit 103 Gesamtpunkten sicherte sich
Speiser WM-Bronze: „Es ist ein unglaubliches Gefühl!“
Man konnte den Stein förmlich plumpsen hören am Rande
der 1000-Meter-Bahn von Marienbad (Tschechien). Stephan
Katt hatte gerade als Sieger die Ziellinie passiert -
und Speiser damit die Bronzemedaille gesichert. „Du bist
mein Held“ schrie Speiser dem
Nationalmannschaftskollegen entgegen, mit dem er 2010
schon WM-Gold geholt hat. Andrew Appleton war auf Platz
zwei verwiesen. Das vermeintliche Stechen um WM-Platz
drei nicht nötig. Vorausgegangen war der Szenerie das
„mit Abstand schlechteste Rennen der gesamten Saison“.
Einem dritten Rang zum Auftakt folgte ein Ausfall an
zweiter Position. Auch Vorlauf Nummer drei brachte mit
einem fünften Platz und einem mageren Punkt Ausbeute
keine Wende. Im vierten Vorlauf folgte das direkte
Aufeinandertreffen der bis dato punktbesten Fahrer
Herbert Rudolph und Andrew Appleton mit Speiser als
jüngstem WM-Piloten überhaupt. Rudolph schoss aus den
Löchern und übernahm die Führung vor Jörg Tebbe und
einem eisern kämpfenden Speiser, der WM-Verfolger
Appleton in einem Vier-Runden-Fight in Schach hielt.
„Ich wusste, ich brauche diesen Punkt“, gab Speiser
später zu Protokoll. Im Nachhinein war er Bronze wert.
Dem erneuten Aufbäumen folgte die ernüchternde
Erkenntnis: Sieben Punkte und ein daraus resultierender
14. Rang genügten nicht, um ins Halbfinale der zwölf
Punktbesten einzuziehen und weiterzupunkten. Zuschauen
statt Angriff war fortan die Devise. „Zwei Laufsiege
hätten gereicht, um mir Platz drei noch streitig zu
machen“, erläuterte Speiser. Die Nerven lagen bei
Speiser auf ungewohnte Weise blank - im ersten der
beiden Semifinals. Katt aber kam, sah und siegte - und
ließ Appleton lediglich Rang zwei. Noch aber war das
Drama nicht am Ende: Bei einem Laufsieg Appletons im
Finale wäre es zum Stechen zwischen ihm und Speiser
gekommen. „Einmal nur Glück haben“ wünschte sich
Speiser, bevor das Startband in die Höhe schnellte. Katt
war es, der seinen Wunsch erhöhrte. Er war es auch, der
vor Appleton und Herbert Rudolph siegte. Speiser gehörte
zu den allerersten Gratulanten. Sein gleichzeitiges „Ja“
durchdrang das Areal. „Ich kann es noch gar nicht
glauben“ meinte Speiser zum Abschluss seines erst
zweiten WM-Jahres: „Der Abstand wurde immer kleiner -
und ich war zum Nichtstun verdammt.“ Speiser freute sich
nicht nur für sich selbst, sondern auch für all jene,
die auf ihn gesetzt und ihn unterstützt hatten: „Anfangs
der Saison hatte ich zwei Motorschäden, kein Geld mehr,
neue Motoren zu kaufen und war kurz davor, den
Stahlschuh an den Nagel zu hängen.“ Freunde,
Verwandtschaft, Sponsoren und Fans legten zusammen und
halfen, wo es nur ging. Auch Joachim Kugelmann und
Marcel Gerhard als technische Berater und Motorentuner
kamen dem Börwanger entgegen „Für all jene freut es mich
fast noch mehr als für mich selbst. Einfach, weil ich
etwas zurückgeben kann an diese Menschen, die an mich
geglaubt und zu mir gestanden haben.“ Mit seinem dritten
WM-Platz hinter dem neuen Weltmeister Joonas Kylmäkorpi
(Finnland) und Theo Pijper (Niederlande) hat sich
Speiser direkt für die Weltmeisterschaft 2011
qualifiziert. Auch die Ziele für die kommende Saison
sind bereits definiert: „Natürlich will man sich jedes
Jahr steigern. Kylmäkorpi und Pijper sind schnell, aber
nicht unschlagbar. Das habe ich beim fünften GP in
Vechta gesehen.“ Zur Konkurrenz 2011 dürfte auch der
derzeit verletzte Gerd Riss gehören, der beim
Weltverband eine Wildcard beantragen und gute Aussichten
haben wird, sie zu erhalten. „Es wird nicht einfach
werden im kommenden Jahr“, glaubt Speiser. Am Ende einer
überaus erfolgreichen Saison als WM-Dritter,
Langbahn-Mannschaftsweltmeister und
Grasbahn-Europameisterschafts-Vierter fügt er hinzu:
„Aber nichts ist unmöglich!“

14.09.2010
Der Traum von WM-Bronze kann
Wirklichkeit werden
Noch nicht einmal die Tatsache, dass es bei der
Deutschen Speedwaymeisterschaft am Sonntag in Brokstedt
„nur“ zu Rang acht reichte, konnte Richard Speisers
Glückseligkeit schmälern. Tags zuvor setzte der
Motorsportler in Vechta mit Platz drei beim fünften
Einzel-WM-Lauf auf der Langbahn eine Marke und rückte
dem Ziel, WM-Dritter zu werden, ein gehöriges Stück
näher. Die Ehrenrunde des Finallaufs der sechs
Tagesbesten war noch nicht vorüber, der dritte
Gesamtrang beim fünften und vorletzten Grand-Prix-Lauf
noch nicht so ganz realisiert, da reichte jemand Richard
Speiser das Handy. Kein Geringerer als der derzeit
verletzte Rekordweltmeister Gerd Riss gratulierte. „Ihm
habe ich dabei auch gleich noch gedankt. Er hat mir
bezüglich der Starts einen Tipp mit auf den Weg gegeben,
der mir weitergeholfen hat.“ Zum zweiten Mal in seiner
noch jungen Karriere hat Speiser am Samstagabend den
Sprung unter die Top drei bei einem
Weltmeisterschaftslauf geschafft. Gegenüber Herxheim
2009 hatte der dritte Rang von Vechta jedoch eine ganz
andere, eine viel höhere Bedeutung: Speiser machte damit
nicht nur im WM-Gesamtklassement nach hinten Boden gut,
sondern verkürzte auch den Abstand zum Zweitplatzierten
Theo Pijper auf nunmehr zwölf Punkte. „Ich bin
allerdings glücklich, wenn ich auch nach Marienbad am
kommenden Samstag Dritter bin. Pijper ist die
Vize-Weltmeisterschaft wohl kaum noch zu nehmen.“ Mit
drei zweiten Plätzen und einem Laufsieg in den Vorläufen
zog Speiser in Vechta ins Halbfinale ein, das er in
seinem zweiten WM-Jahr ebenfalls für sich entscheiden
konnte. Zweimal schlug er den späteren Grand Prix Sieger
und fast schon sicheren Weltmeister Joonas Kylmäkorpi.
Im Finale war der schnelle Finne allerdings nicht zu
halten. Auch Mathieu Tresarrieu zog als Zweiter seine
Runden. Speiser lieferte sich vor 9000 begeisterten
Zuschauern einen Vier-Runden-Fight mit Martin Smolinski
und blieb vorne. „Ich wollte nicht schon wieder Vierter
werden“, sagte Speiser, der 2010 schon zweimal mit
dieser Platzierung vorlieb nehmen musste. Und: „Ich bin
total glücklich. Nach meinem neunten Rang 2009 und einem
schlecht verlaufenden Training habe ich nicht gewusst,
was mich hier in Vechta erwartet.“

3. Platz für Richard Speiser beim Langbahn Grand
Prix in Vechta
Tags darauf wurden
die Karten auf dem mit 393 Meter deutlich kürzeren
Speedway-Oval in Brokstedt neu gemischt. Als DM-Elfter
des Vorjahres musste der Börwanger erst über die
Qualifikation, um überhaupt bei der Deutschen
Meisterschaft mitmischen zu können. Speiser begann mit
einem zweiten und einem dritten Rang verhalten, trumpfte
in Durchgang drei allerdings mit einem Laufsieg gegen
den bis dato Führenden Marcin Sekula auf. Da auch die
Konkurrenz patzte, war der 23-jährige
Maschinenbau-Student mit einem zweiten Rang im vierten
Vorlauf plötzlich wieder mit dabei - und im Kreise
derer, die noch ganz nach vorne kommen konnten. Gegen
Tobias Kroner und Matten Kröger hatte Speiser aber
letztlich bei seinem erst vierten Saisoneinsatz auf der
Kurzbahn keine Chance und musste mit Gesamtrang acht
vorlieb nehmen. Deutscher Meister wurde Martin Smolinski
vor Tobias Kroner und Tobias Busch, der sich in einem
Stechen gegen Marcin Sekula behauptete. Am kommenden
Samstag geht es nun im WM-Finale auf der 1000-Meter-Bahn
von Marienbad um die endgültige Entscheidung in der
Einzel-Weltmeisterschaft: „Dort bin ich bislang noch nie
gestartet und kann noch nicht allzu viel sagen.“ Sicher
aber ist: Der Traum von WM-Bronze könnte Wirklichkeit
werden. 16 Punkte Vorsprung auf den WM-Vierten sprechen
eine deutliche Sprache. Und für einen
Langbahn-Saisonabschluss, den kaum einer der Experten zu
Jahresbeginn erwartet hätte.
11.09.2010
Weltmeister Speiser: „Dieser
Titel bedeutet mir viel“
Richard Speiser hat es geschafft: Gemeinsam mit Matten
Kröger, Stephan Katt und Martin Smolinski hat der
23-jährige Börwangener am vergangenen Samstag vor 4000
Zuschauern das „Unternehmen Gold“ der deutschen
Langbahn-Team-Nationalmannschaft in Südfrankreich
erfolgreich zu Ende gebracht und den Titel erneut nach
Deutschland geholt. Es ist sein zweiter Team-WM-Titel -
und dennoch ein besonderer. „Im vergangenen Jahr bin ich
zweimal zum Einsatz gekommen und konnte nicht sehr viel
zum Titelgewinn beitragen“, sagt Speiser. 2010 standen
die Vorzeichen anders: Rekordweltmeister Gerd Riss
verletzt und nicht dabei, Speiser die aktuelle Nummer
drei der Einzel-Weltmeisterschaft. „Er ist ein
Allrounder und einer, der durch seine guten Ergebnisse
einfach dazugehört“, sagte Team-Manager Josef Hukelmann
im Vorfeld. Hukelmann sollte Recht behalten: Speiser
erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen - und war
neben Stephan Katt konstantester Punktelieferant für das
deutsche Team. Dennoch war der Weg in den WM-Himmel
alles andere als einfach. Einer 7:8 Auftaktniederlage
gegen Großbritannien folgten für das deutsche Team gegen
Tschechien und Finnland zwei Siegläufe mit maximaler
Punkteausbeute. Im rotierenden, deutschen System, bei
dem jeder Fahrer mindestens einmal pausieren musste, war
Speiser im Lauf gegen die Niederlande zum Zuschauen
verdammt. Katt, Kröger und Smolinski schafften einen
10:5 Erfolg - und entschieden sich gleichzeitig
gemeinsam mit Team-Manager Josef Hukelmann für das
„Comeback“ des jungen Börwangeners im Rennen gegen die
mitfavorisierten und punktgleichen Franzosen und fürs
alles entscheidende Tagesfinale der beiden punktbesten
Teams. Erst einmal hieß es allerdings Nerven bewahren im
Lauf gegen die Franzosen. Missverständnisse bei der
Absprache der Helmfarben hatten zur Folge, dass
Smolinski wegen Überschreitens der Zeit disqualifiziert
wurde. Katt und Speiser schafften es dennoch, die
Franzosen in Schach zu halten - und sicherten dem
deutschen Team als Nummer eins der Vorläufe das Recht
der Startplatzwahl fürs Finale. Speiser überließ Katt im
Lauf der tagesbesten Nationen den besten Platz und ließ
sich auch vom frühen Ausfall Smolinskis wegen
Getriebeschadens kurz nach dem Start nicht aus der Ruhe
bringen: „Ich habe gehört, dass bei ihm etwas kaputt
ging und wusste: Es hängt an mir. Und: acht Punkte
brauchen wir!“ Katt schoss von der Außenbahn aus
erwartungsgemäß an die Spitze. Hinter Matthieu
Tresarrieu reihte sich Speiser ein - und hatte vier
Runden lang einen besessen kämpfenden Stephane
Tresarrieu im Nacken. Speiser: „Ich bin um mein Leben
gefahren!“ Der junge Börwanger war es auch, der
Mannschaftskollege und A-Finale-Sieger Katt erst einmal
signalisieren musste, dass es für den Sieg gereicht
hatte. „Ich bin überglücklich, mir bedeutet dieser Titel
viel. Sehr viel mehr auch als der letzte, weil ich mehr
dazu beigetragen habe und auch das Finale fahren
durfte.“ Die Goldmedaille wird einen Ehrenplatz im Büro
erhalten, den Gewinn seiner zweiten
Langbahn-Team-Weltmeisterschaft bewertet Speiser als
„größten Titel bisher“. Mit ihm im Gepäck wird Speiser
nun am kommenden Samstag zum fünften Grand Prix der
Einzel-Weltmeisterschaft nach Vechta reisen: „Die Bahn
dort ist ähnlich wie Morizes. Und hier in Frankreich
habe ich ja gesehen, dass ich gut mit dabei bin und die
Motoren super laufen.“ Tags darauf wird sich der AMC
Memmingen Pilot dann auf der kürzeren Bahn bei der
Deutschen Speedwaymeisterschaft in Brokstedt mit der
Konkurrenz messen: „Dort gilt es erst einmal, sich für
das Hauptfeld zu qualifizieren.“ Im Vorjahr war Speiser
Elfter, 2008 kämpfte er im Dreier-Stechen gegen Kevin
Wölbert und Martin Smolinski um den Titel und musste mit
Platz drei Vorlieb nehmen. „Man wird sehen“, meint
Speiser: „Die Speedway DM ist extrem Tagesform abhängig.
Hinzu kommt: Ich habe in diesem Jahr bisher erst drei
Speedwayrennen bestritten.“
05.09.2010
Deutschland holt sich erneut
den Weltmeistertitel
Der vierte Titelgewinn in Folge ist perfekt. Das Team
Germany mit Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser
und Martin Smolinski schaffte es im französischen
Morizes am Samstagabend vor 4000 Zuschauern erneut, die
Konkurrenz in der Langbahn-Team-WM hinter sich zu lassen
und sicherte sich im Tagesfinale der Punktbesten gegen
Frankreich den Titel. „So eng wie in diesem Jahr war es
noch nie“, sagte Deutschlands Team Manager Josef
Hukelmann. Starke Gegner, eine 8:7-Vorlaufniederlage
gegen das Team der Briten, eine Disqualifikation
Smolinskis nach Ungereimtheiten bei der Helm- und
Startplatzwahl und zusätzlich einen Ausfall Smolinskis
im Finale der Tagesbesten hatte das Team um Hukelmann zu
meistern. Am Ende stand die deutsche Nationalmannschaft
dennoch erneut ganz oben auf dem Podest – erstmals ohne
Rekordweltmeister Gerd Riss, der aufgrund einer
Verletzung fehlte. Lediglich im ersten Vorlauf gegen
England strauchelte das deutsche Team etwas. Mit
maximaler Punktezahl gegen Tschechien und Finnland
katapultierten sich die Deutschen jedoch danach
gemeinsam mit Frankreich nach vorne. Mit 10:5 Punkten
beendete Deutschland das Rennen gegen die Niederlande.
Dann kam das erste Aufeinandertreffen gegen den zu
diesem Zeitpunkt punktgleichen Mitfavoriten aus
Frankreich. Dramatik pur hielt dieser Lauf bereit.
Mannschaftsintern hatte man zwar die Startplätze
regelgerecht getauscht, jedoch gab es bei der
Helmfarbenabsprache Probleme. Smolinski musste
schließlich wegen Überschreitens der Zeit passen. Und
dann stürzte Matthieu Tresarrieu! Auch er durfte zum
Rerun nicht mehr ans Startband rollen. Im ungewohnten
Zwei gegen Zwei kämpfte Katt vier Runden lang mit
Stephane Tresarrieu, als ginge es um Leben und Tod. „Wir
brauchten die Punkte, um als Este die Startplätze im
A-Finale wählen zu können.“ Deutschland wählte richtig.
Katt legte abermals einen Blitzstart hin. Smolinski aber
rollte schon kurz nach dem Start mit einem
Getriebeschaden aus. „Ich habe sofort gehört, dass es
bei Smolinski Probleme gibt und wusste: Nun liegt es an
mir“, erklärte Richard Speiser. Ein Sieg Katts und ein
dritter Platz von Speiser aber genügten. Deutschland
holte sich mit diesem Einlauf den vierten Titel in Folge
und ist damit bislang einziger und ungeschlagener
Titelträger im 2007 erstmals ausgetragenen Wettbewerb
der besten Langbahn-Nationen der Welt.
1. Deutschland, 57 Punkte
(Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser, Martin
Smolinski)
2. Frankreich, 54 Punkte
(Stephane Tresarrieu, Mathieu Tresarrieu, Jerome
Lespinasse, Theo di Palma)
3. Niederlande, 51 Punkte
(Theo Pijper, Dirk Fabriek, Mark Stiekema, Sjoerd
Rozenberg)
4. Großbritannien, 43 Punkte
(Andrew Appleton, Richard Hall, Glen Phillips, Chris
Mills)
5. Finnland, 32 Punkte
(Joonas Kylmäkorpi, Pasi Pulliainen, Aki-Pekka Mustonen,
Rene Lehtinen)
6. Tschechien, 32 Punkte
(Zdenek Schneiderwind, Richard Wolff, Pavel Ondrasik,
Josef Franc)
03.09.2010
Speiser: WM-Platz 3 wäre ok
Richard Speiser hat in seiner erst zweiten
Grand-Prix-Saison die Chance, Team-Weltmeister und
bester deutscher GP-Fahrer zu werden. Der erst
23-jährige Allgäuer startet morgen in Morizes zum
zweiten Mal im deutschen Nationalteam und könnte nach
Eenrum 2009 auch zum zweiten Mal den
Team-Weltmeistertitel gewinnen. Letztes Jahr war er
einmal ausgefallen und nach einem weiteren Einsatz vom
Teammmanager ausgewechselt worden. Damit klappte es auch
beim GP in Eenrum 2010 für Speiser nur begrenzt: „Ich
hatte fast noch keine Erfahrung auf der Bahn. Zwei Läufe
bin ich im Verkehr stecken geblieben und da war es am
Ende nur Platz 8.“ Trotzdem ist der Börwanger mit den
Marcel-Gerhard-Motoren auf Rang 3 derzeit bester
deutscher GP-Pilot. Nach mässigem Beginn in Pfarrkirchen
(12 Punkte) fuhr er auf den schwierigen Bahnen in St.
Macaire und Marmande jeweils ins A-Finale und ist damit
hinter WM-Leader Joonas Kylmäkorpi (105 Punkte) und Theo
Pijper (89) konstantester WM-Fahrer (71 Punkte). Die
jüngsten Rennen verschafften dem Maschinenbau-Studenten
wieder Auftrieb: In Berghaupten lieferte er sich ein
sehenswertes Duell mit Lokalmatador Bernd Diener und
wurde in dem mit zehn Grand-Prix-Piloten besetzten Feld
Zweiter: „Ich sehe, dass es läuft - und bin
zuversichtlich für die Team-WM. Eine WM, das ist auch
viel Kopfsache“, weiß Richard Speiser. Zum zweiten Platz
in Berghaupten: „Ich habe hier gesehen, dass ich alle
schlagen und ein Rennen auch von hinten kommend noch
entscheiden kann. Ich glaube, ich habe hier mehr
Überholmanöver geliefert als alle anderen miteinander.“
Für die letzten beiden GP-Rennen in Vechta (11.
September) und Marienbad (18. September) ist der
Allgäuer vorsichtig optimistisch: „Für die Bahn in
Vechta braucht man viel Erfahrung. Ich bin erst einmal
dort gefahren. In Marienbad war ich noch nie auf der
Bahn. Letztes Jahr war ich verletzt und nur als
Zuschauer dort. Ich denke aber, dass man dort starke
Motoren braucht und die habe ich von Marcel Gerhard.“
Von daher wäre Speiser zufrieden, seinen
11-Punkte-Vorsprung auf den WM-Vierten Andrew Appleton
bewahren zu können. „Ich hoffe WM-Platz 3 halten zu
können.“ Dann wäre Speiser im Jahr nach seiner Trennung
von Mentor und Berater Robert Barth erfolgreichster
deutscher Langbahnfahrer – für viele eine faustdicke
Überraschung.
(Quelle Text: motorsport-aktuell.de - Thomas Schiffner vom
03.09.2010)
02.09.2010
Nach „Rennen für die Psyche“
geht es um den WM-Titel
Nach einem siebten Platz beim Flutlicht-Grasbahnrennen
in Bad Hersfeld unter witterungsbedingt nicht optimalen
Bedingungen, drehte Richard Speiser am Sonntag in
Berghaupten/Schwarzwald so richtig am Gashahn. Mit Platz
zwei hinter Bernd Diener kletterte Speiser als Zweiter
aufs Podest: „Ich sehe, dass es läuft - und bin
zuversichtlich für die Team-WM am kommenden Wochenende.“
„Eine WM, das ist auch viel Kopfsache“, weiß Richard
Speiser. Psychische Stärke wird am kommenden Samstag mit
Sicherheit gefragt sein, wenn das deutsche Nationalteam
sich im französischen Morizes anschickt, den WM-Titel zu
verteidigen. Dreimal hintereinander hat die „Mission
Gold“ im erst seit 2007 bestehenden
Mannschaftswettbewerb für das schwarz-rot-goldene Team
funktioniert. 2010 soll möglichst das Jahr des vierten
Erfolges werden. „Ich bin da zuversichtlich gestimmt“,
sagt Speiser, der schon 2009 beim Titelgewinn mit dabei
war. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Stephan
Katt (Neuwittenbek), Matten Kröger (Bokel) und Martin
Smolinski (Olching) wird Speiser versuchen, den
verletzungsbedingten Ausfall von Gerd Riss zu
kompensieren - und der Konkurrenz aus Frankreich,
Niederlande, Großbritannien, Tschechien und Finnland zu
zeigen, wer die Nummer eins ist. Deutsche Überlegenheit
gab es bereits schon am vergangenen Sonntag beim
Grasbahn-Klassiker in Berghaupten zu sehen. Immerhin
zehn Grand Prix Piloten, Lokalmatador Bernd Diener und
der Langbahn-Newcomer des Jahres, Martin Smolinski,
waren am Start. Und 5000 Zuschauer bekamen Bahnsport vom
Feinsten serviert. Speiser ließ zwei dritten Plätzen
zwei Vorlaufsiege folgen - und war neben Smolinski der
Einzige, der den späteren Sieger Bernd Diener besiegte.
Im Finale waren es mit Speiser und Smolinski dann
ausgerechnet die beiden Nationalmannschafts-Youngsters,
die um den Platz hinter Diener energiegeladen fighteten.
„Klar freut es mich, dass ich den Kampf für mich
entscheiden konnte“, meinte Speiser danach und fügte
hinzu: „Hinter Diener in Berghaupten Zweiter zu werden,
ist wirklich keine Schande.“ Gleich mehrere Erkenntnisse
und eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein nahm
Speiser von Berghaupten mit nach Hause: „Ich habe hier
gesehen, dass ich alle schlagen und ein Rennen auch von
hinten kommend noch entscheiden kann. Ich glaube, ich
habe hier mehr Überholmanöver geliefert als alle anderen
miteinander.“ Von der Leistung Speisers, aber auch vom
Ergebnis Smolinskis zeigte sich auch
Nationalmannschaftsbetreuer Joachim Ohmer beeindruckt:
„Es zeigt, dass wir von der Nominierung her richtig
liegen.“
25.08.2010
Speiser festigt seinen dritten
WM-Platz
Der vierte Grand Prix der
Langbahn-Einzelweltmeisterschaft hat Richard Speiser
nicht den erhofften persönlichen Erfolg gebracht. Trotz
achtem Platz und dem nicht zufrieden stellenden,
individuellen Ergebnis hatte der 23-Jährige Glück: „Die
unmittelbare Konkurrenz punktete noch weniger - und ich
konnte sogar noch Boden gut machen.“ Es begann nicht gut
für Richard Speiser, im heiß umkämpften, vierten
Weltmeisterschaftslauf der
Langbahn-Einzelweltmeisterschaft. „Ich bin im ersten und
zweiten Vorlauf einfach im Gerangel stecken geblieben
und nach hinten durchgereicht worden“, sagt der
WM-Dritte, der in seiner zweiten WM-Saison immer noch am
Erfahrungen sammeln ist. Eenrum, das war nicht nur die
erst zweite Begegnung zwischen der niederländischen Bahn
und einem der jüngsten WM-Piloten überhaupt. Es war auch
der Grand Prix der vielen Überholmanöver, der für die
Zuschauer spannenden Läufe, der Überraschungen.
Plötzlich tauchten Fahrer an der Spitze auf, die in der
WM bislang eine eher untergeordnete Rolle spielten.
Plötzlich galt es, sich auch an anderen als
ausschließlich den bislang Führenden zu orientieren. „Im
dritten Vorlauf hat es nach einem fünften und einem
vierten Platz dann besser gepasst“, erzählt Speiser. Im
Zweikampf mit dem WM-Führenden Joonas Kylmäkorpi um den
Laufsieg stand allerdings ausgerechnet der Laufletzte
Mark Stiekema im Weg, der Startschwierigkeiten hatte,
entsprechend spät aus den Bändern kam und zum
„Auffahrhindernis“ wurde. Speiser: „Am Ende blieb Rang
zwei.“ Ein dritter Platz im vierten Vorlauf und zehn
Gesamtpunkte reichten zwar fürs Halbfinale, doch selbst
ein Laufsieg hätte Speiser nicht mehr ins Finale der
besten Sechs gebracht: „Dazu brauchte es dieses Mal 16
Punkte!“ Mit einem dritten Rang im Semifinale und 13
Gesamtzählern musste Speiser zusehen, wie Andrew
Appleton (Großbritannien) Theo Pijper (Niederlande),
Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und Matthieu Tresarrieu
(Frankreich) auf die Plätze verwies. Stephan Katt und
Enrico Janoschka kamen als einzige deutsche Vertreter
auf die Ränge fünf und sechs. Während Kylmäkorpi vor den
letzten beiden Grand Prix die WM mit 105 Punkten
anführt, belegen Pijper (89) und Speiser (71) die Plätze
dahinter. Vom elften auf den vierten Rang nach vorne hat
sich Grand Prix Sieger und Grasbahn-Europameister Andrew
Appleton (60) katapultiert, der mit 29 WM-Punkten nahezu
so viele Punkte schaffte, wie in den drei Grand Prix
zuvor zusammengerechnet (31). Auch Stephan Katt ist nach
seinem schweren Sturz beim ersten Frankreich-Grand Prix
wieder mit dabei (57). Schlecht lief es für Matten
Kröger (56), der noch nicht einmal ins Halbfinale
einziehen konnte. „Mit dem Rennen selbst bin ich nicht
zufrieden, mit der Tatsache, dass ich meinen dritten
Gesamtrang ausbauen und sogar noch etwas Punktepolster
schaffen konnte, dagegen schon“, sagt Speiser, der
Anfang September gemeinsam mit Stephan Katt, Matten
Kröger und Martin Smolinski bei der
Langbahn-Team-Weltmeisterschaft erneut um den Titel
kämpfen wird und zum zweiten Mal im
Nationalteam-Aufgebot steht. Erst danach wird es auch in
der Einzel-Weltmeisterschaft mit den beiden noch
ausstehenden Grand Prix in Vechta und Marienbad in die
Entscheidung gehen: „Ein dritter Gesamtrang wäre
wirklich fantastisch“ meint Speiser, der sich vor allem
für das nicht gerade geliebte Oval im niedersächsischen
Vechta noch prominenten Rat beim derzeit wegen
Verletzung pausierenden Rekordweltmeister holen will:
„Ich denke, ich werde zuvor auf alle Fälle noch mit Gerd
Riss telefonieren!“
21.08.2010
Langbahn Team WM:
Schwarz-rot-goldenes Vierer-Team kämpft auch für Riss
Dreimal ist die Team-WM auf der Langbahn bislang
ausgetragen worden. Dreimal hat Deutschland den Titel
geholt. Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser und
Newcomer Martin Smolinski werden am 4. September im
französischen Morizes die schwarz-rot-goldenen Farben
vertreten. An die Stätte ihres ersten Erfolges wird die
deutsche Langbahn-Nationalmannschaft Anfang September
zurückkehren. Dort, wo 2007 Gerd Riss, Matten Kröger,
Stephan Katt und Enrico Janoschka bei der Premiere des
neuen Wettbewerbes erstmals den WM-Titel für den DMSB
einfahren konnten, geht es 2010 um die neuerliche
Titelverteidigung und Titel Nummer 4 in Folge. «Es wird
schwer werden», glaubt Teammanager Josef Hukelmann: «Wir
werden aber die Herausforderung annehmen, wenngleich wir
auch großen Respekt vor den Gegner, vor allem vor den
Franzosen und Niederländern haben.» Mit Matten Kröger (Bokel)
und Stephan Katt (Neuwittenbek) sind zwei erfahrene
Piloten nominiert. Kröger ist als einziger zum vierten
Mal in Folge im DMSB-Team mit dabei - und erstmals
Kapitän. «Er ist einer, auf den man sich verlassen kann,
wenn Druck aufkommt», urteilt Teammanager Hukelmann über
ihn. Auch auf den nach seinem schweren Sturz in St.
Macaire wieder genesenen Stephan Katt hält Hukelmann
große Stücke: «Er hat die Saison stark angefangen und
danach viel Pech. Ich bin sicher, dass er in Morizes
zeigen wird, was er kann.» Der in der Langbahn-Einzel-WM
mit Rang 3 derzeit bestplatzierte Fahrer Richard Speiser
(Börwang) gehört nach seinem Debüt 2009 ebenfalls wieder
zum deutschen Aufgebot. Hukelmann: «Er ist ein
Allrounder und einer, der durch seine guten Ergebnisse -
auch unter schwierigen Bedingungen - einfach
dazugehört.» Top-Leistungen hat auch Martin Smolinski
(Olching) in diesem Jahr gezeigt. Der mehrfache Deutsche
Meister im Speedway fährt seine erste Saison auf der
Langbahn und sorgte vielerorts für Überraschungen und so
manchen Fight. «Seine Resultate habe ich das ganze Jahr
über sehr penibel verfolgt», sagt Hukelmann: «Er ist der
Emporkömmling des Jahres und daher auch würdig, in
seinem Debütjahr für das Nationalteam zu fahren.» Mit
Gerd Riss wird die bisherige Nummer 1 verletzungsbedingt
fehlen. «Wir werden in Frankreich auch für ihn fahren“,
sagt Hukelmann. Seine Fahrer werde er zwar auf Gold
einschwören, er könne aber auch mit einem Podestplatz
gut leben. Als Ersatz steht mit Jörg Tebbe (Dohren) ein
fünfter starker Mann zur Verfügung.
Speiser will WM Bronze
Am kommenden Sonntag findet in Eenrum der vierte
Langbahn-WM-Finallauf statt. Richard Speiser ist derzeit
bester Deutscher in der WM. Nachdem Stephan Katt und
Gerd Riss verletzungsbedingt aus dem Titelrennen
ausgeschieden sind, bestehen nur noch theoretische
Chancen auf einen deutschen Weltmeister 2010. Derzeit
auf Rang drei in der Gesamtwertung ist Richard Speiser,
der seinen dritten Platz bis zum Jahresende halten will.
Speiser: «Vorrangig will ich meinen dritten Platz in der
Gesamtwertung sichern. Als Rennfahrer will man zwar
immer gewinnen, dann muss aber auch alles passen. Die
anderen Fahrer sind auch sehr schnell. Wenn ich den GP
nicht gewinne, aber meinen dritten Platz festigen kann,
freut mich das mindestens genauso sehr.» Für Matthias
Kröger ist das Podium auch noch in Reichweite. Mit 50
Punkten liegt er acht Punkte hinter Speiser. Auch
Stephan Katt ist eine Aufholjagd zuzutrauen. Der
Neuwittenbeker der gerade den deutschen Meistertitel
eingesackt hat, fehlte auf Grund einer Verletzung, beim
zweiten GP-Lauf. Die 18 Punkte Rückstand auf den
Drittplatzierten aufzuholen, sind für ihn bei noch drei
ausstehenden Läufen eine machbare Aufgabe.
(Quelle Text: speedweek.de - Manuel Wuest vom
17.08.2010)
Platz 5 bei der DM in Scheeßel
„Es war nicht ganz das Ergebnis das ich mir vorgestellt
hatte, aber an diesem Tag war einfach nicht mehr drin.
Die 1000m-Bahn war nicht ganz nach meinem Geschmack und
die Starts nicht 100-prozentig. Im ersten Lauf war ich
schon auf Platz 2 hinter Bernd Diener, dann wurde der
Lauf aber wegen eines Sturzes von Jörg Tebbe
abgebrochen. Beim Restart habe ich in der ersten Kurve
einen bösen Strahl erwischt und war Stockletzter bis ich
wieder etwas sehen konnte. Im Finale konnte ich noch
einen vierten Platz herausfahren aber die Punkte
reichten insgesamt nur für Platz 5“, so Speiser nach dem
Rennen.
10.08.2010
Speiser schrammt mit Plattfuß
am Podest vorbei
Als Viertbester Europas ist Richard Speiser von der
Grasbahn-EM im französischen La Reole zurückgekehrt. Der
23-Jährige Börwanger, der vor zwei Jahren schon einmal
Vize-Europameister geworden ist, haderte mit dem
Schicksal: „Ich habe im Finallauf bei einem
Überholversuch die Bande berührt und mir einen Platten
eingefangen. Danach war nichts mehr drin. Die Bahn war
nicht schlecht und hat mir gelegen. Allerdings hat es
sehr gestaubt“, sagte Speiser nach dem Rennen. Genau
dieser Staub war es auch, der schließlich nicht mehr als
Platz vier zuließ: „Ich wollte außen am vor mir
fahrenden Martin Smolinski vorbei.“ Was im Vorlauf schon
einmal geklappt hatte, wollte im Finale nicht glücken:
„Ich kam in eine Staubwolke, habe kurzfristig nichts
mehr gesehen und touchierte mit der Bande.“ Obwohl
Speiser im alles entscheidenden Finale weiterfahren
konnte, blieb ein gravierendes Handicap: „Mit Plattfuß
war in eineinhalb noch ausstehenden Runden nichts mehr
zu machen.“ Bitter für Speiser - Inklusive des
Europameisters Andrew Appleton (Großbritannien) hatte
Speiser alle vor ihm platzierten, Theo Pijper
(Niederlande) und Martin Smolinski (Deutschland), in den
Vorläufen geschlagen. Das Reglement sieht allerdings
vor, dass ausschließlich das Finale entscheidet. Ein
Sieg und drei zweite Plätze standen bis dahin zu Buche.
Gemeinsam mit Smolinski lag Speiser nur einen Punkt
hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Appleton. „Der
vierte Platz bei einer EM ist natürlich ärgerlich“,
meinte der Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008,
der dafür sorgen will, dass es am kommenden Wochenende
mehr wird als der erste Platz nach dem Podest. Dann
nämlich geht es im niedersächsischen Scheeßel um die
Deutsche Langbahnmeisterschaft. Und darum, im Langbahn
stärksten Land der Welt zu zeigen, wer zur deutschen
Elite des Jahres 2010 gehört.
04.08.2010
Heimsieg mit dem AC Landshut
und neuer Sponsor HL-Bau
Die Landshut Devils schlagen die Diedenbergen Rockets
mit 46:41, Richard konnte 6+2 Punkte zum Sieg
beisteuern. Der AC Landshut bleibt in der 1. Speedway
Bundesliga damit weiterhin ungeschlagen und kann nun
beim letzten Vorrundenrennen am 27. August in Güstrow
den erhofften Finaleinzug perfekt machen. „Die Bahn war
in einem super Zustand aber für meinen Geschmack etwas
zu glatt. Dazu musste ich vier von sechs mal von
Startplatz „weiss“ starten, was der mit Abstand
schlechteste Startplatz in Landshut ist – da hat man am
Start schon verloren…“ so Richi. „Zweimal muss ich beim
Heimrennen sowieso von „weiss“ starten, dann hatte ich
Pech im Finale und musste wieder von dort losfahren, und
einmal musste ich mit Smolinski tauschen weil er den
Joker abfangen sollte.“ Der Joker holte dennoch volle
Punktzahl und der beste Startplatz „rot“ war weg.
Speiser: „Meine Starts waren gemessen an den
Startplätzen gut, und die Zuschauer haben wenigstens
heiße Fights sehen können. Dazu haben wir das Rennen
gewonnen und holen uns jetzt das Finale nach Landshut!“
Dem aufmerksamen Zuschauer wird auch ein neuer Sponsor
am Bike und Anzug aufgefallen sein: HL-Bau aus
Ergoldsbach (www.lehner-heinrich.de) unterstützt nun neben dem AC Landshut auch
das Speiser-Racing-Team!
Landshut Devils- 46
Martin Smolinski (3,2,2,2*,3,1*) - 13+2
Piotr Protasiewicz (2*,3,3,3,3,2) - 16+1
Richard Speiser (3,0,1*,1,0,1*) - 6+2
Herbert Rudolph (1,1,0,1*,0) - 3+1
Max Dilger (1,2,2,1,2) - 8
Diedenbergen Rockets- 41
Tomasz Jedrzejak (1,6!,3,3,1*,3) - 17+1
Christian Hefenbrock (S,0,2,EX,2*,3) - 7+1
Lewis Bridger (2,1,3,2,2,0) - 10
Denis Wienke (0,0,1,0,0) - 1
Frank Facher (2,0,3,1,0) - 6
19.07.2010
Platz 2 beim Heimrennen auf der
Grasbahn in Memmingen
"Ich komme nicht um hinterher zu fahren", so die Ansage
von Richi Speiser im Vorfeld zu seinem Heimrennen am
gestrigen Sonntag in Memmingen. In einem hochkarätig
besetzten Fahrerfeld, das neben Richard Speiser weitere
fünf aktuelle Grand Prix Piloten beinhaltete, war dies
natürlich keine leichte Aufgabe. Doch hoch motiviert vor
heimischer Kulisse mit rund 3500 Zuschauern konnte er
seine aktuelle Topform, die sich auch mit derzeit Rang 3
in der Weltmeisterschaft wieder spiegelt, mit am Ende
Platz 2 erneut unterstreichen. In zwei seiner Vorläufe
konnte er sich gegen den am Ende ganz oben stehenden
Martin Smolinski durchsetzen, im Endlauf musste er ihm
jedoch nach einem nicht ganz so guten Start den
Vortritt lassen. Auf den Sand- und Grasbahnen sind Richi
Speiser und Martin Smolinski Konkurrenten, am kommenden
Samstag werden beide wieder zusammen im Team der AC
Landshut Devils gegen die Gäste aus Diedenbergen um
wichtige Punkte zur Speedway Bundesliga fahren.
15.07.2010
Platz 4 beim Grand Prix in
Marmande, Platz 3 in der WM-Tabelle und schwerer Sturz
von Gerd Riss
Wieder kam es bei einem Finalrenenn zur
Langbahnweltmeisterschaft zu einem folgenschweren Sturz:
Im zweiten Durchgang beim Finalrennen in Marmande kamen
Gerd Riss, Joonas Kylmäkorpi und Stephane Tresarrieu zu
Sturz. Während der in der Gesamtwertung führende Finne
Kylmäkorpi das Rennen fortsetzen konnte war der Abend
für Titelverteidiger Riss sowie den Franzosen Tresarrieu
gelaufen. Gerd Riss hat sich Verletzungen an den Rippen
und an den Halswirbeln davon getragen haben. Aktuelle
Informationen zu seinem Gesundheitszustand auf
www.gerdriss.de. Das Speiser-Racing-Team wünscht gute
Besserung und hofft auf eine baldige Genesung. Bester
deutscher Fahrer war Richard Speiser, der als
Viertplatzierter das Rennen in Marmande beendete.
Speiser: „Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden. Ich
hatte den ganzen Abend über nicht einmal den guten
äußeren Startplatz und bin so wie es gelaufen ist sehr
zufrieden.“ Speiser war der einzige Deutsche der es in
den Tagesendlauf geschafft hatte. Matten Kröger
verpasste die Qualifikation für den Endlauf denkbar
knapp und auch für Stephan Katt, Enrico Janoschka und
Herbert Rudolph war nach den Halbfinals Schluss. „Die
Bahn war löchrig und schwierig zu fahren und ich war
einfach nur froh, als das Rennen vorbei war. Gerd`s
Crash sah richtig böse aus – man konnte von der
Entfernung aber nicht richtig sehen was passiert war.
Sobald er in Deutschland ist werden wir ihn gleich im
Krankenhaus besuchen.“ In der Gesamtwertung hat der
Finne Kylmäkorpi nun 17 Punkte vor dem Zweitplatzierten
Theo Pijper aus den Niederlanden. Bester Deutscher ist
Richard Speiser auf Rang drei der 23 Punkte Rückstand
auf den führenden Kylmäkorpi hat. „Auf den Titel zu
schielen wäre jetzt vermessen. Das ist zu weit weg und
war auch nicht mein Ziel. Der dritte Platz in der
Gesamtwertung ist bisher ein toller Erfolg“, so Speiser.
Der nächste Finallauf zur Langbahnweltmeisterschaft
findet am 22.08. in Eenrum/ Niederlande statt.
Ergebnis Langbahn WM Finale 3 – Marmande/ Frankreich
1. Jooans Kylmäkorpi (FIN) 28, 2. Jannick de Jong (NL)
26, 3. Theo Pijper (NL) 20, 4. Richard Speiser (DE) 22,
5. Jerome Lespinasse (FRA) 17, 6. Dirk Fabriek (NL) 16,
7. Matthias Kröger (DE) 16, 8. Matthieu Tresarrieu (FRA)
15, 9. Enrico Janoschka (DE) 13, 10. Stephan Katt (DE)
11, 11. Glenn Phillips (GB) 9, 12. Herbert Rudolph (DE)
8, 13. Andrew Appleton (GB) 7, 14. Gabriel Dubernard (FRA)
4, 15. Jörg Tebbe (DE) 4, 16. Gerd Riss (DE) 3, 17.
Philippe Ostyn (FRA) 2, 18. Stephane Tresarrieu (FRA) 2,
19. Jan Pape (DE) 2, 20. Richard Wollf (CZE) 0
17.06.2010
Speiser qualifiziert sich für´s
Grasbahn EM Finale
Mit drei Laufsiegen und einem zweiten Rang in den
Vorläufen hat sich Richard Speiser in Bielefeld direkt
für das Grasbahn EM Finale, das am 07.08.2010 in La
Reole / FR ausgetragen wird, qualifiziert. Im A-Finale,
das für die Qualifikation für´s Finale nicht mehr von
Bedeutung war und es lediglich noch um die Tageswertung
ging, belegte Speiser Rang 4.
Mit zwei Laufsiegen, zweimal Rang zwei aus den
Vorläufen, einem zweiten Platz im Halbfinale und einem
vierten Rang im Finale - somit Rang 4 in der
Endabrechnung konnte sich Speiser beim 2. Grand Prix der
Langbahn Weltmeisterschaft in St. Macaire / FR
vergangenen Samstag unter den Top 5 der Weltrangliste
einreihen und behauptet derzeit mit 36 Punkten Rang 4
hinter Joonas Kylmäkorpi, Gerd Riss und Theo Pijper.
11.05.2010
Neuer Sponsor Firma P.
Collection
Mit der Firma P.Collection haben wir einen neuen starken
Partner gefunden, der auch Bahnsportgrößen wie Gerd Riss
unterstützt. Als Hersteller von Qualitäts-Schreibgeräten
„Made in Germany“ liefert P.Collection seit 1990
ausschließlich über den Werbeartikelhandel ein
umfangreiches und attraktives Sortiment von
Schreibgeräten für individuelle Werbebotschaften in
aller Welt. Den Link zur Seite finden Sie hier (www.pcollection.de)
und ab sofort auf der Sponsoren-Seite des Speiser Racing
Teams. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!
04.05.2010
Erfolgreicher Saisonstart
Mit zwei Siegen, einem dritten und einem vierten Platz
in den Vorläufen, einem dritten Platz im Halbfinale und
einem vierten Rang im Finale sicherte sich Richard
Speiser vergangenen Samstag beim internationalen
Sandbahnrennen in Dingolfing Gesamtrang 4. Einen Tag
später konnte er mit zwei Laufsiegen, einem zweiten Rang
und etwas Glück auf seiner Seite, beim Auslosen der
Platzierungen 1-3 nach witterungsbedingtem Rennabbruch
nach dem dritten Durchgang, das internationale
Speedwayrennen in Pfaffenhofen gewinnen.
02.04.2010
Hallo Bahnsportfans!
Nun habt ihr lange nichts mehr von mir gehört, was daran
liegt, dass ich im Winter genauso beschäftigt bin, wie
im Sommer. Da ich ja „nebenzu“ noch Maschinenbau
studiere, muss ich im Wintersemester immer das
nachholen, wozu ich im Sommer nicht gekommen bin. Diesen
Winter stand mein 2. Praxissemester an, das ich bei BMW
Motorrad in München machen konnte. Dort war ich in der
Abteilung „Entwicklung Karosserie tätig, in der auch
Schorsch Hack lange Jahre tätig war. Ich hatte eine
super Zeit dort, und die Arbeit mit und an Prototypen,
von denen andere noch nicht einmal wissen, dass sie
existieren werden, ist natürlich genial. Besonders
gefallen hat mir natürlich die S1000RR, auf der ich
schon lange vor dem Verkaufsstart unterwegs war. Ein
echtes Super-Bike - extrem handlich und Leistung ohne
Ende, mit nur einem Manko: Trotz mehrerer Versuche habe
ich es nicht geschafft, eine 3 vorne am Digitaltacho
stehen zu haben – wie sie später herausstellte, lag das
aber nur daran, dass der Digitaltacho bei 299km/h
aufhört zu zählen… Nun habe ich noch zwei Semester und
eine Diplomarbeit vor mir, bevor mir dann der Walter
Aust (WACO) „Dipl. Ing. Speiser“ auf den Anzug nähen
darf. Dafür gebe ich jetzt natürlich noch richtig
Vollgas im Studium – was aber nicht heißt, dass ich auf
der Bahn weniger Gas geben werde. Im Gegenteil, die
Vorbereitung laufen seit Monaten schon auf Hochtouren
und dass die meisten Trainings bisher ins Wasser fielen,
kann mich nicht aus der Ruhe bringen. Dank meinem Spezl
„Eispeter“, der jedes Jahr eine wunderbare Eisbahn
zaubert, kann ich die Winterpause immer mit Speedway mit
8mm-Spikes und ein paar Runden richtigem Eisspeedway
angenehm verkürzen. Dabei gab es dieses Jahr auch einen
kleinen Zwischenfall: Ich habe mir den Ring- und den
kleinen Finger an den Spikes etwas nachhaltig
deformiert, was dann im Krankenhaus genäht werden
musste. Aber keine Sorge – außer etwas Kraftverlust in
der Hand durch den Trainingsausfall hatte ich keine
Probleme beim Speedway in Berghaupten und Herxheim.
Sorgen machen mir momentan eigentlich nur die neuen
Schalldämpfer. Wenn sie schon im Eisspeedway bei
Minustemperaturen zu Motorschäden und Hitzekollapsen
führen, was soll dann erst bei 30°C auf einer 1000m-Bahn
passieren??? Natürlich bin ich dafür die Lautstärke zu
reduzieren, wenn damit Veranstaltern wie Pocking und
Olching geholfen werden kann, aber doch nicht ohne das
vorher ausreichend zu testen und abzusichern. Bei einem
Motorschaden sind schon mal locker 5000€ vernichtet –
Kosten, auf denen wir Fahrer sitzen bleiben! Und das ist
besonders bitter, wenn es nur daran liegt, weil die FIM
geschlampt hat. Die Einführung zu verschieben war auf
jeden Fall schon mal eine gute Entscheidung, und ich
hoffe, dass sich das Problem noch lösen lässt, bevor uns
die Motoren reihenweise um die Ohren fliegen. Meine neu
aufgebauten Langbahn-Bikes kann ich hoffentlich am 10.4.
in Herxheim testen, bevor ich mein erstes Rennen am
25.4. in Schwarme fahren werde. Ansonsten hoffe ich
darauf, nach 2 Jahren mal wieder eine Saison unverletzt
zu überstehen – mit dem AC Landshut den Deutschen- und
mit der Nationalmannschaft den WM-Titel zu verteidigen
und in der Einzel-WM um einige Plätze nach vorne zu
rücken. Ich wünsche euch Fans eine spannende Saison und
hoffe, euch zahlreich an den Rennplätzen zu sehen! Euer
Richi
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