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09.02.2012

Speiser ist nicht nur auf eisigen Abwegen
Winter ist’s - und damit eigentlich Ruhezeit für einen Bahnsportler. Nicht so bei Richard Speiser: „Ich unterstütze, wie schon im vergangenen Jahr, meinen Freund und Eisspeedway-Pilot Thomas Wiest.“ Schmunzelnd und augenzwinkernd fügt Speiser hinzu: „So schnell geht’s: Vom Vize-Weltmeister zum Mechaniker!“ In Weissenbach wurde Thomas Wiest übrigens Dritter, beim WM-Vorlauf in St. Johann harrte der Dietmannsrieder als Reservefahrer aus und kam einmal zum Einsatz.

 

 

Neben der Mechaniker-Tätigkeit schreibt Richard Speiser an seiner Diplom-Arbeit, führt Gespräche mit Sponsoren und verhandelt mit diversen Clubs: „Ich möchte in diesem Jahr in jedem Fall wieder Speedway-Liga fahren. Wo das sein wird, steht derzeit noch nicht sicher fest.“ Ganz nebenbei laufen auch die persönlichen Vorbereitungen: „An jedem Montagabend bin ich beim Supermoto und halte mich damit fit.“ Vergangenen Montag setzte das Training etwas verspätet ein: Speiser wurde von der Stadt Memmingen für herausragende, sportliche Leistungen geehrt.

 

 

05.12.2011

Speiser auch beim DMSB ausgezeichnet
Die große Familie des Automobil- und Motorradsport ist am vergangenen Samstag in Frankfurt zusammengekommen. 80 Sportlerinnen und Sportler und Vertreter von Rennteams konnten DMSB-Präsident Torsten Johne und dessen Präsidiumskollegen dabei für besondere Verdienste auszeichnen. Langbahn-Team Weltmeister Richard Speiser war einer von ihnen. Es war Speisers dritter Team-WM-Titel - und zum dritten Mal war der 24-jährige Börwanger nach Frankfurt zur Gala der Meister geladen. „Leider war Sebastian Vettel wegen anderer Verpflichtungen auch dieses Jahr nicht mit dabei“, bedauerte Speiser. Dennoch wähnte sich Deutschlands erfolgreichster WM-Pilot in illustrer Gesellschaft: Neben Speisers Nationalmannschaftskollegen Stephan Katt und Jörg Tebbe feierten unter anderem auch die Top drei der DTM, Martin Tomczyk, Mattias Ekström und Bruno Spengler und mit Hans-Jürgen Abt (Team Audi Sport Team Abt Sportsline), Axel Randolph (AMG Mercedes) und Ernst Moser (Audi Sport Team Phoenix) die Vertreter der erfolgreichen Teams ihre Erfolge und nahmen die begehrten Glaspokale entgegen. Jenen Sportlern, die im nun zu Ende gehenden Jahr um Punkte und Pokale gekämpft haben und das entscheidende Quäntchen besser als andere waren, galt Johnes Anerkennung. Neben Moto2-Weltmeister Stefan Bradl, Motocross-Champion Ken Roczen und Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel hob der DMSB-Präsident vor rund 300 geladenen Gästen auch die Langbahn-Team-Weltmeister Stephan Katt, Richard Speiser, Martin Smolinski und Jörg Tebbe als eine von wenigen hervor: „Bereits zum fünften Mal in Folge wurde unsere Mannschaft Weltmeister - und das so überlegen wie nie zuvor!“
 

 

Sie wurden aus der Kategorie Bahnsport bei der Meisterfeier des Deutschen Motorsportbundes ausgezeichnet: Die Langbahn-Team-Weltmeister Richard Speiser, Stephan Katt und Jörg Tebbe (vorne von links) sowie Stefan Brandhofer (hinten rechts) und Daniel Eibl, die Deutschen Meister in der Seitenwagenklasse

 

28.11.2011

Richard Speiser auf dem Titelblatt der aktuellen Ausgabe von Bahnsport-Aktuell

 

 

21.11.2011

100 Gäste feiern mit Richard Speiser eine erfolgreiche Saison
Der Langbahn-Vize-Weltmeister und Team-Weltmeister lud - und über 100 Gäste kamen. Stephan Katt, Jörg Tebbe, Bernd Diener, Matten Kröger, Gerd Riss und viele andere Bahnsport-Piloten gaben Richard Speiser bei dessen WM-Feier die Ehre. Und selbstverständlich nutzte Speiser seinen ganz persönlichen Saisonabschluss auch, um zahlreiche Weggenossen und Unterstützer ins Gasthaus Adler nach Unterthingau zu laden. Beim nächtlichen Bierkistenrennen siegte Dani Bacher. Im Melkwettbewerb unterlagen die Süddeutschen den Nordlichtern, im Einzel stand Jörg Tebbe am Ende ganz oben. Bei der Feier bis in die frühen Morgenstunden kamen auch die Bahnsportfachgespräche und die Unterhaltung nicht zu kurz. Bilder und Videos sind in der Gallery vorzufinden.

 

10.11.2011

Vize-Weltmeister Speiser erhält Sonderehrung
Vize-Weltmeister in der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft, zum dritten Mal in Folge Team-Weltmeister: Richard Speiser gehörte 2011 zu den besten Piloten in der Langbahn-Szene. Für seine beiden Titel wurde der Börwangener am vergangenen Wochenende im Rahmen der Feierlichkeiten der Süddeutschen Bahnmeisterschafts-Veranstalter in Herxheim/Pfalz vor 250 Fahrerkollegen, Fans und Gästen in der Kategorie „besondere Erfolge“ ausgezeichnet. In der süddeutschen Bahnmeisterschafts-Wertung reichte es in der Internationalen Soloklasse hingegen „nur“ zu Platz vier. „Mit Herxheim, Wolfegg und Melsungen habe ich 2011 lediglich drei Rennen bestritten, die für die Süddeutsche Bahnmeisterschaft angerechnet werden“, erklärte der 24-Jährige. Die Konkurrenz verzeichnete deutlich mehr Einsätze. Ob sich an der Anzahl der SBM-Rennteilnahmen und damit der Möglichkeit, häufiger zu punkten im kommenden Jahr etwas ändern lässt, vermochte der AMC Memmingen Pilot noch nicht zu sagen. In Herxheim jedenfalls machte Speiser deutlich, dass er 2012 auch die kürzeren Speedwaybahnen wieder deutlich verstärkter in Angriff nehmen will. Gratulieren konnte Richard Speiser allerdings seinen Memminger Clubkameraden Tommy Kunert und Sandro Wassermann. Mit seinem Beifahrer Markus Eibl holte sich der neunfache Seitenwagen-Europameister Kunert zum wiederholten Mal den Sieg in der SBM-Wertung der Kategorie Internationale Lizenz Seitenwagen. Sandro Wassermann siegte in der Kategorie Junioren B.

 

Auch zu lesen auf www.speedweek.de

 

27.10.2011

Es war erneut meine beste Saison - zum dritten Mal in Folge
Sportler des Jahres als Clubfahrer des AMC Memmingen, zum dritten Mal Team-Weltmeister mit der Langbahn-Nationalmannschaft und als Krönung Vize-Weltmeister in der Langbahn-Einzel-WM: Richard Speiser hat 2011 einiges an Erfolgen eingefahren. Mit allem war der 24-jährige Börwanger dennoch nicht zufrieden. Im Interview erzählt Speiser von den Höhen der Saison, seinem Verbesserungspotenzial und seinen Zielen 2012.

Frage: 2009 Neunter der Weltmeisterschaft als WM-Neuling, 2011 Vize-Weltmeister. Wie siehst du selbst diesen Aufstieg in die WM-Spitze?
Speiser: Es freut mich natürlich ungemein, wie diese Saisons über die Bühne gegangen sind. Schon mit dem dritten Platz im vergangenen Jahr hat sich für mich ein Traum erfüllt. Dass es 2011 nun zum Vizetitel gereicht hat, war einfach nur fantastisch. Gepunktet habe ich, wie auch schon im Jahr zuvor, nicht durch spektakuläre Grand Prix Siege, sondern durch Konstanz. Bei den sechs WM-Läufen hatte ich nur einen einzigen technischen Ausfall und war fünf Mal im Finale der sechs Punktbesten.
 

Frage: 2010 Dritter, 2011 WM-Zweiter: Lautet die Losung nun Weltmeister 2012?
Speiser: Ich wäre nicht Rennsportler, wäre es nicht mein Ziel, Weltmeister zu werden. Allerdings darf man auch nicht vermessen sein: Ein solcher Titel lässt sich nicht einfach nur planen und umsetzen. Es braucht auch sehr viel Glück dafür und alles muss passen. Ich denke, ich habe in der Langbahn-WM eine gute Entwicklung gemacht. Am Ende des Weges bin ich noch lange nicht. Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, Weltmeister Joonas Kylmäkorpi 2012 das Leben so schwer wie möglich zu machen. Aber ich befürchte: Dieses Ziel verfolgen auch andere. Beim Griff zu den Sternen muss man sich Jahr für Jahr auch immer wieder eines bewusst machen: Im Grunde genommen ist es auch schon perfekt, die WM unter den Top fünf zu beenden - und die Saison unfallfrei zu überstehen.
 

Frage: International warst du 2011 top. Bei der Deutschen Meisterschaft lief es nicht ganz so optimal….
Speiser: Das ist richtig. In der Langbahn-WM wurde ich Fünter, bei der Speedway-Mannschaftsmeisterschaft mit Wolfslake Vizemeister - und auf die Deutsche Speedwaymeisterschaft habe ich verzichtet. Bei der Langbahn-DM in Herxheim war ich einfach nicht schnell genug. Auf der kürzeren Speedwaybahn war ich in diesem Jahr einfach zu selten unterwegs. Vier, fünf Rennen reichen einfach nicht aus, um dort mit den Großen des Sports mithalten zu können. Aber immerhin lief es zum Ende der Saison besser: Beim Goldenen Band in Olching konnte ich sogar einen fünften Gesamtrang einfahren.
 

Frage: Wird es irgendwann eine Spezialisierung zu Gunsten der Langbahn geben?
Speiser: Im Moment ist das nicht geplant. Ganz im Gegenteil: Geht es nach mir, würde ich gerne wieder mehr Speedway fahren. In Deutschland ist das nicht möglich. Einsätze in ausländischen Ligen kollidieren leider sehr oft auch wieder mit jenen in der Langbahn-Weltmeisterschaft. Man wird sehen. Derzeit laufen die Gespräche mit den Sponsoren. Ich strebe jetzt, nach Ende meines Studiums, eine Profikarriere an. Es ist aber noch nicht sicher, ob sich dies auch realisieren lässt.
 

Frage: 25 Rennen und 40000 Kilometer hast du hinter dich gebracht. An was erinnerst du dich ganz spontan beim Gedanken an die Saison 2011?
Speiser: Dass wir dieses Jahr zwar in Norwegen, Dänemark, Finnland, Schweden, England, Holland, Frankreich und Deutschland zu Renneinsätzen gewesen sind, die Saison trotzdem wahnsinnig schnell, für mich schon fast zu schnell, wieder vorbei gewesen ist.
 

Frage: Geht der Sommersportler nun in die ruhige Winterpause?
Speiser: Winterpause: ja! ruhig: nein! In den kommenden Wochen stehen zahlreiche Ehrungen an, meine Diplomarbeit muss diesen Winter geschrieben werden und man unterschätzt den Aufwand und die Vorlaufzeit, den und die es braucht, um die neue Saison wieder vorzubereiten. Trotzdem soll jetzt noch Zeit sein, um im Freundes- und Verwandtenkreis die Vize-Weltmeisterschaft und meine dritte Langbahn-Team-WM auch gebührend zu feiern.

 

19.09.2011

Artikel auf Motorsport Aktuell - Speiser Vizeweltmeister hinter Kylmäkorpi

http://www.motorsport-aktuell.com/motorrad/bahnsport-speiser-vizeweltmeister-hinter-kylmaekorpi-4012164.html

 

19.09.2011

Artikel auf Speedweek - Richard Speiser holt sich WM Silber

http://www.speedweek.ch/Bahnsport/news/21811/Richard-Speiser-holt-sich-WM-Silber.html
 

18.09.2011

Speiser holt sich WM-Silber
Dramatik pur: Richard Speiser machte es auch in diesem Jahr spannend. Am Ende sicherte er sich beim sechsten und letzen Langbahn-WM Grand Prix in Morizes/Frankreich hinter dem Finnen Joonas Kylmäkorpi den Vize-Weltmeistertitel. Was für ein Rennen! Was für eine Dramaturgie! Zwölf Punkte trennten Richard vor dem letzten Grand Prix vom Vize-WM-Titel. Zwei waren es am Ende. Gleich im ersten Lauf musste Speiser zu Boden: „Glen Phillips hat mich mitgerissen. Da dachte ich: Jetzt ist alles aus!“ Der Engländer wurde disqualifiziert. Speiser schaffte beim Rerun trotz angeschlagenem Maschinenmaterial einen zweiten Platz. Auch im zweiten Lauf konnte Speiser mit einem drittem Rang punkten. Doch dann kamen die Vorläufe drei und vier und damit auch die magere Ausbeute von nur einem Punkt: „Ich hatte schlechte Startplätze, war eingezwickt und immer, wenn ich außen zum Überholen ansetzen wollte, habe ich aufgrund der Staubentwicklung nichts mehr gesehen.“ Die acht erzielten Vorlaufpunkte genügten zwar für das Halbfinale, der Einzug in den Lauf der besten Sechs blieb Speiser aber definitiv versagt. Parallel punkteten andere: Joonas Kylmäkorpi beispielsweise, der bereits nach den Vorläufen endgültig als Weltmeister feststand. Aber auch Stephan Katt, der Speiser noch vom Thron des Vize-Weltmeisters hätte stürzen können. Katt schrieb in seinem Semi hinter Theo Pijper vier Punkte, Speiser im zweiten Halbfinale hinter Stephane Tresarrieu, Dirk Fabriek und Mathieu Tressarieu deren zwei. Damit war klar: Gewinnt Katt das Finale, gibt es ein Stechen zwischen ihm und Speiser um die Silbermedaille. Der Börwanger blieb im Endlauf erstmals in der laufenden Saison außen vor und musste zuschauen: „Eine totale Katastrophe und Anspannung pur!“ Sportlich fair wünschte er seinem Neuwittenbeker Nationalmannschaftskollegen dennoch viel Erfolg: „Ich hätte auch damit leben können, wenn er den Grand Prix gewinnt. Der Ausgang so ist mir natürlich lieber.“ Ausgerechnet Katt war es, der Speiser 2010 durch seinen Sieg in Marienbad und dem entscheidenden Punkt weniger für Appleton schon zu WM-Platz drei verholfen hat. Im WM-Finale 2011 fuhr der Deutsche Langbahnmeister der Jahre 2010 und 2011 als Vierter über die Ziellinie und profitierte noch von der Disqualifikation Kylmäkorpis wegen Durchfahren des Innenfelds. Der dritte Gesamtrang Katts im Finale sorgte für Speisers siebten Himmel: „Ich bin einfach nur glücklich über diesen Vize-WM-Titel.“ Mit fünf Finalteilnahmen, einem zweiten, einem dritten, zwei vierten, einem fünften und einem achten Rang punktete der 24-jährige Börwanger sehr konstant - und schaffte damit seinen bislang größten Erfolg in der Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft.

Ergebnis Grand Prix 6 Morizes (A-Finale Wertung auf den Plätzen eins bis sechs):
1. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 26 Punkte; 2. Theo Pijper, Niederlande, 24; 3. Stephan Katt, Deutschland, 20; 4. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 20; 5. Dirk Fabriek, Niederlande, 18; 6. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 19; 7. Jerome Lespinasse, Frankreich, 12; 8. Richard Speiser, Deutschland, und Aki Pekka Mustonen, Finnland, je 10; 10. Richard Hall, Großbritannien, 10; 11. Herbert Rudolph, Deutschland, 9; 12. David Bellego, Frankreich, 8; 13. Matten Kröger, Deutschland, 8; 14. Josef Franc, Tschechien, 7; 15. Glen Phillips, Großbritannien, 7; 16. Martin Smolinski, Deutschland, 7; 17. Jörg Tebbe, Deutschland, 7; 18. Andrew Appleton, Großbritannien, 3.

WM-Endstand:
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 127; 2. Richard Speiser, Deutschland, 103; 3. Stephan Katt, Deutschland, 101; 4. Theo Pijper, Niederlande, 96; 5. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 90; 6. Martin Smolinski, Deutschland, 83; 7. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 75; 8. Matten Kröger, Deutschland, 73; 9. Herbert Rudolph, Deutschland, 70; 10. Dirk Fabriek, Niederlande, 59; 11. Jörg Tebbe, Deutschland, 58; 12. Glen Phillips, Großbritannien, 53; 13. Josef Franc, Tschechien, 51; 14. Richard Hall, Großbritannien, 50; 15. Andrew Appleton, Großbritannien, 48; 16. Jerome Lespinasse, Frankreich, 39; 17. Aki Pekka Mustonen, Finnland, 37; 18. David Bellego, Frankreich, 23.

 

16.09.2011

Würdelos, unsportlich und unfair
Es überrascht mich doch sehr, wie die Vorfälle des Grand Prix in Vechta bewertet und mit welcher Aggression sie geführt werden. Viele der Aussagen in den Fachmedien und den Kommentaren von Robert Barth und Martin Smolinski sind faktisch falsch. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen, die Situation aus meiner Sicht zu schildern. Tatsache ist, dass vor dem Finallauf ein Bahndienst stattgefunden hat, der wohl offensichtlich nicht von den Verantwortlichen aus vorgesehen war und der die Bahn veränderte. Wer diesen Bahndienst veranlasst hat, weiß ich nicht und kann dies auch nicht feststellen. Jedenfalls musste es danach weitergehen. Widersprechen möchte ich der Aussage, dass die Bahn unbefahrbar war. Sie war anders, ja. Aber keinesfalls unbefahrbar. Uns Fahrern wurde von Rennleiter Mario Trupkovic angeboten, vor dem Finale eine Einführungsrunde zu fahren. Martin Smolinski akzeptierte dieses Angebot nicht, nannte eine Stelle im Reglement, drohte mit rechtlichen Konsequenzen. Noch bevor in den Paragraphen geblättert werden konnte, wurden die drei Minuten ausgerufen. Smolinski war als Einziger gegen die Testrunde und verhinderte sie. Nach seinem Sturz war er es, der er sich über die Bahnverhältnisse beschwerte. Smolinski kam in der zweiten Kurve zu Fall, als er versuchte, außen zu überholen. Kylmäkorpi musste ebenfalls zu Boden, um Smolinski nicht zu gefährden. Es ist klar definiert, dass in einem solchen Fall der Lauf abgebrochen und der Abbruchverursacher disqualifiziert werden muss. Schiedsrichter Istvan Darago entschied meiner Meinung nach richtig, indem er Smolinski nicht mehr zuließ. Ich denke nicht, dass sich Darago von Jonas Kylmäkorpi beeinflussen ließ. Ich kann auch nicht bestätigen, dass die Äußerung, die Bahn sei zu gefährlich, vom Schiedsrichter stammt. Fakt ist, dass es einen erneuten Bahndienst gab. Vielleicht auch - aber dies ist eine Mutmaßung meinerseits - weil noch genau jene Fahrer für den Finallauf verblieben sind, die zuvor gerne eine Einführungsrunde gehabt hätten. Definitiv falsch ist, dass ich gedroht haben soll, dass ich nicht mehr fahre, wenn Martin Smolinski noch einmal zugelassen wird. Ich habe mich lediglich dahingehend geäußert, dass ich dann Protest einlegen werde gegen eine meiner Meinung nach unberechtigte Zurücknahme einer Entscheidung, die möglicherweise durch eine Testrunde gar nie zu einer hätte werden müssen. Ich bin lange genug in diesem Sport, um zu wissen: Der Abbruchverursacher wird disqualifiziert. Da gibt es kein Wenn und Aber - und keinerlei Ausnahmen. Ich kann jeden Betroffenen verstehen, der das in diesem Moment für sich nicht akzeptieren kann oder will. Nur noch einmal: Es gibt Regeln - und daran haben wir uns alle zu halten. Was die Erinnerung an diese Tatsache mit „Smolinski ins Gesicht gespuckt“ zu tun haben soll, verstehe ich nicht. Verbale Angriffe gegen Martin Smolinski gab es von meiner Seite aus nicht. Auf welcher Schiene aber nun im Nachhinein Aussagen getätigt werden, finde ich würdelos, unsportlich, unfair und sehr schade. Von Sprüchen wie dass wir eine „aufs Maul brauchen“ müssen Stephan Katt und ich in diesen Tagen lesen. Für was? Wir haben nichts entschieden. Nichts beeinflusst. Nichts getan. Und niemanden gefährdet. Wir sind lediglich unserem Sport nachgegangen. Im Laufe vieler Jahre haben wir gelernt, Schiedsrichterentscheidungen zu akzeptieren. Ist es falsch, dies auch von anderen zu erwarten? Traurig finde ich den gesamten Zwist auch für den Veranstalter, der meiner Meinung nach ein tolles Rennen organisiert hat und für die Zuschauer, die deutlich länger ausharren mussten, als es nötig gewesen wäre. Vechta hinterließ leider einen bitteren Beigeschmack. Für diesen bin aber nicht ich verantwortlich. Für den noch ausstehenden GP in Morizes hoffe ich nun einfach, dass wir uns wieder sportlich in Szene setzen können. Eine andere als diese Bühne brauche ich nicht. Mit sportlichen Grüßen Richard Speiser

 

12.09.2011

Speiser rückt dem Vize-WM-Titel ein gutes Stück näher
Das Glück des Tüchtigen war Richard Speiser beim fünften von sechs WM-Läufen in Vechta zur Seite. Trotz alles anderem als einem optimalen Verlauf des Langbahn Grand Prix wurde der 24-Jährige Börwanger Dritter und festigte seine Position in der WM-Gesamtwertung.
In einem waren sich GP-Sieger Stephan Katt (Neuwittenbek) und der Drittplatzierte Richard Speiser bei der Pressekonferenz einig: „Das war heute wirklich eine anstrengende Sache!“ Alles hatte der WM Lauf im niedersächsischen Vechta mit Patzern der beiden Nationalmannschaftsfahrern in den Vorrunden, Glück und drohender Eskalation im Finale in sich. Am Ende aber fand der fünfte Grand Prix für die beiden Deutschen ein gutes und mehr als versöhnliches Ende.
Speiser begann mit einem zweiten Platz hinter Peppi Rudolph und musste sich im zweiten Vorlauf hinter WM-Leader Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und Martin Smolinski (Olching) einreihen. Nach einem weiteren dritten Rang im dritten Vorlauf hinter Kylmäkorpi und Stephane Tresarrieu (Frankreich) fand sich Speiser im vierten Rennen hinter Martin Smolinski und Stephan Katt wieder. Smolinskis Ausfall bescherte dem Börwanger einen zusätzlichen Punkt - und mit 14 Gesamtzählern eine nicht allzu schlechte Ausgangsbasis für das Halbfinale. Hier aber lief es schlecht für Speiser. Kurz vor der Ziellinie wurde er noch von Peppi Rudolph abgefangen. Platz fünf bedeutete einen einzigen Punkt als Ausbeute. Das Finale der sechs Punktbesten schien in weite Ferne gerückt. Dann aber trug auch die Konkurrenz des zweiten Semis dazu bei, dass 15 Punkte genügten, um in den Endlauf zu kommen. Ein Sturz Smolinskis Ende der ersten Endlauf-Runde sorgte für einen Abbruch, dessen Disqualifikation - und eine sehr emotional geführte Diskussionen nach einem Bahndienst, der die Bahnverhältnisse verändert hatte. „Es ist Sache des Veranstalters, wie die Bahn präpariert wird - und es ist eine Sache des Schiedsrichters, wie entschieden wird“, sagte Speiser später bei der Pressekonferenz zu diesem Thema. Katt entschied den Re-run für sich. Hinter Kylmäkorpi als punktbestem Fahrer des Tages schoss Richard Speiser ins Ziel. Er sicherte sich nicht „nur“ Rang drei, sondern auch drei weitere wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft, die am kommenden Samstag im französischen Morizes endgültig entschieden wird.
Dass Joonas Kylmäkorpi in Sachen WM „durch“ sein dürfte, ist auch dem WM-Zweiten Richard Speiser klar: „Er hat nun 15 Punkte Vorsprung. Aber man sah auch heute: Passieren kann viel!“ Stephan Katt als WM-Dritter und einem Rückstand von zwölf Punkten hat Speiser schon ein klein wenig vorab gratuliert: „Das wird schwierig, ihn noch einzuholen. Aber ich gönne es Richi.“ Speiser strahlte auf dem Siegerpodest und bei der Pressekonferenz: „Ich habe heute ungemein Glück gehabt, dass ich noch ins Finale reingerutscht bin. Hätte jemand nach diesem Auftakt auf dieses Podestergebnis getippt, er hätte eine Superquote gemacht!“

Grand Prix (Endlauf-Wertung):
1. Stephan Katt (Neuwittenbek), 21 WM-Punkte; 2. Joonas Kylmäkorpi (Finnland), 28; 3. Richard Speiser (Börwang), 18; 4. Herbert Rudolph (Pilsting), 17; 5. Stephane Tresarrieu (Frankreich), 21: 6. Martin Smolinski (Olching), 17.

WM-Stand (nach fünf von sechs Läufen):
1. Joonas Kylmäkorpi (Finnland), 108; 2. Richard Speiser (Börwang), 93; 3. Stephan Katt (Neuwittenbek), 81; 4. Martin Smolinski (Olching), 76; 5. Theo Pijper (Niederlande), 72; 6. Mathieu Tresarrieu (Frankreich), 70; 7. Matten Kröger (Bokel), 65; 8. Herbert Rudolph (Pilsting), 61; 9. Jörg Tebbe (Dohren), 51; 10. Stephane Tresarrieu (Frankreich), 49; 11. Glen Phillips (Großbritannien), 46; 12. Andrew Appleton (Großbritannien), 45; 13. Josef Franc (Tschechien), 44; 14. Dirk Fabriek (Niederlande), 41; 15. Richard Hall (Großbritannien), 40; 16. Aki Pekka Mustonen (Finnland), 27; 17. Jerome Lespinasse (Frankreich), 27. 18. David Bellego (Frankreich), 15.

 

05.09.2011

Podestplatz bei der DM bleibt Vision
Mit einem sechsten Platz kehrte Richard Speiser von der Deutschen Langbahnmeisterschaft in Herxheim zurück. In der Weltmeisterschaft will Speiser seinen zweiten Gesamtrang am kommenden Samstag festigen. So ganz will die Deutsche Meisterschaft nicht zu Richard Speisers Parkett werden. 2007 startete der damalige Bahnpokal-Sieger und noch national fahrende Pilot mit einem achten Platz verheißungsvoll in die Deutsche Meisterschaft. 2008 und 2009 folgten zwei vierte Plätze, 2010 Rang fünf. „Ich will in diesem Jahr endlich aufs Podest“, lautete die Ansage für die Deutsche Meisterschaft 2011 am vergangenen Wochenende im Herxheimer Waldstadion. Das wollten neben Speiser allerdings auch noch andere. Der Börwanger begann seine fünfte Deutsche Meisterschaft mit einem zweiten Platz hinter Titelverteidiger Stephan Katt. Es folgten ein dritter Rang hinter Martin Smolinski und Herbert Rudolph und erneut ein zweiter Platz hinter Katt. Mit elf Vorlaufpunkten rangierte Speiser vor den Halbfinals auf Rang fünf - und besaß noch alle Möglichkeiten, um die persönliche Zielsetzung tatsächlich umzusetzen. Aber auch im dritten Aufeinandertreffen des Tages musste Speiser Stephan Katt den Vortritt lassen. Nationalmannschaftskollege Jörg Tebbe schob sich sogar noch zwischen Katt und Speiser. 14 Punkte genügten zwar, um in den Endlauf der besten Sechs zu kommen. Die Podestplätze waren aber zu jenem Zeitpunkt bereits für andere reserviert. Daran änderte auch der Ausfall im Finale („Der Vergaser hat gestottert und ich hatte gefühlte drei Kilo Dreck auf der Brille und keine Sicht“) an fünfter Stelle liegend nichts mehr. „Das war heute zwar nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gut. Ich war einfach nicht schnell genug“, zog Speiser selbstkritisch Bilanz. Weiter sagte der dreifache Langbahn-Team-Weltmeister: „Die Spitze im deutschen Langbahnsport ist einfach so dicht: Wenn da nicht alles passt, bist du weg!“ Dennoch: Sich unterkriegen lassen oder gar den Kopf in den Sand stecken will Richard Speiser jetzt nicht. Am Samstag geht es in Vechta in die fünfte Runde der Langbahn-Weltmeisterschaft, in der Speiser derzeit als Zweiter bester Deutscher und erster Verfolger von Joonas Kylmäkorpi ist: „Vechta ist eine andere Bahn, dort sind wieder andere Voraussetzungen. Natürlich werde ich leistungsmäßig zulegen müssen.“ Letzteres werden mit Sicherheit auch jene beiden tun, die am Sonntag in Herxheim den nationalen Titel unter sich ausmachten: Stephan Katt als Deutscher Meister und Martin Smolinski als Vizemeister liegen zehn beziehungsweise elf Punkte in der WM-Wertung hinter Speiser. Auch sie haben ihre Ambitionen auf Platz eins oder zwei in der Weltmeisterschaft noch nicht aufgegeben.

Ergebnis Deutsche Meisterschaft Herxheim:

1. Stephan Katt, Neuwittenbek, 23 Punkte, 2. Martin Smolinski, Olching, 19, 3. Matten Kröger, Bokel, 19, 4. Herbert Rudolph, Pilsting, 18, 5. Bernd Diener, Gengenbach, 15, 6. Richard Speiser, Börwang, 14, 7. Sirg Schützbach, Baindt, 12, 8. Jörg Tebbe, Dohren, 11, 9. Nadine Frenk, Kuhardt, 11, 10. Marcel Dachs, Weingarten, 8, 11. Christian Hülshorst, Lüdinghausen, 7, 12. Robert Baumann, Emstek, 7, 13. Daniel Rath, Teterow, 4, 14. Keijo Bünning, Scheeßel, 3, 15. Manfred Knappe, Traunstein, n3, 16. Ronny Stüdemann, Kletzin, 2, 17. Stephan Diener, Gengenbach, 1, 18. Bernd Dinklage, Werlte, 1.

 

29.08.2011
Grasbahn-EM: Nicht in Speisers Sinne
Mit einem 15. Rang kehrte Richard Speiser von der Grasbahn-Europameisterschaft in Skegness/Großbritannien zurück. Den Blick richtet der dreifache Team-Weltmeister nun auf die Deutschen Langbahnmeisterschaft am kommenden Wochenende in Herxheim. „Es war so gar nicht meine Bahn - und auch nicht mein Tag“, gestand Richard Speiser am Sonntagabend. Hatte sich der 24-jährige Börwanger in Hertingen eine Woche zuvor noch souverän für das Finale der 18 besten Grasbahnpiloten Europas qualifiziert, so lief auf dem 800 Meter Oval in Skegness/Großbritannien nicht mehr sehr viel. Mit zwei fünften, einem sechsten und einem vierten Platz und vier Punkten als Ausbeute fand sich Richard Speiser im C-Finale um die Plätze elf bis 16 wieder - in illustrer Gesellschaft mit Langbahn-WM-Piloten wie Stephan Katt oder Stephane Tresarrieu! „Ich bin schon im Training in ein Loch reingekommen und beinahe gestürzt. Dabei habe ich mir die linke Schulter gezerrt“, erklärte Speiser. Daran lag es aber nicht alleine: „Mir hat es dann auch an Kraft gefehlt. Und ich bin mit dieser Bahn mit ihren Tiefen, Unebenheiten und Sprüngen nicht klar gekommen.“ Mit einem fünften Platz im C-Finale hinter Stephan Katt, Rodney Mc Donald, Ales Dryml und Stephane Tresarrieu und damit Gesamtrang 15 hakte Speiser die Europameisterschaft ab: „Tja, schade. Aber es werden wieder EM-Finals kommen, bei denen man erneut angreifen kann. In diesem Jahr lief die EM einfach nicht.“ Europameister wurde Speisers Langbahn-Nationalmannschaftskollege Martin Smolinski vor dem Niederländer Jannick de Young und Andrew Appleton. Für Richard Speiser gilt es nun, nach vorne zu schauen. Am kommenden Sonntag steht die Deutsche Langbahnmeisterschaft in Herxheim/Pfalz auf dem Programm: „Ich hoffe, dass ich da wieder meine übliche Leistung abrufen kann und aufs Treppchen fahre.“ Die Verletzung sollte bis dahin auskuriert sein. Auf der 1000-Meter-Bahn in Herxheim trifft Speiser auf einige Mitfavoriten: Immerhin stellt Deutschland mit sechs Grand Prix Piloten die größte Zahl an Fahrern einer Nation, die allesamt unter den Top neun der Welt platziert sind. Allerdings war Herxheim schon einmal ein gutes Pflaster für den jungen Motorsportler des AMC Memmingen: Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren schaffte er bei seinem erst zweiten Langbahn-Einzel-WM-Einsatz den Sprung auf Platz drei - und damit auch in die Langbahn-Weltspitze.

 

26.08.2011

Artikel auf Speedweek - Speiser holt sich WM Titel Nummer 3

http://www.speedweek.ch/Bahnsport/news/21270/Team-WM-Speiser-holt-sich-WM-Titel-Nummer-3.html

 

23.08.2011

Speiser holt sich WM-Titel Nummer drei
Mit der deutschen Nationalmannschaft sicherte sich Richard Speiser aus Börwang am Sonntag im niedersächsischen Scheeßel die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft. Zwei Tage zuvor qualifizierte sich der 24-Jährige in Hertingen für das Grasbahn-Europameisterschaftsfinale am kommenden Sonntag. Die Anspannung, der Druck war abgefallen. Richard Speiser hatte gerade gemeinsam mit den Nationalmannschaftskollegen Stephan Katt und Martin Smolinski die Ziellinie passiert, Deutschland erneut die Langbahn-Weltmeisterschaft gesichert und den Helm abgenommen. Ein Fernsehteam hielt dem noch völlig außer Atem befindlichen Motorsportler im schwarz-rot-goldenen Kombi ein Mikrofon unter die Nase: „Woher kommt diese Dominanz der Deutschen?“ „Weil wir einfach gut sind“, antwortete ein Freude strahlender Richard Speiser. Selbst das „gut“ war heftig untertrieben. 56 Punkte hatte sich die deutsche Nationalmannschaft in den Vorläufen gegen die Niederlande, Frankreich, Finnland, Großbritannien und Tschechien geholt - 56 Punkte von 60 maximal möglichen. Der Einzug ins Finale der beiden punktbesten Teams war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Dennoch hat die Team-Weltmeisterschaft laut Team-Manager Josef Hukelmann ihre Tücken. „Im A-Finale geht es sozusagen bei Null wieder los.“ Will heißen: Die Siegernation des Tagesfinales ist Weltmeister, ganz unabhängig davon, was zuvor erreicht worden ist oder auch nicht. Während Jörg Tebbe als Teil des deutschen Quartetts im Finale nicht eingesetzt wurde, ging es für Speiser, Katt und Smolinski um alles oder nichts. Katt und Speiser schossen gemeinsam an die Spitze, Smolinski setzte sich hinter sie. Finalgegner Niederlande hatte nicht den Hauch einer Chance, auch nur an einem deutschen Fahrer vorbeizuziehen. „Die Absprachen haben super funktioniert und das war hier in Scheeßel Paar- und Teamfahren, wie es fast schon legendär ist“, meinte Speiser später. 4000 Zuschauer verfolgten die Siegesfahrt des deutschen Teams auf dem Eichenring. Für Deutschland war es der fünfte Titel in Folge, für Richard Speiser Titel Nummer drei nach 2009 und 2010. Am Freitag zuvor ging es für Speiser (noch) nicht um Titel, dafür aber ums Weiterkommen in der Grasbahn-Europameisterschaft. Sechs EM-Plätze für das Finale am kommenden Sonntag in Skegness/Großbritannien mussten in Hertingen ausgefahren werden. Das Ziel war für den Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008 klar: „Die Quali muss geschafft werden!“ Mit zwei Laufsiegen und zwei dritten Plätzen schaffte Speiser ungefährdet den Einzug ins Tagesfinale und stand damit bereits als Qualifikant für Großbritannien fest. Im A-Finale ließ sich der Börwanger aber auch Platz drei nicht mehr nehmen und fuhr sich damit hinter Stephan Katt und Theo Pijper aufs Podest. Prognosen für das Finale wollte Speiser nicht wagen: „Es sind genügend dabei, die Europameister werden können. Da entscheidet die Tagesform.“

 

 

Ergebnis Team-Weltmeisterschaft:

1. Deutschland

(Stephan Katt, Richard Speiser, Jörg Tebbe, Martin Smolinski)

56 Punkte plus 12 im A-Finale
 

2. Niederlande

(Jannick de Jong, Sjoerd Rozenberg, Mark Stiekema, Jeffrey Woortman)

38 Punkte plus 3 im A-Finale
 

3. Großbritannien

(Paul Cooper, Andrew Appleton, Glen Phillips, Mitch Godden)

36 Punkte plus 8 im B-Finale
 

4. Tschechien

(Josef Franc, Ales Dryml, Richard Wolff, Pavel Ondrasik)

35 Punkte plus 7 im B-Finale
 

5. Frankreich

(Stephane Tresarrieu, Mathieu Tresarrieu, Jeorme Lespinase, Theo di Palma)

34 Punkte plus 8 im C-Finale
 

6. Finnland

(Akki-Pekka Mustonen, Rene Lehtinen, Simo Pulli)

26 Punkte plus 7 im C-Finale
 

Ergebnis Grasbahn-EM-Semifinale Hertingen:


1. Stephan Katt, Deutschland, 2. Theo Pijper, Niederlande, 3. Richard Speiser,Deutschland, 4. Enrico Janoschka, Deutschland, 5. Mark Stiekema, Niederlande, 6. Glen Phillips, Großbritannien, 7. Christian Hülshorst, Deutschland, 8. Davi Bellego, Frankreich, 9. Jaroslav Polyuhovich, Ukraine, 10. Daniel Rath, Deutschland, 11. Bernd Diener, Deutschland, 12. Philippe Ostyn, Frankreich, 13. Henry van der Steen, Niederlande, 14. Nick Lourens, Niederlande, 15. Nadine Frenk, Deutschland, 16. Dyfed Evans, Großbritannien, 17. Pavel Ondrasik, Tschechien, 18. Karel Kadlec, Tschechien.
 

14.08.2011

Richard Speiser: „Jetzt wird’s ernst!“
Am Freitag die Qualifikation für die Grasbahn-Europameisterschaft, am Sonntag die Langbahn-Team-Weltmeisterschaft und gute Chancen auf weiteres, goldenes Edelmetall: Für Motorsportler Richard Speiser geht es am kommenden Wochenende in die heiße Phase der Saison. In der Einzel-WM liegt der 24-jährige Börwanger vor den beiden entscheidenden Grand Prix immer noch auf Rang zwei. Die Nominierung für die Team-Weltmeisterschaft steht. Dass der derzeit beste Deutsche in der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft im deutschen Nationalteam mit dabei ist, daran hatten nur wenig Zweifel. „Trotzdem freue ich mich sehr darüber“, sagt Richard Speiser: „Es ist einfach so, dass die deutsche Spitze sehr eng beieinander ist. Da ist man auch als aktueller WM-Zweiter nicht zwingend im Team.“ Team-Chef Josef Hukelmann aber hält große Stücke auf den jungen Börwanger: „Richard Speiser hat sich unheimlich gut entwickelt und er hält auch dem mentalen Druck stand. Er ist ein cleverer Bursche, sehr überlegt und weiß genau, was er macht.“ Die Team-Weltmeisterschaft ist ein noch junges Kind des Motorsportweltverbandes FIM. Böse Zungen behaupten, sie sei geradezu erschaffen für die „Langbahn-Nation“ Deutschland. Viermal ging die Mannschafts-Weltmeisterschaft bislang über die Bühne. Viermal stand das deutsche Team am Ende ganz oben. 2009 und 2010 war Speiser bereits Teil des Nationalmannschafts-Quartetts. 2010 gehörte er zu den Punktegaranten auf dem Weg zum Titel. Nach 2008 wird die Langbahn-Team-WM zum zweiten Mal auf deutschem Boden und dieses Mal auf dem 1000-Meter-Oval im niedersächsischen Scheeßel ausgetragen. Speiser: „Dort war im vergangenen Jahr die Deutsche Meisterschaft, bei der ich als Fünfter etwas enttäuscht war. Inzwischen komme ich aber auch auf den langen Bahnen sehr gut zu Recht und bin zuversichtlich, was die Team-WM betrifft.“ Letzteres können der aktuelle WM-Einzel-WM-Zweite und seine Mitstreiter Stephan Katt (Neuwittenbek), Jörg Tebbe (Dohren) und Martin Smolinski (Olching) auch sein, wenngleich Speiser weiß, dass am Ende auch Glück zum Titelgewinn gehört: „Das liegt am Regelwerk der Weltmeisterschaft, das eine Entscheidung im Lauf der beiden punktbesten Teams und damit einem einzigen Rennen vorsieht. Da muss wirklich alles passen.“ Gepasst hat bei Richard Speiser 2011 sicher vieles. Als einziger Pilot im Einzel-WM-Fahrerfeld war er bei den bereits ausgetragenen vier Grand Prix stets unter den besten sechs und punktete konstant und kontinuierlich. 75 WM Punkte bedeuten Platz zwei - und einen Fünf-Punkte-Rückstand auf Weltmeister und WM-Leader Joonas Kylmäkorpi (Finnland). Grand Prix Nummer fünf im niederländischen Groningen musste wetterbedingt gecancelt werden. Speiser: „Mit Vechta und Morizes kommen jetzt zwei Bahnen, die mir liegen. Es wäre einfach ein Traum, nach dem dritten WM-Gesamtrang 2010 nun in diesem Jahr noch etwas nachsetzen zu können.“ Noch bevor in den beiden Langbahn-Wettbewerben Entscheidungen anstehen, muss sich der Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008 allerdings erst einmal in der Qualifikationsrunde der Grasbahn-EM durchsetzen. „Weiterkommen Pflicht“ lautet dabei am 19. August in Hertingen für Richard Speiser das Motto: „Jetzt wird’s also ernst. Ich hoffe, dass der Ernst für mich aber auch eine Portion Erfolg bereithält.“

 

14.07.2011

Langbahn-WM GP 4 - Richard Speiser festigt seinen zweiten WM-Gesamtrang
Am Vorabend des französischen Nationalfeiertages erkämpfte sich Motorsportler Richard Speiser im südfranzösischen Marmande erneut ein Spitzenresultat. Beim vierten Langbahn-WM-Lauf holte er sich hinter Martin Smolinski die zweitmeisten Zähler und verringerte damit auch die Differenz zu Weltmeister und WM-Leader Joonas Kylmäkorpi. Es lief einfach prächtig auf dem von vielen Piloten nicht gerade hoch geschätzten Grasbahn-Oval im Marmande. Als WM-Zweiter war Speiser nach Südfrankreich gereist - und mit einem Sieg und drei zweiten Plätzen ließ der Börwanger in den Vorläufen keinen Zweifel daran, dass er sich seine Position in der Weltspitze auch nicht streitig machen lassen wollte. „Ich war gut mit dabei - auch wenn die Starts dieses Mal nicht so super waren“, sagte der 24-Jährige nach dem bis in die tiefe Nacht hinein dauernden Rennen. Teilweise kämpfte sich Speiser um drei bis vier Plätze nach vorne und punktete wie in den Grand Prix eins bis drei konstant. Gemeinsam mit Martin Smolinski lag Speiser nach den Vorläufen mit 17 Punkten in Front. Wie sein Kontrahent konnte auch er seinen Halbfinallauf gewinnen, musste dann aber Smolinski die Wahl des Startplatzes im Finale aufgrund der Majorität dessen besseren Plätze überlassen. „Wer außen starten durfte, hatte praktisch schon gewonnen“, erläuterte Speiser, der den Platz neben Smolinski wählte und auf Risiko setzte. „Ich wollte unbedingt gewinnen, habe eine andere Übersetzung gewählt - und mich dabei verpokert.“ Smolinski schoss im Finale der besten Sechs aus den Löchern. Auch Joonas Kylmäkorpi und Mathieu Tresarrieu setzten sich vor den Piloten des AMC Memmingen. Platz vier im Grand Prix war allerdings nur ein kleiner Wermutstropfen. Mit 24 Gesamtpunkten war Speiser zweitbester Punktesammler und konnte seinen zweiten Platz in der WM-Wertung nicht nur festigen, sondern sogar weiter zu WM-Leader Kylmäkorpi aufschließen. Viermal musste Speiser gegen den schnellen Finnen antreten. Zweimal konnte er am Mittwochabend das Duell gegen den amtierenden Weltmeister für sich enscheiden. Speisers Konstanz in der laufenden Weltmeisterschaft spiegelt sich auch auf andere Weise wieder: Er ist inzwischen der einzige Pilot im WM-Fahrerfeld, der sich bei vier Grand Prix regelmäßig unter den sechs Besten platzieren konnte.

Ergebnis 4. von sieben Grand Prix (Lauf der sechs Punktbesten):
1. Martin Smolinski, Deutschland, 2. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 3. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 4. Richard Speiser, Deutschland, 5. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 6. Theo Pijper, Niederlande

Ergebnis WM-Wertung:
1. Martin Smolinski, Deutschland, 27 Punkte, 2. Richard Speiser, Deutschland, 24, 3. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 22, 4. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 21, 5. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 18, 6. Theo Pijper, Niederlande, 16, 7. David Bellego, Frankreich, 15, 8. Matten Kröger, Deutschland, 15, 9. Richard Hall, Großbritannien, 14, 10. Stephan Katt, Deutschland, 13, 11. Andrew Appleton, Großbritannien, 9, 12. Glen Phillips, Großbritannien, 7, 13. Jerome Lespinasse, Frankreich, 6, 14. Josef Franc, Tschechien, 6, 15. Dirk Fabriek, Niederlande, 6, 16. Herbert Rudolph, Deutschland, 4, 17. Jörg Tebbe, Deutschland, 2, 18. Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 1.

WM-Stand:
1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 80 Punkte, 2. Richard Speiser, Deutschland, 75, 3. Stephan Katt, Deutschland, 60, 4. Martin Smolinski, Deutschland, 59, 5. Theo Pijper, Niederlande, 58, 6. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 56 Punkte, 7. Matten Kröger, Deutschland, 51 Punkte, 8. Jörg Tebbe, Deutschland, 47 Punkte, 9. Herbert Rudolph, Deutschland, 44 Punkte, 10. Andrew Appleton, Großbritannien, 42 Punkte, 11. Richard Hall, Großbritannien, 34 Punkte, 12. Glen Phillips, Großbritannien, 33 Punkte, 13. Dirk Fabriek, Niederlande, 33 Punkte, 14. Josef Franc, Tschechien, 30 Punkte, 15. Jerome Lespinasse, Frankreich, 25 Punkte, 16. Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 22 Punkte, 17. David Bellego, Frankreich, 15 Punkte, 18. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 10 Punkte, 19. Richard Wolff, Tschechien, 6 Punkte, 20. Rene Lehtinen, Finnland, 2 Punkte.

 

11.07.2011

Langbahn-WM GP 3 - Speiser ist erstmals Zweiter der WM
Das Glück des Tüchtigen hatte Langbahn-WM-Pilot Richard Speiser am Samstag im finnischen Forssa zur Seite: Trotz eines eher bescheidenen Auftritts beim dritten von sieben Langbahn-WM-Läufen machte der Börwanger Boden gut und schob sich vom dritten auf den zweiten WM-Gesamtrang. Ihm kam dabei das schlechte Wetter zur Hilfe. Seinen vierten Vorlauf hatte Richard Speiser bereits absolviert. Ein fünfter Platz hatte ihn im Klassement erst einmal weit nach hinten geworfen. Dann allerdings kam der „große Regen“ im südfinnischen Forssa, der eine Weiterfahrt unmöglich machte. „Meeting over“ lautete das Ergebnis der Jury. Und da nur sechs von 18 Piloten Punkte eines vierten Vorlaufes auf ihrem Konto verbucht hatten, wurde diese kurzerhand wieder gestrichen und eine Wertung nach drei Rennen vorgenommen. Einen Laufsieg, einen zweiten Rang und einmal Rang fünf und somit zehn Punkte lautete damit Speisers Bilanz. Dass er damit am bisher Zweitplatzierten Stephan Katt vorüber zog, hatte Speiser vor allem Katts mehr als mäßiger Punktesammelaktion zu verdanken. „Mit dem Rennen selbst war ich nicht so zufrieden. Mit dem WM-Ergebnis allerdings bin ich es schon“ sagte Speiser nach Rennende des ersten finnischen Grand Prix. Woran das nicht zufriedenstellende Ergebnis in Forssa genau lag, konnte der letzt jährige WM-Dritte nicht sagen: „Ich war einfach zu langsam und habe nach dem zweiten Lauf mein anderes Motorrad ausprobiert – ein kompletter Schuss in den Ofen!“ Dennoch ist Speiser nun nicht nur wieder bester Deutscher im 18-köpfigen WM-Fahrerfeld, sondern erstmals überhaupt in seiner Karriere Zweitplatzierter der WM. Zu Spitzenreiter Joonas Kylmäkorpi trennen ihn sieben Punkte. „Jetzt kommen „meine“ Bahnen“ freut sich Speiser, der sofort nach dem Rennen in Finnland ins südfranzösiche Marmande aufbrach, wo am Mittwochabend Grand Prix Nummer vier über die Bühne gehen wird. Auf der recht schwer zu befahrenden Grasbahn kam Speiser schon in den beiden Vorjahren gut zurecht und sicherte sich dort wertvolle Punkte.

Ergebnis Forssa:

1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 14 Punkte, 2. Andrew Appleton, Großbritannien, 13 Punkte, 3. Jörg Tebbe, Deutschland, 11 Punkte, 4. Glen Phillips, Großbritannien, 11 Punkte, 5. Richard Speiser, Deutschland, 10 Punkte, 6. Matten Kröger, Deutschland, 10 Punkte, 7. Theo Pijper, Niederlande, 9 Punkte, 8. Aki-Pekka Mustonen, Finnland, 8 Punkte, 9. Josef Franc, Tschechien, 8 Punkte, 10. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 7 Punkte, 11. Herbert Rudolph, Deutschland, 7 Punkte, 12. Dirk Fabriek, Niederlande, 6 Punkte, 13. Stephan Katt, Deutschland, 5 Punkte, 14. Martin Smolinski, Deutschland, 3 Punkte, 15. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 2 Punkte, 16. Rene Lehtinen, Finnland, 2 Punkte, 17. Jerome Lespinasse, Frankreich 2 Punkte 18. Richard Hall, Großbritannien, 1 Punkt.

WM-Stand (nach 3 von 7 GP):

1. Joonas Kylmäkorpi, Finnland, 58 Punkte, 2. Richard Speiser, Deutschland, 51 Punkte, 3. Stephan Katt, Deutschland, 47, 4. Jörg Tebbe, Deutschland, 44 Punkte, 5. Theo Pijper, Niederlande, 42 Punkte, 6. Herbert Rudolph, Deutschland, 40 Punkte, 7. Matten Kröger, Deutschland, 36 Punkte, 8. Mathieu Tresarrieu, Frankreich, 35 Punkte, 9. Andrew Appleton, Großbritannien, 34 Punkte, 10. Martin Smolinski, Deutschland, 32 Punkte, 11. Dirk Fabriek, Niederlande, 27 Punkte, 12. Glen Phillips, Großbritannien, 26 Punkte, 13. Josef Franc, Tschechien, 24 Punkte, 14. Aki Pekka Mustonen, Finnland, 21 Punkte, 15. Richard Hall, Großbritannien, 20 Punkte, 16. Jerome Lespinasse, Frankreich, 19 Punkte, 17. Stephane Tresarrieu, Frankreich, 10 Punkte, 18. Richard Wolff, Tschechien, 6 Punkte, 19. Rene Lehtinen, Finnland, 2 Punkte.

 

26.06.2011
Speiser festigt dritten Rang in der Langbahn-WM
Beim zweiten Grand Prix der Langbahn-Weltmeisterschaft erzielte Richard Speiser (Börwang) mit 20 Punkten hinter Weltmeister Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und gemeinsam mit dem Niederländer Theo Pijper das zweitbeste Ergebnis. Trotzdem der 24-jährige Motorsportler mit diesem Resultat seinen dritten Rang in der WM-Wertung halten und ausbauen konnte, war Speiser alles andere als zufrieden: „Ich hätte hier durchaus gewinnen können.“ Die Voraussetzungen im norwegischen Forus waren bestens. „Ich habe in der vergangenen Woche einen neuen Motor von meinem Tuner Marcel Gerhard erhalten. Der war so schnell, sauschnell, Wahnsinn!“ Problem nur: Bereits im ersten Vorlauf explodierte das Aggregat in der letzten Runde. Der Börwanger rettete drei Punkte ins Ziel, musste aber fortan auf die Ersatzmaschine ausweichen, die leistungstechnisch schon beim WM-Lauf in Marienbad zu wünschen übrig ließ. Speiser punktete dennoch konstant. Mit drei zweiten Plätzen und insgesamt 15 Punkten qualifizierte er sich als zweitbester Pilot in die Halbfinals. Zu Gute kam ihm ein Ausfall seines Konkurrenten und Nationalmannschaftskollegen Stephan Katt (Neuwittenbek), der nach zwei Vorlaufsiegen und einem zweiten Platz einen Ausfall zu verzeichnen hatte und deshalb auf „nur“ 14 Zähler kam. Im Halbfinale reihte sich Speiser hinter Katt und dem Niederländer Dirk Fabriek ein. Der dritte Rang und weitere drei Punkte genügten, um unter die besten Sechs und damit in den Endlauf zu kommen. Speiser erwischte im Finale einen geradezu phänomenalen Start: „Zwei Runden lang lag ich in Front. Auf der Geraden war ich mit dem Ersatzmotorrad aber einfach zu langsam.“ Pijper, Kylmäkorpi, Katt und Jörg Tebbe (Dohren) musste der Börwanger in den beiden letzten Runden passieren lassen. Durch Katts erneuten Ausfall kurz vor Laufende belegte Speiser am Ende Platz vier. Pech hatte auch Weltmeister Joonas Kylmäkorpi: Nach vier Vorlaufsiegen und einem erneuten „Fünfer“ im Halbfinale musste der Finne Theo Pijper das Finale und damit den Grand Prix Sieg Theo Pijper überlassen. Dennoch katapultierte sich der Finne mit 29 Punkten auf Platz eins in der WM-Wertung. Richard Speiser konnte seinen dritten WM-Rang auf der „supergeilen und extrem überhöhten Bahn“ in Forus, auf der er Premiere feierte, ausbauen. Mit 41 Punkten liegt er auf Tuchfühlung an die Spitze hinter Kylmäkorpi (44) und Katt (42) auf WM-Rang drei. Auf den Plätzen vier und fünf folgen Jörg Tebbe (34), Theo Pijper und Herbert Rudolph (jeweils 33).

 

23.06.2011

Artikel auf Speedweek:

http://www.speedweek.de/Bahnsport/news/20126/Speiser-Will-noch-weiter-nach-vorne.html

 

21.06.2011
Platz 2 für Speiser beim internationalen Grasbahnrennen in Wolfegg
Zum dritten Mal hintereinander hat der Britte Mitch Goddon das Wolfegger Grasbahnrennen in Wolfegg und damit den Sieben Schwaben Cup gewonnen. Richard Speiser aus Börwang belegte Rang zwei. Als die schwarz-weiß-karrierte Flagge im Endlauf fiel, sah es so aus, als hätte es für den aktuellen Langbahn-WM-Dritten Richard Speiser gerade so gereicht. Dritter wäre er in diesem Fall im Finale gewesen und hätte somit einen Punkt mehr auf dem Konto gehabt, wäre da nicht ein kleines Malheur geschehen. Über fünf anstatt vier Runden ging der Endlauf. Und das Regelwerk besagt klar: In diesem Falle zählt die Wertung nach der vierten Runde, in der der 24-jährige Börwanger noch Vierte gewesen ist. So ging der Gesamtsieg in der Internationalen Lizenz-Solo-Klasse an Mitch Goddon, dem der dritte Sieg in Wolfegg glückte. Dem Brite bedeutete er viel: „Ich hatte in der letzten Zeit sehr viele Probleme. Mein Vater starb vor drei Wochen. Ich bin aber heute auch sehr glücklich. Sehr glücklich darüber, dass ich den Leuten hier ein gutes Rennen zeigen konnte.“ Richard Speiser erwies sich als Zweitplatzierter als fairer Sportmann: „Wenn es so war mit der fünften Runde, war es so. Ein klein wenig habe ich mich auch bei der Startplatzwahl verpokert.“ Dritter wurde Christian Hülshorst (Lüdinghausen).

 

TV Bericht unter:

http://www.tv-allgaeu.de/nachrichten/nachrichten/sendung/Sendung-allgaeu-sendung-montag-kw25-juni-TV-Allgaeu-Nachrichten-Montag-20-Juni;art133,3401

 

 

16.06.2011

Werbetrailer Grasbahnrennen Wolfegg

http://www.regio-tv.de/video/138168.html

 

16.06.2011

Speiser dreht Wolfegg-Trailer
Der WM-Start ist geglückt - und nun wartet auf Richard Speiser mit dem Grasbahnrennen in Wolfegg am kommenden Sonntag das Heimrennen der Saison. Gemeinsam mit Sirg Schützbach und Marcel Dachs hat der GP-Zweite des vergangenen Wochenendes am gestrigen Mittwoch einen Fernsehtrailer für Regio TV gedreht. Moderator Julian Glonegger und Kameramann Fabian Dürr waren mit dabei, als das Trio einige Runden auf der Bahn drehte. Im Interview erzählte Speiser unter anderem über die Schwierigkeiten der sehr eigenen Grasbahn in Wolfegg und seine persönlichen Erwartungen für das Rennen. Ausgestrahlt wird der Clip am Donnerstag, 16. Juni von 18 bis 1 Uhr im halbstündigen Turnus. Der Beitrag kann ab Donnerstagabend auch unter www.regio-tv.de abgerufen werden. Bilder dazu <<hier>>

 

16.06.2011

Video Langbahn Grand Prix 1 Marianske Laszne / CZ

http://www.ceskatelevize.cz/porady/10161678681-ms-na-dlouhe-ploche-dra

 

16.06.2011

Bilder Langbahn Grand Prix 1 Marianske Laszne / CZ

 

 

14.06.2011

Speiser startet mit Podestplatz in die WM-Saison
Als Zweiter des Grand Prix Endlaufes und mit den drittmeisten Punkten für die Weltmeisterschaftswertung hat sich Richard Speiser nach einer gerade überstandenen Viruserkrankung beim Langbahn-WM-Auftakt in Marienbad eindrucksvoll zurückgemeldet. „Ich wusste im Vorfeld nicht, wo ich stehe und habe mit dieser Platzierung nicht gerechnet!“ Eifrig wurde in der vergangenen Woche in der Werkstatt des Racing-Teams Speiser noch gewerkelt: „Am Freitag habe ich einen neuen Motor meines Tuners Marcel Gerhard erhalten. Auch Multiweltmeister Gerd Riss gab mir einige Tipps mit nach Marienbad.“ Speiser ist sicher: „Ohne diese beiden wäre die Sache nicht so gelaufen, wie sie gelaufen ist.“ Nach einer Virusinfektion zu Beginn der Saison ist der WM-Dritte des Vorjahres noch nicht so fit wie sonst zu dieser Zeit: „Ich habe etwas Trainingsrückstand, der sich auf der kräftetechnisch nicht ganz so schwierig zu befahrenen 1000 Meter Bahn zum Glück nicht so stark bemerkbar machte.“ Mit Marienbad verband der 24-Jährige darüber hinaus im Vorfeld nicht unbedingt die besten Erinnerungen. Im vergangenen Jahr fuhr Speiser dort beim Saisonfinale sein schlechtestes Saisonergebnis ein und musste sich zum dritten WM-Gesamtrang zittern. „Auch nach dem Training am Pfingstsonntag war ich mir noch nicht sicher, wo ich landen werde“, sagte Richard Speiser nach dem Rennen zum diesjährigen WM-Auftakt. Das „Wohlfühl-Gefühl“ stellte sich allerdings recht schnell ein: Platz zwei hinter dem Franzosen Jerome Lespinasse und vier Punkte ließen hoffen - auch wenn im zweiten Lauf aufgrund technischer Probleme noch einmal auf den älteren Motor und die deutlich schwächere Maschine zurückgegriffen werden musste. Nach dieser Zwei-Punkte-Fahrt beendete Speiser die Vorläufe Nummer drei und vier jeweils als Zweiter - und stand als bis dato drittbester Pilot im Halbfinale. Hinter seinen Nationalmannschaftskollegen Matten Kröger und Martin Smolinski reihte sich der Börwanger im Semifinale auf Platz drei ein. 17 Punkte genügten, um ins Finale der sechs besten Langbahn-WM-Teilnehmer einzuziehen. Dieses war gleichzeitig ein nationales Stelldichein: Alle sechs deutschen Piloten schafften die Qualifikation. Speiser erwischte im Endlauf einen Traumstart. In der Startkurve ließ er sich etwas nach außen treiben, um mit Stephan Katt den bis dato Führenden in Schach zu halten. Innen nutzte Martin Smolinski die Gunst der Stunde und schlüpfte durch. Speiser folgte und gab Platz zwei bis ins Ziel nicht mehr ab. „Ich bin sehr zufrieden damit“, meinte ein mehr als glücklicher Richard Speiser im Anschluss. Da für die WM-Wertung nicht das Finalergebnis, sondern die gesammelten Gesamtpunkte eines GP-Laufes zählen, ist Speiser nach dem ersten von sieben Grand Prix mit 21 Punkten Dritter der laufenden Weltmeisterschaft. 1400 Zuschauer erlebten in Marienbad ein äußerst ausgeglichenes Fahrerfeld und gleichzeitig deutsche Dominanz. Ob diese auch beim zweiten Grand Prix am 25. Juni in Forus/Norwegen anhält, wird sich zeigen. Richard Speiser betritt im hohen Norden motorsportliches Neuland, sieht dies allerdings gelassen: „Ich weiß nur, dass Forus wie in Marienbad eine schöne 1000 Meter-Bahn ist. Ich werde das einfach auf mich zukommen und mich - wie vor GP eins auch - nicht unter Druck setzen lassen.“

Endlauf: 1. Martin Smolinski, 2. Richard Speiser, 3. Stephan Katt, 4. Herbert Rudolph, Ausfälle: Matten Kröger und Jörg Tebbe WM-Wertung (nach einem von sieben Grand Prix): 1. Stephan Katt (Neuwittenbek), 23 Punkte; 2. Martin Smolinski (Olching), 22, 3. Richard Speiser (Börwang), 21, 4. Herbert Rudolph (Pilsting), 19, 5. Matten Kröger (Bökel), 17, 6. Jörg Tebbe (Dohren), 17, 7. Mathieu Tresarrieu (Frankreich), 15, 8. Joonas Kylmäkorpi (Finnland), 15, 9. Theo Pijper (Niederlande), 13, 10. Josef Franc (Tschechien), 12, 11. Jerome Lespinasse (Frankreich), 11, 12. Andrew Appleton (Großbritannien), 11, 13. Dirk Fabriek (Niederlande), 7, 14. Richard Wolff (Tschechien), 6, 15. Stephane Tresarrieu (Frankreich), 5, 16. Aki-Pekka Mustonen (Finnland), 4, 17. Richard Hall (Großbritannien), 2, 18. Glen Phillips (Großbritannien), 2.

Info: Richard Speiser startet am Sonntag, 19. Juni (13.30 Uhr) bein Grasbahnrennen des AMC Bad Waldsee in der Alpenblick-Arena in Wolfegg-Wassers. Weitere Informationen, Eintrittspreise und Anfahrtswege sind im Internet unter www.rennen-wolfegg.de oder Facebook „Grasbahnrennen Wolfegg“ abrufbar.

 

06.06.2011

„Werde mich bei der WM nicht unter Druck setzen“
Richard Speiser, Langbahn-WM Dritter 2010, startet am kommenden Sonntag beim ersten Grand Prix der Saison in Marienbad/Tschechien in die neue WM-Saison. Welche Ziele der 24-jährige Börwanger verfolgt, warum es bei den bisherigen Rennen noch nicht nach Wunsch lief und weshalb der zweifache Langbahn-Team-Weltmeister die Saison locker angehen möchte, erklärt Richard Speiser im Interview.
 

Einige Rennen sind bereits gelaufen. Den Namen Richard Speiser fand man bislang nicht in den Siegerlisten. Was ist los?
Speiser: Eigentlich habe ich dieses Jahr früh mit der Vorbereitung und dem Training begonnen. Dann allerdings hat mich eine Viruserkrankung niedergestreckt. Ich war nach zwei Läufen platt, hatte Probleme mit dem Kreislauf und musste Medikamente einnehmen und zwei komplette Wochen pausieren. Aus diesem Grund blieb mir nichts anderes übrig, als auch zwei Rennen abzusagen, darunter leider auch die Internationale Tschechische Meisterschaft, die auf der GP-Bahn in Marienbad ausgetragen wurde.
 

Am Vatertag gab es nun ein erstes großes Stelldichein beim Traditionsrennen in Herxheim/Pfalz, am Sonntag ein Grasbahnrennen in Bielefeld mit einem namhaften Fahrerfeld. Wie ging es denn bei den jüngsten Rennen?
Speiser: In Herxheim war ich als Zehnter zwar mit dem Endergebnis nicht zufrieden, aber glücklich, dass ich durchfahren konnte und körperlich nicht das Gefühl hatte, schlapp zu machen. Am Sonntag in Bielefeld konnte ich einen Laufsieg und einen zweiten Platz verbuchen. Danach ist mir einfach erneut die Kraft ausgegangen. Mit einem vierten und einem fünften Rang habe ich es aber immerhin ins Finale der sechs Punktbesten geschafft. Nach der Krankheit und dem damit verbundenen Trainingsrückstand ist das ja schon mal ein kleiner Lichtblick.
 

Das hört sich nicht gerade nach optimalen Voraussetzungen für den ersten WM Lauf am kommenden Sonntag in Marienbad an…
Speiser: Das ist richtig. Ziel für mich ist es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Wir haben in diesem Jahr sieben Grand Prix, den Großteil davon auf 1000-Meter-Bahnen, auf denen ich mich fahrerisch einfach noch verbessern muss. 2010 habe ich ja die meisten WM-Punkte auf Grasbahnen geholt. Dennoch freue ich mich auf den Start der WM-Saison. Ich werde das jetzt einfach locker angehen und sehen, was dabei heraus kommt. Unter Druck setze ich mich nicht.
 

Gerd Riss hat vor drei Wochen seinen Rücktritt erklärt. Ist das positiv oder negativ für Sie als Fahrer?
Speiser: Man könnte nun sagen: Ein Konkurrent weniger. Ich persönlich meine aber: Gegen einen Multiweltmeister wie Riss zu fahren, ihn eventuell auch noch zu schlagen, das ist für einen jungen Fahrer schon etwas Besonderes. Riss wird fehlen. Und dass er nun verletzungsbedingt nicht mehr fahren kann und auf diese Weise aufhören muss, ist schade.
 

Wie sieht es mit Ihren ganz persönlichen Saisonzielen aus?
Speiser: Das ist im Moment sehr schwierig zu sagen. Was die Weltmeisterschaft betrifft möchte ich natürlich gerne wieder wie im Vorjahr unter die besten Drei kommen. Betrachtet man die bisherige Saison, muss man aber auch feststellen, dass einige sich anschicken, in die Weltspitze vorzufahren und die Konkurrenz sehr ausgeglichen ist. In der Deutschen Langbahnmeisterschaft muss ein Podestplatz Ziel sein. Auch bei der Grasbahn-EM will ich nach meinem vierten Platz im Vorjahr wieder ein Wörtchen mitreden. Schwieriger wird es vermutlich auf der kurzen Speedwaybahn: Viele Langbahnprädikatsläufe fallen in diesem Jahr auf Termine, an denen auch die Speedway-Bundesliga über die Bühne geht. Sehr oft wird man mich deshalb auf der Kurzbahn nicht erleben können.

INFO: Richard Speiser stieg 2008 in die Internationale Lizenz-Soloklasse auf und wurde in seinem ersten I-Lizenz-Jahr Grasbahn-Vize-Europameister. 2009 startete er erstmals in die Langbahn-WM und belegte den neunten Gesamtrang. 2010 war Speiser als WM-Dritter bester deutscher Fahrer. Gleichzeitig konnte er nach 2009 mit der deutschen Nationalmannschaft zum zweiten Mal die Team-Weltmeisterschaft gewinnen. Als Fahrer des AMC Memmingen wurde Richard Speiser 2010 zum Sportler des Jahres gewählt. In der Region zu erleben ist der 24-jährige Börwanger am 19. Juni beim Grasbahnrennen im oberschwäbischen Wolfegg (zwischen Kißlegg und Bad Waldsee).

 

Interview: Susi Weber mit Richard Speiser

 

03.06.2011

Nicht zu blöd zum Fahren
Beim Sandbahnrennen in Herxheim startete Richard Speiser nach erfolgreich behandelter Viruserkrankung. Seine Formkurve zeigt nach oben. Zwar verpasste der WM-Dritte aus dem Vorjahr den Endlauf der Top-6, doch mit seinem Abschneiden war der Allgäuer nicht unzufrieden: «Ich habe gesehen, dass ich doch nicht zu blöd zum Fahren war, wie ich fast schon gemeint habe. Meine Schwächephase zum Anfang der Saison lag wirklich an der Erkrankung!» Nach den ersten Rennen der Saison, bei denen Speiser unerwartet schwach abschnitt, begab er sich in ärztliche Behandlung. «Ich war das ganze Jahr permanent erkältet. Bei den vier Rennen, die ich absolviert habe, war ich spätestens nach dem zweiten Lauf platt, und nach jedem Rennen war ich gleich wieder krank. Also bin ich zum Arzt, er hat mir zwei Wochen Pause verordnet. Die Rennen in Marienbad und Plattling abzusagen war natürlich blöd, doch im Nachhinein war es die richtige Entscheidung.» Die Viruserkrankung wurde mit Antibiotika behandelt und nach erfolgter Rennpause ist mit Speiser kurz vor dem WM-Start in Marienbad am Pfingstsonntag wieder zu rechnen. Das Ziel für den ersten Langbahn-GP formuliert der 24-Jährige, der kommenden Sonntag noch beim Grasbahnrennen in Bielefeld startet, kurz und knapp: «Besser als im Vorjahr abschneiden!» Beim letzten GP der Saison 2010 gewann Speiser als bester Deutscher 2010 die Bronzemedaille, doch in Marienbad zeigte der Allgäuer mit lediglich sieben Punkten seine schwächsten Leistung.

 

Quelle Text: www.speedweek.de

 

21.05.2011

Rennabsage

Hallo Fans, leider musste ich die Rennen fürs Wochenende, Marienbad am Samstag und Plattling am Sonntag krankheitsbedingt absagen. Es tut mir Leid für die Fans und Veranstalter, aber ich habe mich mit meinem Team lange beraten und sehe es als richtigen Schritt an – auch wenn es mir sehr weh tut diese zwei Rennen auszulassen. Die größte Priorität liegt natürlich auf der Weltmeisterschaft die am 12.6. in Marienbad beginnt, und ich muss schauen dass ich bis dahin zu 100% fit bin, was die letzten Rennen leider nicht der Fall war. Ich wünsche allen ein schönes Rennwochenende – wir sehen uns bei den nächsten Rennen! Euer Richi

 

29.04.2011

Fa. Wössner neuer Partner
Das Speiser-Racing Team vertraut ab sofort ausschließlich auf die geschmiedeten Hochleistungskolben der Fa. Wössner. Die Fa. Wössner (www.woessner-kolben.de) entwickelt, konstruiert und vertreibt Kolben höchster Qualität für international bedeutende Motorenhersteller und individuelle Auftraggeber aus dem aktiven Motorsport. Der neu entwickelte Hochleistungskolben für Speedway- und Langbahnmotoren wurden bereits seit dem Winter - mit hervorragenden Ergebnissen - ausgiebig getestet, und sorgen nun für die nötige Power in Richard`s Bikes. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

 

15.04.2011

Startklar für die neue Saison
Nach zahlreichen Trainings auf den Speedwaybahnen in Landshut und Cloppenburg und der Sandbahn in Mühldorf, fühlt sich Richi bestens gerüstet für den Saisonstart, der am Samstag auf der Speedwaybahn in Wolfslake stattfindet. „So früh wie dieses Jahr konnte ich noch nie mit dem Training beginnen, und so viele Runden konnte ich bisher auch noch nie drehen. Letztes Jahr um diese Zeit hatte ich nicht mal einen Motor zum fahren! Alle Motorräder laufen super und sind optimal eingestellt“, so ein hoch motivierter Richard Speiser. Vorgestern (Mittwoch) wurden auf der Landshuter Speedwaybahn noch die letzten Feinheiten an den Langbahnmotorrädern vorgenommen, alle technischen Neuerungen funktionieren wie gewünscht und schlagen sich hoffentlich in guten Rundenzeiten nieder. Speiser: „Von außen sieht man kaum Neuerungen, aber wir haben sehr viel Arbeit in die Details gesteckt und viele Kleinigkeiten noch weiter verfeinert und verbessert. Da waren teilweise technisch aufwändige Dinge dabei, die auch finanziell nicht ganz unriskant sind – aber es funktioniert alles und die Arbeit hat sich somit gelohnt.“

Am Sonntag geht es dann nach Schwarme, wo auf das Speiser-Racing-Team eine bisher unbekannte 700m Grasbahn wartet. Die nächsten Stationen sind Pocking am Ostersonntag, Dingolfing am 1. Mai und Pfaffenhofen am 8. Mai.

Die weiteren Renntermine finden sie unter „Termine“

 

07.02.2011

Richard Speiser ist Memmingens Sportler des Jahres
Insgesamt 388 Einzel- und Mannschaftssportler sind bei der Sportlerehrung der Stadt Memmingen zu Ehren gekommen. In der Kategorie Sportler des Jahres machte Richard Speiser das Rennen. Erstmals trug der 23-Jährige in der Stadt seines Vereines AMC Memmingen den Titel davon: „Mich freut das riesig!“ Aus den Händen von Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger und Sportreferent Fritz Such konnte der Börwanger die Trophäe in Empfang nehmen. AMC-Vorstandsmitglied Michael Bickel gratulierte dem Langbahn-Team-Weltmeister und Drittplatzierten der Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft und ließ das Jahr 2010 noch einmal Revue passieren: „Einem, der die Szene aufhorchen ließ und von dem man sicher auch in den kommenden Jahren noch hören wird.“ Erfolgreich vertreten war der AMC Memmingen - neben Speiser - auch durch Matthias Meggle (3. Platz Südbayerische Supermoto Trophy), Sandro Wassermann (4. der DM, 2. der Bayerischen und 1. der Schwäbischen Meisterschaften im Bahnsport 125 Kubikzentimeter) und Janina Würterle (5. der DM Supermoto), die allesamt zu den geehrten Sportlern gehörten.

 

03.01.2011

Der Sportler des Jahres wandelt auf fremden Pfaden
Die Freude über die Wahl zum Sportler des Jahres in Memmingen ist noch frisch und riesengroß. „Dass ich das geschafft habe, ist supertoll und kam für mich sehr überraschend“, sagt Richard Speiser, Langbahn-Team-Weltmeister und Dritter der Langbahneinzelmeisterschaft. Am Dreikönigstag wandelt der 23-Jährige im österreichischen Weißenbach auf fremden Pfaden und eisigem Terrain. Nein, die Sportart will Richard Speiser nicht wechseln. Auch an eine Ausdehnung seiner sportlichen Aktivitäten denkt der Börwanger, der in diesem Jahr die internationale Langbahnszene aufmischte, nicht. „Für mich sind die Eiseinsätze eigentlich nur ein gutes Training und eine Möglichkeit, auch im Winter zum Fahren zu kommen“, sagt er. Von „Eisspeedway“ im eigentlichen Sinne des Wortes will Speiser daher nichts wissen: „Eisspeedway wird mit 28 Millimeter langen Spikes und in Schräglage gefahren. Das was ich mache, ist dann doch noch ein klein wenig was anderes.“ Speiser hat sein Speedwaymotorrad mit acht Millimeter langen Nägeln ausgestattet und driftet im „sommerlichen Stil“ um das winterliche Oval: „In Weißenbach werde ich am Donnerstag ein paar Demonstrationsrunden drehen und meinen Freund Thomas Wiest bei seinem ersten Eisrennen unterstützen. Ich freue mich drauf und hoffe, die Fans auch.“ Freuen dürfen sich die Fans mit Richard Speiser auch über eine andere Tatsache: Erstmals wurde der 23-Jährige in der Stadt seines Vereines AMC Memmingen zum „Sportler des Jahres“ gewählt und reiht sich damit ein in die Galerie der mehrfachen Bahnsport-Europa- und Weltmeister des Vereines wie Robert Barth oder Tommy Kunert, denen diese Ehre ebenfalls schon zuteil wurde. „Gerechnet habe ich überhaupt nicht damit“, sagt Richard Speiser: „Im Gegensatz zu den beiden bin ich ja nicht ortsansässig und lediglich Vereinsmitglied. Aber die Wahl freut mich ungemein!“ Gemeinsam mit der Leichtathletin Natalie Wörner und den Fußballern des FC Memmingen wird Richard Speiser am 31. Januar im Rahmen einer Feier in der Dreifach-Sporthalle der Staatlichen Realschule geehrt werden. Speiser hatte 2010 sein bislang erfolgreichstes Jahr: Mit der deutschen Nationalmannschaft schaffte er es zum zweiten Mal, Langbahn-Team-Weltmeister zu werden. Daneben überraschte er mit sehr viel Konstanz und guten Ergebnissen in der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft die Fachwelt. Mit seinem dritten Gesamtrang war Speiser am Ende auch bester deutscher Pilot in der seit Jahren von deutschen Fahrern dominierten Langbahnszene.

Das Eisspeedwayrennen in Weißenbach beginnt am 6. Januar um 13.30 Uhr (Training: 10 Uhr, Qualifikationsläufe: 11.30 Uhr). Am Start sind unter anderem die Eisspeedwayasse und WM-Qualifikanten Franz Zorn (A), Jan und Antonin Klatovsky (CS), Harald Simon (A), Günther Bauer, Christoph Kirchner sowie Max Niedermaier (alle D). Weißenbach am Lech ist über die A7 Füssen und die Fernpassstraße zu erreichen (Ausfahrt Reute und über die L 198).

 

30.12.2010

Speiser on ice
Die Eisspeedway-Saison konnte eröffnet werden. Von nun an wird wieder fleißig auf der Eisbahn in Überbach trainiert. Bereits gestern konnten mit speziellen 8mm-Spikes Sommer-ähnliche Bedingungen geschaffen werden, und somit jetzt im Winter schon einige Trainingsrunden absolviert werden. Bilder dazu finden sie <<hier>>

 

26.11.2010

Speiser Racing Team belegt Platz 2 und 4 beim 3. Bierkistenrennen

Am 25.09.2010 fand in Kaufbeuren, Speiser´s Heimatregion, das 3. Bierkistenrennen der Aktienbrauerei Kaufbeuren statt. Wieder traten vor einer großen Zuschauerkulisse trotz zum Teil heftigem Regen 40 Fahrer mit motorisierten Bierkisten gegeneinander an. Bereits zum letzt jährigen Bierkistenrennen hatte Sponsor MAHA AIP für Richi so eine Bierkiste konstruiert. Leider konnte Richi aufgrund einer Terminüberschneidung mit der Qualifikation für die Langbahn WM 2010 nicht am Bierkistenrennen teilnehmen, schickte jedoch Freund und Mechaniker Mario Müller für ihn ins Rennen, der auf Anhieb auf Platz 3 landete. Euphorisch machte sich Sponsor MAHA AIP ans Werk für dieses Jahr eine weitere Bierkiste zu entwickeln, um 2010 zwei Fahrer ins Rennen schicken zu können. Der Lohn dafür blieb nicht aus - Richi belegte Platz 2, Mario Müller Platz 4. Mit dabei war auch das Team von Pro7 - Galileo, das eine Reportage drehte.

 

19.11.2010

Deutschlands erfolgreichster Bahnsportler erfährt Ehrung
2010 war das bislang titelreichste Jahr von Bahnsportler Richard Speiser. Langbahn-Team-Weltmeister, Dritter der Langbahn-Einzel-Weltmeisterschaft und somit bester deutscher Pilot und Deutscher Speedway-Mannschaftsmeister mit dem AC Landshut ist der Börwangener geworden. Im oberbayrischen Inzell begann bei der Süddeutschen Bahnmeisterschaftsfeier am vergangenen Wochenende für den 23-Jährigen der Ehrungsregen. Weitere Auszeichnungen wie beispielsweise vom und beim Deutschen Motorsportbund (DMSB) werden folgen. Dass Speiser in der Süddeutschen Bahnmeisterschaft (SBM) seinem Team-Weltmeisterschaftskollegen Martin Smolinski trotz Punktgleichheit den Vortritt lassen musste und am Ende Rang zwei belegte, liegt an den „Spielregeln“ der für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft entscheidenden SBM-Wertung: Bei Punktgleichheit entscheidet die Majorität der besseren Plätze.

 

 

02.11.2010

Bericht Speedweek - Ausgabe vom 26.10.2010

<<hier>>

 

26.09.2010

Beinahe hätte ich aufgehört
Turbulente und nervenaufreibende Wochen liegen hinter mir! Zum Beispiel der letzte Grand Prix in Marienbad am vergangenen Samstag. In Marienbad bin ich vorher noch nie gefahren, und 1000-Meter-Bahnen gehören auch nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Aber ich hatte einen Vorsprung von 16 Punkten auf den bis dahin viert platzierten Mathieu Trésarrieu, und somit wäre ein mittelmäßiges Ergebnis mit 14 Punkten aus dem ganzen Rennen absolut ausreichend gewesen, um den dritten Platz endgültig zu sichern. Trotzdem liefen die Vorbereitungen noch mal auf Hochtouren, und Marcel Gerhard und Joachim Kugelmann haben meine beiden Motoren in absoluter Rekordzeit noch mal hundertprozentig überprüft und vorbereitet. Das Training lief dann auch vielversprechend, aber nach einer eher mageren Punkteausbeute im ersten Lauf kam der Super-GAU: Ausfall im zweiten Lauf auf Position 2 liegend – und das 100 Meter vor dem Ziel! Vier ganz wichtige Punkte waren somit weg, und es ist nicht etwa ein Motor explodiert oder ein Zahnriemen gerissen, sondern der Sprit ist ausgegangen. Da der Tank aber vor dem Lauf randvoll war, muss das komische gelb farbene Tschechen-Methanol durch irgendeinen ungünstigen Zufall abgehauen sein – was genau passiert ist, werde ich wohl nie erfahren. Trésarrieu hatte auch keinen besonderen Tag, aber Andrew Appleton kam punktemäßig immer näher! Im letzten Vorlauf konnte ich ihm in einem heißen Duell noch einen wichtigen Punkt abnehmen – welcher später meinen kompletten WM-Platz entschied! Vor allem, weil ich wegen des Ausfalls nicht mehr für die Semifinals qualifiziert war und mein Punktevorsprung noch genau neun Punkte betraf! Hätte Appleton das Semifinale und Finale gewonnen, wäre mein WM-Rang 3 weggewesen – und er war an diesem Tag richtig schnell unterwegs. Das ist ein richtig bescheidenes Gefühl: Es geht um deine Bronze-Medaille in der Weltmeisterschaft – aber du kannst nichts mehr dafür tun. So blieb mir nichts anderes übrig, als Stephan Katt und Peppi Rudolph – die auch richtig schnell waren – zu motivieren, dass sie mich in meinem indirekten WM-Kampf unterstützen und Andrew doch bitte auf die Plätze verweisen sollen. Katt hat es dann wirklich fertiggebracht, Appleton zweimal mit einem Start-Ziel-Sieg auf den zweiten Platz zu verweisen und mir damit die Bronzemedaille in der WM mit einem (!) Punkt Vorsprung zu sichern. Natürlich nicht ganz uneigennützig, hat er damit doch den Grand Prix gewonnen und sich die von mir versprochene «groooosse» Kiste Bier wirklich verdient. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön und Gratulation von meiner Seite. Im Finale war ich mehr aufgeregt, als wenn ich selbst fahre, und hätte mir in der letzten Runde beinahe in die Hose gemacht. Die Freude danach war umso größer! Die gleiche super Teamleistung und dieselbe Spannung im Finale hatten wir auch schon bei der Team-WM in Morizes: Vor dem letzten Vorlauf hatten wir genauso viele Punkte wie die Franzosen und traten auch gegen diese an. Wer also den Vorlauf gewinnt, durfte zuerst die Startplätze wählen – was an diesem Tag besonders wichtig war, da der äußere Startplatz die anderen bei weitem überragte. Mit Katt, Smolinski und mir waren die Franzosen aber durchaus zu schlagen – bis dann Smolinski wegen einer falschen Helmfarbe disqualifiziert wurde! Somit standen wir zu zweit gegen drei Franzosen, mussten aber unbedingt gewinnen. Nach zwei Bombenstarts lagen wir in Führung, aber drei Franzosen lagen mir im Nacken – und die waren genauso heiss auf den Sieg wie wir. Vor der zweiten Kurve kam ein Franzose von innen und einer von aussen – wobei mich der eine nach aussen und der andere nach innen drücken wollte. Ich habe nur kurz das Gas weggenommen und zwei Meter vor meinem Vorderrad haben sich die beiden Landsleute gegenseitig vom Motorrad runter gefahren. Den Wiederholungslauf zwei gegen zwei konnten wir locker gewinnen und hatten die besten Voraussetzungen fürs Finale. Bei der Team-WM zählen am Ende nur die Punkte im Finale, somit war wieder alles offen. Mit der gleichen Aufstellung wie zuvor sollten wir auch diesen Lauf und damit die Weltmeisterschaft gewinnen können. Doch kurz nach dem Start hörte ich es an Smolinskis Bike böse krachen und sah ihn ausrollen! Eine Katastrophe – wir waren schon wieder nur zu zweit! Stephan Katt war nach einem Bombenstart in Führung, und ich wusste, es liegt jetzt nur noch an mir. Nach vier quälend langen Runden und einer kurzen Rechnung, ob mein dritter Platz im Finale ausreicht, hatten wir es geschafft und den WM-Titel wieder einmal gewonnen! Nun steht noch das Ligafinale am 3. Oktober in Landshut aus, laut Teamchef Georg Hack werde ich da auch die Landshuter Weste überstreifen. Sicher sagen kann man das aber erst, wenn ich am 3. Oktober ans Band rolle. Insgesamt ist es eine wirklich grandiose Saison für mich – und seit drei Jahren die erste ohne Verletzungspause! Vor allem, wenn man bedenkt, wie die Saison für mich begann: Nach drei kapitalen Motorschäden hatte ich eine Woche vor Saisonbeginn keinen Motor und kein Geld mehr in der Tasche und keine Ahnung, wie ich die Saison bestreiten soll. Es ist nie bekannt geworden, wie kurz ich davor war, dass ich den Stahlschuh an den Nagel hätte hängen müssen, wenn mir nicht ein paar wirkliche Freunde unter die Arme gegriffen hätten. Marcel Gerhard und Joachim Kugelmann haben mir in kürzester Zeit sauschnelle Motoren hervorgezaubert, und Freunde und Sponsoren haben zusammengelegt, um mir das Material zu bezahlen. Ich freue mich, dass ich allen, die immer an mich geglaubt haben, mit einem dritten Platz in der WM und einem zweiten Team-Weltmeister-Titel danken kann! Ganz nach dem Motto «Nach der Saison ist vor der Saison» beginne ich schon gleich mit der Vorbereitung für die nächste Saison, damit nächstes Jahr vielleicht noch besser wird – dass ich ein starkes Team hinter mir habe, weiss ich ja jetzt. Mein Studium läuft übrigens auch noch, sieben Semester habe ich neben dem Rennen fahren schon abgeschlossen. Nächste Woche beginnt mein achtes und letztes Theorie-Semester, danach folgt nur noch meine Diplomarbeit. Das war eine Kurzfassung meiner letzten Wochen, und ich hoffe, viele Fans beim Ligafinale in Landshut zu sehen – wo wir hoffentlich erneut den Titel feiern können!

 

20.09.2010

Speiser krönt Saison mit WM-Bronze
Ein Wechselbad der Gefühle musste Richard Speiser beim letzten Grand Prix durchlaufen. Mit 16 Punkten Vorsprung auf Platz vier startete der 23-Jährige in den sechsten Langbahn-WM-Lauf der Saison. Am Ende blieb ein winziges Pünktchen übrig. Mit 103 Gesamtpunkten sicherte sich Speiser WM-Bronze: „Es ist ein unglaubliches Gefühl!“ Man konnte den Stein förmlich plumpsen hören am Rande der 1000-Meter-Bahn von Marienbad (Tschechien). Stephan Katt hatte gerade als Sieger die Ziellinie passiert - und Speiser damit die Bronzemedaille gesichert. „Du bist mein Held“ schrie Speiser dem Nationalmannschaftskollegen entgegen, mit dem er 2010 schon WM-Gold geholt hat. Andrew Appleton war auf Platz zwei verwiesen. Das vermeintliche Stechen um WM-Platz drei nicht nötig. Vorausgegangen war der Szenerie das „mit Abstand schlechteste Rennen der gesamten Saison“. Einem dritten Rang zum Auftakt folgte ein Ausfall an zweiter Position. Auch Vorlauf Nummer drei brachte mit einem fünften Platz und einem mageren Punkt Ausbeute keine Wende. Im vierten Vorlauf folgte das direkte Aufeinandertreffen der bis dato punktbesten Fahrer Herbert Rudolph und Andrew Appleton mit Speiser als jüngstem WM-Piloten überhaupt. Rudolph schoss aus den Löchern und übernahm die Führung vor Jörg Tebbe und einem eisern kämpfenden Speiser, der WM-Verfolger Appleton in einem Vier-Runden-Fight in Schach hielt. „Ich wusste, ich brauche diesen Punkt“, gab Speiser später zu Protokoll. Im Nachhinein war er Bronze wert. Dem erneuten Aufbäumen folgte die ernüchternde Erkenntnis: Sieben Punkte und ein daraus resultierender 14. Rang genügten nicht, um ins Halbfinale der zwölf Punktbesten einzuziehen und weiterzupunkten. Zuschauen statt Angriff war fortan die Devise. „Zwei Laufsiege hätten gereicht, um mir Platz drei noch streitig zu machen“, erläuterte Speiser. Die Nerven lagen bei Speiser auf ungewohnte Weise blank - im ersten der beiden Semifinals. Katt aber kam, sah und siegte - und ließ Appleton lediglich Rang zwei. Noch aber war das Drama nicht am Ende: Bei einem Laufsieg Appletons im Finale wäre es zum Stechen zwischen ihm und Speiser gekommen. „Einmal nur Glück haben“ wünschte sich Speiser, bevor das Startband in die Höhe schnellte. Katt war es, der seinen Wunsch erhöhrte. Er war es auch, der vor Appleton und Herbert Rudolph siegte. Speiser gehörte zu den allerersten Gratulanten. Sein gleichzeitiges „Ja“ durchdrang das Areal. „Ich kann es noch gar nicht glauben“ meinte Speiser zum Abschluss seines erst zweiten WM-Jahres: „Der Abstand wurde immer kleiner - und ich war zum Nichtstun verdammt.“ Speiser freute sich nicht nur für sich selbst, sondern auch für all jene, die auf ihn gesetzt und ihn unterstützt hatten: „Anfangs der Saison hatte ich zwei Motorschäden, kein Geld mehr, neue Motoren zu kaufen und war kurz davor, den Stahlschuh an den Nagel zu hängen.“ Freunde, Verwandtschaft, Sponsoren und Fans legten zusammen und halfen, wo es nur ging. Auch Joachim Kugelmann und Marcel Gerhard als technische Berater und Motorentuner kamen dem Börwanger entgegen „Für all jene freut es mich fast noch mehr als für mich selbst. Einfach, weil ich etwas zurückgeben kann an diese Menschen, die an mich geglaubt und zu mir gestanden haben.“ Mit seinem dritten WM-Platz hinter dem neuen Weltmeister Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und Theo Pijper (Niederlande) hat sich Speiser direkt für die Weltmeisterschaft 2011 qualifiziert. Auch die Ziele für die kommende Saison sind bereits definiert: „Natürlich will man sich jedes Jahr steigern. Kylmäkorpi und Pijper sind schnell, aber nicht unschlagbar. Das habe ich beim fünften GP in Vechta gesehen.“ Zur Konkurrenz 2011 dürfte auch der derzeit verletzte Gerd Riss gehören, der beim Weltverband eine Wildcard beantragen und gute Aussichten haben wird, sie zu erhalten. „Es wird nicht einfach werden im kommenden Jahr“, glaubt Speiser. Am Ende einer überaus erfolgreichen Saison als WM-Dritter, Langbahn-Mannschaftsweltmeister und Grasbahn-Europameisterschafts-Vierter fügt er hinzu: „Aber nichts ist unmöglich!“

 

 

 

 

14.09.2010

Der Traum von WM-Bronze kann Wirklichkeit werden
Noch nicht einmal die Tatsache, dass es bei der Deutschen Speedwaymeisterschaft am Sonntag in Brokstedt „nur“ zu Rang acht reichte, konnte Richard Speisers Glückseligkeit schmälern. Tags zuvor setzte der Motorsportler in Vechta mit Platz drei beim fünften Einzel-WM-Lauf auf der Langbahn eine Marke und rückte dem Ziel, WM-Dritter zu werden, ein gehöriges Stück näher. Die Ehrenrunde des Finallaufs der sechs Tagesbesten war noch nicht vorüber, der dritte Gesamtrang beim fünften und vorletzten Grand-Prix-Lauf noch nicht so ganz realisiert, da reichte jemand Richard Speiser das Handy. Kein Geringerer als der derzeit verletzte Rekordweltmeister Gerd Riss gratulierte. „Ihm habe ich dabei auch gleich noch gedankt. Er hat mir bezüglich der Starts einen Tipp mit auf den Weg gegeben, der mir weitergeholfen hat.“ Zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere hat Speiser am Samstagabend den Sprung unter die Top drei bei einem Weltmeisterschaftslauf geschafft. Gegenüber Herxheim 2009 hatte der dritte Rang von Vechta jedoch eine ganz andere, eine viel höhere Bedeutung: Speiser machte damit nicht nur im WM-Gesamtklassement nach hinten Boden gut, sondern verkürzte auch den Abstand zum Zweitplatzierten Theo Pijper auf nunmehr zwölf Punkte. „Ich bin allerdings glücklich, wenn ich auch nach Marienbad am kommenden Samstag Dritter bin. Pijper ist die Vize-Weltmeisterschaft wohl kaum noch zu nehmen.“ Mit drei zweiten Plätzen und einem Laufsieg in den Vorläufen zog Speiser in Vechta ins Halbfinale ein, das er in seinem zweiten WM-Jahr ebenfalls für sich entscheiden konnte. Zweimal schlug er den späteren Grand Prix Sieger und fast schon sicheren Weltmeister Joonas Kylmäkorpi. Im Finale war der schnelle Finne allerdings nicht zu halten. Auch Mathieu Tresarrieu zog als Zweiter seine Runden. Speiser lieferte sich vor 9000 begeisterten Zuschauern einen Vier-Runden-Fight mit Martin Smolinski und blieb vorne. „Ich wollte nicht schon wieder Vierter werden“, sagte Speiser, der 2010 schon zweimal mit dieser Platzierung vorlieb nehmen musste. Und: „Ich bin total glücklich. Nach meinem neunten Rang 2009 und einem schlecht verlaufenden Training habe ich nicht gewusst, was mich hier in Vechta erwartet.“

 

 3. Platz für Richard Speiser beim Langbahn Grand Prix in Vechta

 

Tags darauf wurden die Karten auf dem mit 393 Meter deutlich kürzeren Speedway-Oval in Brokstedt neu gemischt. Als DM-Elfter des Vorjahres musste der Börwanger erst über die Qualifikation, um überhaupt bei der Deutschen Meisterschaft mitmischen zu können. Speiser begann mit einem zweiten und einem dritten Rang verhalten, trumpfte in Durchgang drei allerdings mit einem Laufsieg gegen den bis dato Führenden Marcin Sekula auf. Da auch die Konkurrenz patzte, war der 23-jährige Maschinenbau-Student mit einem zweiten Rang im vierten Vorlauf plötzlich wieder mit dabei - und im Kreise derer, die noch ganz nach vorne kommen konnten. Gegen Tobias Kroner und Matten Kröger hatte Speiser aber letztlich bei seinem erst vierten Saisoneinsatz auf der Kurzbahn keine Chance und musste mit Gesamtrang acht vorlieb nehmen. Deutscher Meister wurde Martin Smolinski vor Tobias Kroner und Tobias Busch, der sich in einem Stechen gegen Marcin Sekula behauptete. Am kommenden Samstag geht es nun im WM-Finale auf der 1000-Meter-Bahn von Marienbad um die endgültige Entscheidung in der Einzel-Weltmeisterschaft: „Dort bin ich bislang noch nie gestartet und kann noch nicht allzu viel sagen.“ Sicher aber ist: Der Traum von WM-Bronze könnte Wirklichkeit werden. 16 Punkte Vorsprung auf den WM-Vierten sprechen eine deutliche Sprache. Und für einen Langbahn-Saisonabschluss, den kaum einer der Experten zu Jahresbeginn erwartet hätte.

 

11.09.2010

Weltmeister Speiser: „Dieser Titel bedeutet mir viel“
Richard Speiser hat es geschafft: Gemeinsam mit Matten Kröger, Stephan Katt und Martin Smolinski hat der 23-jährige Börwangener am vergangenen Samstag vor 4000 Zuschauern das „Unternehmen Gold“ der deutschen Langbahn-Team-Nationalmannschaft in Südfrankreich erfolgreich zu Ende gebracht und den Titel erneut nach Deutschland geholt. Es ist sein zweiter Team-WM-Titel - und dennoch ein besonderer. „Im vergangenen Jahr bin ich zweimal zum Einsatz gekommen und konnte nicht sehr viel zum Titelgewinn beitragen“, sagt Speiser. 2010 standen die Vorzeichen anders: Rekordweltmeister Gerd Riss verletzt und nicht dabei, Speiser die aktuelle Nummer drei der Einzel-Weltmeisterschaft. „Er ist ein Allrounder und einer, der durch seine guten Ergebnisse einfach dazugehört“, sagte Team-Manager Josef Hukelmann im Vorfeld. Hukelmann sollte Recht behalten: Speiser erfüllte die in ihn gesetzten Erwartungen - und war neben Stephan Katt konstantester Punktelieferant für das deutsche Team. Dennoch war der Weg in den WM-Himmel alles andere als einfach. Einer 7:8 Auftaktniederlage gegen Großbritannien folgten für das deutsche Team gegen Tschechien und Finnland zwei Siegläufe mit maximaler Punkteausbeute. Im rotierenden, deutschen System, bei dem jeder Fahrer mindestens einmal pausieren musste, war Speiser im Lauf gegen die Niederlande zum Zuschauen verdammt. Katt, Kröger und Smolinski schafften einen 10:5 Erfolg - und entschieden sich gleichzeitig gemeinsam mit Team-Manager Josef Hukelmann für das „Comeback“ des jungen Börwangeners im Rennen gegen die mitfavorisierten und punktgleichen Franzosen und fürs alles entscheidende Tagesfinale der beiden punktbesten Teams. Erst einmal hieß es allerdings Nerven bewahren im Lauf gegen die Franzosen. Missverständnisse bei der Absprache der Helmfarben hatten zur Folge, dass Smolinski wegen Überschreitens der Zeit disqualifiziert wurde. Katt und Speiser schafften es dennoch, die Franzosen in Schach zu halten - und sicherten dem deutschen Team als Nummer eins der Vorläufe das Recht der Startplatzwahl fürs Finale. Speiser überließ Katt im Lauf der tagesbesten Nationen den besten Platz und ließ sich auch vom frühen Ausfall Smolinskis wegen Getriebeschadens kurz nach dem Start nicht aus der Ruhe bringen: „Ich habe gehört, dass bei ihm etwas kaputt ging und wusste: Es hängt an mir. Und: acht Punkte brauchen wir!“ Katt schoss von der Außenbahn aus erwartungsgemäß an die Spitze. Hinter Matthieu Tresarrieu reihte sich Speiser ein - und hatte vier Runden lang einen besessen kämpfenden Stephane Tresarrieu im Nacken. Speiser: „Ich bin um mein Leben gefahren!“ Der junge Börwanger war es auch, der Mannschaftskollege und A-Finale-Sieger Katt erst einmal signalisieren musste, dass es für den Sieg gereicht hatte. „Ich bin überglücklich, mir bedeutet dieser Titel viel. Sehr viel mehr auch als der letzte, weil ich mehr dazu beigetragen habe und auch das Finale fahren durfte.“ Die Goldmedaille wird einen Ehrenplatz im Büro erhalten, den Gewinn seiner zweiten Langbahn-Team-Weltmeisterschaft bewertet Speiser als „größten Titel bisher“. Mit ihm im Gepäck wird Speiser nun am kommenden Samstag zum fünften Grand Prix der Einzel-Weltmeisterschaft nach Vechta reisen: „Die Bahn dort ist ähnlich wie Morizes. Und hier in Frankreich habe ich ja gesehen, dass ich gut mit dabei bin und die Motoren super laufen.“ Tags darauf wird sich der AMC Memmingen Pilot dann auf der kürzeren Bahn bei der Deutschen Speedwaymeisterschaft in Brokstedt mit der Konkurrenz messen: „Dort gilt es erst einmal, sich für das Hauptfeld zu qualifizieren.“ Im Vorjahr war Speiser Elfter, 2008 kämpfte er im Dreier-Stechen gegen Kevin Wölbert und Martin Smolinski um den Titel und musste mit Platz drei Vorlieb nehmen. „Man wird sehen“, meint Speiser: „Die Speedway DM ist extrem Tagesform abhängig. Hinzu kommt: Ich habe in diesem Jahr bisher erst drei Speedwayrennen bestritten.“

 

05.09.2010

Deutschland holt sich erneut den Weltmeistertitel
Der vierte Titelgewinn in Folge ist perfekt. Das Team Germany mit Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser und Martin Smolinski schaffte es im französischen Morizes am Samstagabend vor 4000 Zuschauern erneut, die Konkurrenz in der Langbahn-Team-WM hinter sich zu lassen und sicherte sich im Tagesfinale der Punktbesten gegen Frankreich den Titel. „So eng wie in diesem Jahr war es noch nie“, sagte Deutschlands Team Manager Josef Hukelmann. Starke Gegner, eine 8:7-Vorlaufniederlage gegen das Team der Briten, eine Disqualifikation Smolinskis nach Ungereimtheiten bei der Helm- und Startplatzwahl und zusätzlich einen Ausfall Smolinskis im Finale der Tagesbesten hatte das Team um Hukelmann zu meistern. Am Ende stand die deutsche Nationalmannschaft dennoch erneut ganz oben auf dem Podest – erstmals ohne Rekordweltmeister Gerd Riss, der aufgrund einer Verletzung fehlte. Lediglich im ersten Vorlauf gegen England strauchelte das deutsche Team etwas. Mit maximaler Punktezahl gegen Tschechien und Finnland katapultierten sich die Deutschen jedoch danach gemeinsam mit Frankreich nach vorne. Mit 10:5 Punkten beendete Deutschland das Rennen gegen die Niederlande. Dann kam das erste Aufeinandertreffen gegen den zu diesem Zeitpunkt punktgleichen Mitfavoriten aus Frankreich. Dramatik pur hielt dieser Lauf bereit. Mannschaftsintern hatte man zwar die Startplätze regelgerecht getauscht, jedoch gab es bei der Helmfarbenabsprache Probleme. Smolinski musste schließlich wegen Überschreitens der Zeit passen. Und dann stürzte Matthieu Tresarrieu! Auch er durfte zum Rerun nicht mehr ans Startband rollen. Im ungewohnten Zwei gegen Zwei kämpfte Katt vier Runden lang mit Stephane Tresarrieu, als ginge es um Leben und Tod. „Wir brauchten die Punkte, um als Este die Startplätze im A-Finale wählen zu können.“ Deutschland wählte richtig. Katt legte abermals einen Blitzstart hin. Smolinski aber rollte schon kurz nach dem Start mit einem Getriebeschaden aus. „Ich habe sofort gehört, dass es bei Smolinski Probleme gibt und wusste: Nun liegt es an mir“, erklärte Richard Speiser. Ein Sieg Katts und ein dritter Platz von Speiser aber genügten. Deutschland holte sich mit diesem Einlauf den vierten Titel in Folge und ist damit bislang einziger und ungeschlagener Titelträger im 2007 erstmals ausgetragenen Wettbewerb der besten Langbahn-Nationen der Welt.

1. Deutschland, 57 Punkte
(Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser, Martin Smolinski)

2. Frankreich, 54 Punkte
(Stephane Tresarrieu, Mathieu Tresarrieu, Jerome Lespinasse, Theo di Palma)

3. Niederlande, 51 Punkte
(Theo Pijper, Dirk Fabriek, Mark Stiekema, Sjoerd Rozenberg)

4. Großbritannien, 43 Punkte
(Andrew Appleton, Richard Hall, Glen Phillips, Chris Mills)

5. Finnland, 32 Punkte
(Joonas Kylmäkorpi, Pasi Pulliainen, Aki-Pekka Mustonen, Rene Lehtinen)

6. Tschechien, 32 Punkte
(Zdenek Schneiderwind, Richard Wolff, Pavel Ondrasik, Josef Franc)
 

03.09.2010

Speiser: WM-Platz 3 wäre ok

Richard Speiser hat in seiner erst zweiten Grand-Prix-Saison die Chance, Team-Weltmeister und bester deutscher GP-Fahrer zu werden. Der erst 23-jährige Allgäuer startet morgen in Morizes zum zweiten Mal im deutschen Nationalteam und könnte nach Eenrum 2009 auch zum zweiten Mal den Team-Weltmeistertitel gewinnen. Letztes Jahr war er einmal ausgefallen und nach einem weiteren Einsatz vom Teammmanager ausgewechselt worden. Damit klappte es auch beim GP in Eenrum 2010 für Speiser nur begrenzt: „Ich hatte fast noch keine Erfahrung auf der Bahn. Zwei Läufe bin ich im Verkehr stecken geblieben und da war es am Ende nur Platz 8.“ Trotzdem ist der Börwanger mit den Marcel-Gerhard-Motoren auf Rang 3 derzeit bester deutscher GP-Pilot. Nach mässigem Beginn in Pfarrkirchen (12 Punkte) fuhr er auf den schwierigen Bahnen in St. Macaire und Marmande jeweils ins A-Finale und ist damit hinter WM-Leader Joonas Kylmäkorpi (105 Punkte) und Theo Pijper (89) konstantester WM-Fahrer (71 Punkte). Die jüngsten Rennen verschafften dem Maschinenbau-Studenten wieder Auftrieb: In Berghaupten lieferte er sich ein sehenswertes Duell mit Lokalmatador Bernd Diener und wurde in dem mit zehn Grand-Prix-Piloten besetzten Feld Zweiter: „Ich sehe, dass es läuft - und bin zuversichtlich für die Team-WM. Eine WM, das ist auch viel Kopfsache“, weiß Richard Speiser. Zum zweiten Platz in Berghaupten: „Ich habe hier gesehen, dass ich alle schlagen und ein Rennen auch von hinten kommend noch entscheiden kann. Ich glaube, ich habe hier mehr Überholmanöver geliefert als alle anderen miteinander.“ Für die letzten beiden GP-Rennen in Vechta (11. September) und Marienbad (18. September) ist der Allgäuer vorsichtig optimistisch: „Für die Bahn in Vechta braucht man viel Erfahrung. Ich bin erst einmal dort gefahren. In Marienbad war ich noch nie auf der Bahn. Letztes Jahr war ich verletzt und nur als Zuschauer dort. Ich denke aber, dass man dort starke Motoren braucht und die habe ich von Marcel Gerhard.“ Von daher wäre Speiser zufrieden, seinen 11-Punkte-Vorsprung auf den WM-Vierten Andrew Appleton bewahren zu können. „Ich hoffe WM-Platz 3 halten zu können.“ Dann wäre Speiser im Jahr nach seiner Trennung von Mentor und Berater Robert Barth erfolgreichster deutscher Langbahnfahrer – für viele eine faustdicke Überraschung.

(Quelle Text: motorsport-aktuell.de - Thomas Schiffner vom 03.09.2010)

 

02.09.2010

Nach „Rennen für die Psyche“ geht es um den WM-Titel
Nach einem siebten Platz beim Flutlicht-Grasbahnrennen in Bad Hersfeld unter witterungsbedingt nicht optimalen Bedingungen, drehte Richard Speiser am Sonntag in Berghaupten/Schwarzwald so richtig am Gashahn. Mit Platz zwei hinter Bernd Diener kletterte Speiser als Zweiter aufs Podest: „Ich sehe, dass es läuft - und bin zuversichtlich für die Team-WM am kommenden Wochenende.“ „Eine WM, das ist auch viel Kopfsache“, weiß Richard Speiser. Psychische Stärke wird am kommenden Samstag mit Sicherheit gefragt sein, wenn das deutsche Nationalteam sich im französischen Morizes anschickt, den WM-Titel zu verteidigen. Dreimal hintereinander hat die „Mission Gold“ im erst seit 2007 bestehenden Mannschaftswettbewerb für das schwarz-rot-goldene Team funktioniert. 2010 soll möglichst das Jahr des vierten Erfolges werden. „Ich bin da zuversichtlich gestimmt“, sagt Speiser, der schon 2009 beim Titelgewinn mit dabei war. Gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Stephan Katt (Neuwittenbek), Matten Kröger (Bokel) und Martin Smolinski (Olching) wird Speiser versuchen, den verletzungsbedingten Ausfall von Gerd Riss zu kompensieren - und der Konkurrenz aus Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Tschechien und Finnland zu zeigen, wer die Nummer eins ist. Deutsche Überlegenheit gab es bereits schon am vergangenen Sonntag beim Grasbahn-Klassiker in Berghaupten zu sehen. Immerhin zehn Grand Prix Piloten, Lokalmatador Bernd Diener und der Langbahn-Newcomer des Jahres, Martin Smolinski, waren am Start. Und 5000 Zuschauer bekamen Bahnsport vom Feinsten serviert. Speiser ließ zwei dritten Plätzen zwei Vorlaufsiege folgen - und war neben Smolinski der Einzige, der den späteren Sieger Bernd Diener besiegte. Im Finale waren es mit Speiser und Smolinski dann ausgerechnet die beiden Nationalmannschafts-Youngsters, die um den Platz hinter Diener energiegeladen fighteten. „Klar freut es mich, dass ich den Kampf für mich entscheiden konnte“, meinte Speiser danach und fügte hinzu: „Hinter Diener in Berghaupten Zweiter zu werden, ist wirklich keine Schande.“ Gleich mehrere Erkenntnisse und eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein nahm Speiser von Berghaupten mit nach Hause: „Ich habe hier gesehen, dass ich alle schlagen und ein Rennen auch von hinten kommend noch entscheiden kann. Ich glaube, ich habe hier mehr Überholmanöver geliefert als alle anderen miteinander.“ Von der Leistung Speisers, aber auch vom Ergebnis Smolinskis zeigte sich auch Nationalmannschaftsbetreuer Joachim Ohmer beeindruckt: „Es zeigt, dass wir von der Nominierung her richtig liegen.“

 

25.08.2010

Speiser festigt seinen dritten WM-Platz
Der vierte Grand Prix der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft hat Richard Speiser nicht den erhofften persönlichen Erfolg gebracht. Trotz achtem Platz und dem nicht zufrieden stellenden, individuellen Ergebnis hatte der 23-Jährige Glück: „Die unmittelbare Konkurrenz punktete noch weniger - und ich konnte sogar noch Boden gut machen.“ Es begann nicht gut für Richard Speiser, im heiß umkämpften, vierten Weltmeisterschaftslauf der Langbahn-Einzelweltmeisterschaft. „Ich bin im ersten und zweiten Vorlauf einfach im Gerangel stecken geblieben und nach hinten durchgereicht worden“, sagt der WM-Dritte, der in seiner zweiten WM-Saison immer noch am Erfahrungen sammeln ist. Eenrum, das war nicht nur die erst zweite Begegnung zwischen der niederländischen Bahn und einem der jüngsten WM-Piloten überhaupt. Es war auch der Grand Prix der vielen Überholmanöver, der für die Zuschauer spannenden Läufe, der Überraschungen. Plötzlich tauchten Fahrer an der Spitze auf, die in der WM bislang eine eher untergeordnete Rolle spielten. Plötzlich galt es, sich auch an anderen als ausschließlich den bislang Führenden zu orientieren. „Im dritten Vorlauf hat es nach einem fünften und einem vierten Platz dann besser gepasst“, erzählt Speiser. Im Zweikampf mit dem WM-Führenden Joonas Kylmäkorpi um den Laufsieg stand allerdings ausgerechnet der Laufletzte Mark Stiekema im Weg, der Startschwierigkeiten hatte, entsprechend spät aus den Bändern kam und zum „Auffahrhindernis“ wurde. Speiser: „Am Ende blieb Rang zwei.“ Ein dritter Platz im vierten Vorlauf und zehn Gesamtpunkte reichten zwar fürs Halbfinale, doch selbst ein Laufsieg hätte Speiser nicht mehr ins Finale der besten Sechs gebracht: „Dazu brauchte es dieses Mal 16 Punkte!“ Mit einem dritten Rang im Semifinale und 13 Gesamtzählern musste Speiser zusehen, wie Andrew Appleton (Großbritannien) Theo Pijper (Niederlande), Joonas Kylmäkorpi (Finnland) und Matthieu Tresarrieu (Frankreich) auf die Plätze verwies. Stephan Katt und Enrico Janoschka kamen als einzige deutsche Vertreter auf die Ränge fünf und sechs. Während Kylmäkorpi vor den letzten beiden Grand Prix die WM mit 105 Punkten anführt, belegen Pijper (89) und Speiser (71) die Plätze dahinter. Vom elften auf den vierten Rang nach vorne hat sich Grand Prix Sieger und Grasbahn-Europameister Andrew Appleton (60) katapultiert, der mit 29 WM-Punkten nahezu so viele Punkte schaffte, wie in den drei Grand Prix zuvor zusammengerechnet (31). Auch Stephan Katt ist nach seinem schweren Sturz beim ersten Frankreich-Grand Prix wieder mit dabei (57). Schlecht lief es für Matten Kröger (56), der noch nicht einmal ins Halbfinale einziehen konnte. „Mit dem Rennen selbst bin ich nicht zufrieden, mit der Tatsache, dass ich meinen dritten Gesamtrang ausbauen und sogar noch etwas Punktepolster schaffen konnte, dagegen schon“, sagt Speiser, der Anfang September gemeinsam mit Stephan Katt, Matten Kröger und Martin Smolinski bei der Langbahn-Team-Weltmeisterschaft erneut um den Titel kämpfen wird und zum zweiten Mal im Nationalteam-Aufgebot steht. Erst danach wird es auch in der Einzel-Weltmeisterschaft mit den beiden noch ausstehenden Grand Prix in Vechta und Marienbad in die Entscheidung gehen: „Ein dritter Gesamtrang wäre wirklich fantastisch“ meint Speiser, der sich vor allem für das nicht gerade geliebte Oval im niedersächsischen Vechta noch prominenten Rat beim derzeit wegen Verletzung pausierenden Rekordweltmeister holen will: „Ich denke, ich werde zuvor auf alle Fälle noch mit Gerd Riss telefonieren!“

 

21.08.2010

Langbahn Team WM: Schwarz-rot-goldenes Vierer-Team kämpft auch für Riss

Dreimal ist die Team-WM auf der Langbahn bislang ausgetragen worden. Dreimal hat Deutschland den Titel geholt. Matten Kröger, Stephan Katt, Richard Speiser und Newcomer Martin Smolinski werden am 4. September im französischen Morizes die schwarz-rot-goldenen Farben vertreten. An die Stätte ihres ersten Erfolges wird die deutsche Langbahn-Nationalmannschaft Anfang September zurückkehren. Dort, wo 2007 Gerd Riss, Matten Kröger, Stephan Katt und Enrico Janoschka bei der Premiere des neuen Wettbewerbes erstmals den WM-Titel für den DMSB einfahren konnten, geht es 2010 um die neuerliche Titelverteidigung und Titel Nummer 4 in Folge. «Es wird schwer werden», glaubt Teammanager Josef Hukelmann: «Wir werden aber die Herausforderung annehmen, wenngleich wir auch großen Respekt vor den Gegner, vor allem vor den Franzosen und Niederländern haben.» Mit Matten Kröger (Bokel) und Stephan Katt (Neuwittenbek) sind zwei erfahrene Piloten nominiert. Kröger ist als einziger zum vierten Mal in Folge im DMSB-Team mit dabei - und erstmals Kapitän. «Er ist einer, auf den man sich verlassen kann, wenn Druck aufkommt», urteilt Teammanager Hukelmann über ihn. Auch auf den nach seinem schweren Sturz in St. Macaire wieder genesenen Stephan Katt hält Hukelmann große Stücke: «Er hat die Saison stark angefangen und danach viel Pech. Ich bin sicher, dass er in Morizes zeigen wird, was er kann.» Der in der Langbahn-Einzel-WM mit Rang 3 derzeit bestplatzierte Fahrer Richard Speiser (Börwang) gehört nach seinem Debüt 2009 ebenfalls wieder zum deutschen Aufgebot. Hukelmann: «Er ist ein Allrounder und einer, der durch seine guten Ergebnisse - auch unter schwierigen Bedingungen - einfach dazugehört.» Top-Leistungen hat auch Martin Smolinski (Olching) in diesem Jahr gezeigt. Der mehrfache Deutsche Meister im Speedway fährt seine erste Saison auf der Langbahn und sorgte vielerorts für Überraschungen und so manchen Fight. «Seine Resultate habe ich das ganze Jahr über sehr penibel verfolgt», sagt Hukelmann: «Er ist der Emporkömmling des Jahres und daher auch würdig, in seinem Debütjahr für das Nationalteam zu fahren.» Mit Gerd Riss wird die bisherige Nummer 1 verletzungsbedingt fehlen. «Wir werden in Frankreich auch für ihn fahren“, sagt Hukelmann. Seine Fahrer werde er zwar auf Gold einschwören, er könne aber auch mit einem Podestplatz gut leben. Als Ersatz steht mit Jörg Tebbe (Dohren) ein fünfter starker Mann zur Verfügung.

 

Speiser will WM Bronze

Am kommenden Sonntag findet in Eenrum der vierte Langbahn-WM-Finallauf statt. Richard Speiser ist derzeit bester Deutscher in der WM. Nachdem Stephan Katt und Gerd Riss verletzungsbedingt aus dem Titelrennen ausgeschieden sind, bestehen nur noch theoretische Chancen auf einen deutschen Weltmeister 2010. Derzeit auf Rang drei in der Gesamtwertung ist Richard Speiser, der seinen dritten Platz bis zum Jahresende halten will. Speiser: «Vorrangig will ich meinen dritten Platz in der Gesamtwertung sichern. Als Rennfahrer will man zwar immer gewinnen, dann muss aber auch alles passen. Die anderen Fahrer sind auch sehr schnell. Wenn ich den GP nicht gewinne, aber meinen dritten Platz festigen kann, freut mich das mindestens genauso sehr.» Für Matthias Kröger ist das Podium auch noch in Reichweite. Mit 50 Punkten liegt er acht Punkte hinter Speiser. Auch Stephan Katt ist eine Aufholjagd zuzutrauen. Der Neuwittenbeker der gerade den deutschen Meistertitel eingesackt hat, fehlte auf Grund einer Verletzung, beim zweiten GP-Lauf. Die 18 Punkte Rückstand auf den Drittplatzierten aufzuholen, sind für ihn bei noch drei ausstehenden Läufen eine machbare Aufgabe.

(Quelle Text: speedweek.de - Manuel Wuest vom 17.08.2010)

 

Platz 5 bei der DM in Scheeßel
„Es war nicht ganz das Ergebnis das ich mir vorgestellt hatte, aber an diesem Tag war einfach nicht mehr drin. Die 1000m-Bahn war nicht ganz nach meinem Geschmack und die Starts nicht 100-prozentig. Im ersten Lauf war ich schon auf Platz 2 hinter Bernd Diener, dann wurde der Lauf aber wegen eines Sturzes von Jörg Tebbe abgebrochen. Beim Restart habe ich in der ersten Kurve einen bösen Strahl erwischt und war Stockletzter bis ich wieder etwas sehen konnte. Im Finale konnte ich noch einen vierten Platz herausfahren aber die Punkte reichten insgesamt nur für Platz 5“, so Speiser nach dem Rennen.

 

10.08.2010

Speiser schrammt mit Plattfuß am Podest vorbei
Als Viertbester Europas ist Richard Speiser von der Grasbahn-EM im französischen La Reole zurückgekehrt. Der 23-Jährige Börwanger, der vor zwei Jahren schon einmal Vize-Europameister geworden ist, haderte mit dem Schicksal: „Ich habe im Finallauf bei einem Überholversuch die Bande berührt und mir einen Platten eingefangen. Danach war nichts mehr drin. Die Bahn war nicht schlecht und hat mir gelegen. Allerdings hat es sehr gestaubt“, sagte Speiser nach dem Rennen. Genau dieser Staub war es auch, der schließlich nicht mehr als Platz vier zuließ: „Ich wollte außen am vor mir fahrenden Martin Smolinski vorbei.“ Was im Vorlauf schon einmal geklappt hatte, wollte im Finale nicht glücken: „Ich kam in eine Staubwolke, habe kurzfristig nichts mehr gesehen und touchierte mit der Bande.“ Obwohl Speiser im alles entscheidenden Finale weiterfahren konnte, blieb ein gravierendes Handicap: „Mit Plattfuß war in eineinhalb noch ausstehenden Runden nichts mehr zu machen.“ Bitter für Speiser - Inklusive des Europameisters Andrew Appleton (Großbritannien) hatte Speiser alle vor ihm platzierten, Theo Pijper (Niederlande) und Martin Smolinski (Deutschland), in den Vorläufen geschlagen. Das Reglement sieht allerdings vor, dass ausschließlich das Finale entscheidet. Ein Sieg und drei zweite Plätze standen bis dahin zu Buche. Gemeinsam mit Smolinski lag Speiser nur einen Punkt hinter dem zu diesem Zeitpunkt führenden Appleton. „Der vierte Platz bei einer EM ist natürlich ärgerlich“, meinte der Grasbahn-Vize-Europameister des Jahres 2008, der dafür sorgen will, dass es am kommenden Wochenende mehr wird als der erste Platz nach dem Podest. Dann nämlich geht es im niedersächsischen Scheeßel um die Deutsche Langbahnmeisterschaft. Und darum, im Langbahn stärksten Land der Welt zu zeigen, wer zur deutschen Elite des Jahres 2010 gehört.

 

04.08.2010

Heimsieg mit dem AC Landshut und neuer Sponsor HL-Bau
Die Landshut Devils schlagen die Diedenbergen Rockets mit 46:41, Richard konnte 6+2 Punkte zum Sieg beisteuern. Der AC Landshut bleibt in der 1. Speedway Bundesliga damit weiterhin ungeschlagen und kann nun beim letzten Vorrundenrennen am 27. August in Güstrow den erhofften Finaleinzug perfekt machen. „Die Bahn war in einem super Zustand aber für meinen Geschmack etwas zu glatt. Dazu musste ich vier von sechs mal von Startplatz „weiss“ starten, was der mit Abstand schlechteste Startplatz in Landshut ist – da hat man am Start schon verloren…“ so Richi. „Zweimal muss ich beim Heimrennen sowieso von „weiss“ starten, dann hatte ich Pech im Finale und musste wieder von dort losfahren, und einmal musste ich mit Smolinski tauschen weil er den Joker abfangen sollte.“ Der Joker holte dennoch volle Punktzahl und der beste Startplatz „rot“ war weg. Speiser: „Meine Starts waren gemessen an den Startplätzen gut, und die Zuschauer haben wenigstens heiße Fights sehen können. Dazu haben wir das Rennen gewonnen und holen uns jetzt das Finale nach Landshut!“

Dem aufmerksamen Zuschauer wird auch ein neuer Sponsor am Bike und Anzug aufgefallen sein: HL-Bau aus Ergoldsbach (www.lehner-heinrich.de) unterstützt nun neben dem AC Landshut auch das Speiser-Racing-Team!

Landshut Devils- 46
Martin Smolinski (3,2,2,2*,3,1*) - 13+2
Piotr Protasiewicz (2*,3,3,3,3,2) - 16+1
Richard Speiser (3,0,1*,1,0,1*) - 6+2
Herbert Rudolph (1,1,0,1*,0) - 3+1
Max Dilger (1,2,2,1,2) - 8

Diedenbergen Rockets- 41
Tomasz Jedrzejak (1,6!,3,3,1*,3) - 17+1
Christian Hefenbrock (S,0,2,EX,2*,3) - 7+1
Lewis Bridger (2,1,3,2,2,0) - 10
Denis Wienke (0,0,1,0,0) - 1
Frank Facher (2,0,3,1,0) - 6

 

19.07.2010

Platz 2 beim Heimrennen auf der Grasbahn in Memmingen

"Ich komme nicht um hinterher zu fahren", so die Ansage von Richi Speiser im Vorfeld zu seinem Heimrennen am gestrigen Sonntag in Memmingen. In einem hochkarätig besetzten Fahrerfeld, das neben Richard Speiser weitere fünf aktuelle Grand Prix Piloten beinhaltete, war dies natürlich keine leichte Aufgabe. Doch hoch motiviert vor heimischer Kulisse mit rund 3500 Zuschauern konnte er seine aktuelle Topform, die sich auch mit derzeit Rang 3 in der Weltmeisterschaft wieder spiegelt, mit am Ende Platz 2 erneut unterstreichen. In zwei seiner Vorläufe konnte er sich gegen den am Ende ganz oben stehenden Martin Smolinski durchsetzen, im Endlauf musste er ihm jedoch  nach einem nicht ganz so guten Start den Vortritt lassen. Auf den Sand- und Grasbahnen sind Richi Speiser und Martin Smolinski Konkurrenten, am kommenden Samstag werden beide wieder zusammen im Team der AC Landshut Devils gegen die Gäste aus Diedenbergen um wichtige Punkte zur Speedway Bundesliga fahren.

 

15.07.2010

Platz 4 beim Grand Prix in Marmande, Platz 3 in der WM-Tabelle und schwerer Sturz von Gerd Riss
Wieder kam es bei einem Finalrenenn zur Langbahnweltmeisterschaft zu einem folgenschweren Sturz: Im zweiten Durchgang beim Finalrennen in Marmande kamen Gerd Riss, Joonas Kylmäkorpi und Stephane Tresarrieu zu Sturz. Während der in der Gesamtwertung führende Finne Kylmäkorpi das Rennen fortsetzen konnte war der Abend für Titelverteidiger Riss sowie den Franzosen Tresarrieu gelaufen. Gerd Riss hat sich Verletzungen an den Rippen und an den Halswirbeln davon getragen haben. Aktuelle Informationen zu seinem Gesundheitszustand auf www.gerdriss.de. Das Speiser-Racing-Team wünscht gute Besserung und hofft auf eine baldige Genesung. Bester deutscher Fahrer war Richard Speiser, der als Viertplatzierter das Rennen in Marmande beendete. Speiser: „Ich bin mit dem Rennen sehr zufrieden. Ich hatte den ganzen Abend über nicht einmal den guten äußeren Startplatz und bin so wie es gelaufen ist sehr zufrieden.“ Speiser war der einzige Deutsche der es in den Tagesendlauf geschafft hatte. Matten Kröger verpasste die Qualifikation für den Endlauf denkbar knapp und auch für Stephan Katt, Enrico Janoschka und Herbert Rudolph war nach den Halbfinals Schluss. „Die Bahn war löchrig und schwierig zu fahren und ich war einfach nur froh, als das Rennen vorbei war. Gerd`s Crash sah richtig böse aus – man konnte von der Entfernung aber nicht richtig sehen was passiert war. Sobald er in Deutschland ist werden wir ihn gleich im Krankenhaus besuchen.“ In der Gesamtwertung hat der Finne Kylmäkorpi nun 17 Punkte vor dem Zweitplatzierten Theo Pijper aus den Niederlanden. Bester Deutscher ist Richard Speiser auf Rang drei der 23 Punkte Rückstand auf den führenden Kylmäkorpi hat. „Auf den Titel zu schielen wäre jetzt vermessen. Das ist zu weit weg und war auch nicht mein Ziel. Der dritte Platz in der Gesamtwertung ist bisher ein toller Erfolg“, so Speiser. Der nächste Finallauf zur Langbahnweltmeisterschaft findet am 22.08. in Eenrum/ Niederlande statt.

Ergebnis Langbahn WM Finale 3 – Marmande/ Frankreich
1. Jooans Kylmäkorpi (FIN) 28, 2. Jannick de Jong (NL) 26, 3. Theo Pijper (NL) 20, 4. Richard Speiser (DE) 22, 5. Jerome Lespinasse (FRA) 17, 6. Dirk Fabriek (NL) 16, 7. Matthias Kröger (DE) 16, 8. Matthieu Tresarrieu (FRA) 15, 9. Enrico Janoschka (DE) 13, 10. Stephan Katt (DE) 11, 11. Glenn Phillips (GB) 9, 12. Herbert Rudolph (DE) 8, 13. Andrew Appleton (GB) 7, 14. Gabriel Dubernard (FRA) 4, 15. Jörg Tebbe (DE) 4, 16. Gerd Riss (DE) 3, 17. Philippe Ostyn (FRA) 2, 18. Stephane Tresarrieu (FRA) 2, 19. Jan Pape (DE) 2, 20. Richard Wollf (CZE) 0
 

17.06.2010

Speiser qualifiziert sich für´s Grasbahn EM Finale

Mit drei Laufsiegen und einem zweiten Rang in den Vorläufen hat sich Richard Speiser in Bielefeld direkt für das Grasbahn EM Finale, das am 07.08.2010 in La Reole / FR ausgetragen wird, qualifiziert. Im A-Finale, das für die Qualifikation für´s Finale nicht mehr von Bedeutung war und es lediglich noch um die Tageswertung ging, belegte Speiser Rang 4.

 

Mit zwei Laufsiegen, zweimal Rang zwei aus den Vorläufen, einem zweiten Platz im Halbfinale und einem vierten Rang im Finale - somit Rang 4 in der Endabrechnung konnte sich Speiser beim 2. Grand Prix der Langbahn Weltmeisterschaft in St. Macaire / FR vergangenen Samstag unter den Top 5 der Weltrangliste einreihen und behauptet derzeit mit 36 Punkten Rang 4 hinter Joonas Kylmäkorpi, Gerd Riss und Theo Pijper. 

 

11.05.2010

Neuer Sponsor Firma P. Collection

Mit der Firma P.Collection haben wir einen neuen starken Partner gefunden, der auch Bahnsportgrößen wie Gerd Riss unterstützt. Als Hersteller von Qualitäts-Schreibgeräten „Made in Germany“ liefert P.Collection seit 1990 ausschließlich über den Werbeartikelhandel ein umfangreiches und attraktives Sortiment von Schreibgeräten für individuelle Werbebotschaften in aller Welt. Den Link zur Seite finden Sie hier (www.pcollection.de) und ab sofort auf der Sponsoren-Seite des Speiser Racing Teams. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

 

04.05.2010

Erfolgreicher Saisonstart

Mit zwei Siegen, einem dritten und einem vierten Platz in den Vorläufen, einem dritten Platz im Halbfinale und einem vierten Rang im Finale sicherte sich Richard Speiser vergangenen Samstag beim internationalen Sandbahnrennen in Dingolfing Gesamtrang 4. Einen Tag später konnte er mit zwei Laufsiegen, einem zweiten Rang und etwas Glück auf seiner Seite, beim Auslosen der Platzierungen 1-3 nach witterungsbedingtem Rennabbruch nach dem dritten Durchgang, das internationale Speedwayrennen in Pfaffenhofen gewinnen. 

 

02.04.2010

Hallo Bahnsportfans!
Nun habt ihr lange nichts mehr von mir gehört, was daran liegt, dass ich im Winter genauso beschäftigt bin, wie im Sommer. Da ich ja „nebenzu“ noch Maschinenbau studiere, muss ich im Wintersemester immer das nachholen, wozu ich im Sommer nicht gekommen bin. Diesen Winter stand mein 2. Praxissemester an, das ich bei BMW Motorrad in München machen konnte. Dort war ich in der Abteilung „Entwicklung Karosserie tätig, in der auch Schorsch Hack lange Jahre tätig war. Ich hatte eine super Zeit dort, und die Arbeit mit und an Prototypen, von denen andere noch nicht einmal wissen, dass sie existieren werden, ist natürlich genial. Besonders gefallen hat mir natürlich die S1000RR, auf der ich schon lange vor dem Verkaufsstart unterwegs war. Ein echtes Super-Bike - extrem handlich und Leistung ohne Ende, mit nur einem Manko: Trotz mehrerer Versuche habe ich es nicht geschafft, eine 3 vorne am Digitaltacho stehen zu haben – wie sie später herausstellte, lag das aber nur daran, dass der Digitaltacho bei 299km/h aufhört zu zählen… Nun habe ich noch zwei Semester und eine Diplomarbeit vor mir, bevor mir dann der Walter Aust (WACO) „Dipl. Ing. Speiser“ auf den Anzug nähen darf. Dafür gebe ich jetzt natürlich noch richtig Vollgas im Studium – was aber nicht heißt, dass ich auf der Bahn weniger Gas geben werde. Im Gegenteil, die Vorbereitung laufen seit Monaten schon auf Hochtouren und dass die meisten Trainings bisher ins Wasser fielen, kann mich nicht aus der Ruhe bringen. Dank meinem Spezl „Eispeter“, der jedes Jahr eine wunderbare Eisbahn zaubert, kann ich die Winterpause immer mit Speedway mit 8mm-Spikes und ein paar Runden richtigem Eisspeedway angenehm verkürzen. Dabei gab es dieses Jahr auch einen kleinen Zwischenfall: Ich habe mir den Ring- und den kleinen Finger an den Spikes etwas nachhaltig deformiert, was dann im Krankenhaus genäht werden musste. Aber keine Sorge – außer etwas Kraftverlust in der Hand durch den Trainingsausfall hatte ich keine Probleme beim Speedway in Berghaupten und Herxheim. Sorgen machen mir momentan eigentlich nur die neuen Schalldämpfer. Wenn sie schon im Eisspeedway bei Minustemperaturen zu Motorschäden und Hitzekollapsen führen, was soll dann erst bei 30°C auf einer 1000m-Bahn passieren??? Natürlich bin ich dafür die Lautstärke zu reduzieren, wenn damit Veranstaltern wie Pocking und Olching geholfen werden kann, aber doch nicht ohne das vorher ausreichend zu testen und abzusichern. Bei einem Motorschaden sind schon mal locker 5000€ vernichtet – Kosten, auf denen wir Fahrer sitzen bleiben! Und das ist besonders bitter, wenn es nur daran liegt, weil die FIM geschlampt hat. Die Einführung zu verschieben war auf jeden Fall schon mal eine gute Entscheidung, und ich hoffe, dass sich das Problem noch lösen lässt, bevor uns die Motoren reihenweise um die Ohren fliegen. Meine neu aufgebauten Langbahn-Bikes kann ich hoffentlich am 10.4. in Herxheim testen, bevor ich mein erstes Rennen am 25.4. in Schwarme fahren werde. Ansonsten hoffe ich darauf, nach 2 Jahren mal wieder eine Saison unverletzt zu überstehen – mit dem AC Landshut den Deutschen- und mit der Nationalmannschaft den WM-Titel zu verteidigen und in der Einzel-WM um einige Plätze nach vorne zu rücken. Ich wünsche euch Fans eine spannende Saison und hoffe, euch zahlreich an den Rennplätzen zu sehen! Euer Richi

 

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